Ohne Zweifel brauchen Kinder in der Erziehung Grenzen, die eingehalten werden müssen. Lesen Sie hier, wie Sie als Vater im Umgang mit Ihrem Kind Grenzen setzen und welche Methoden zeitgemäß und erfolgsversprechend sind.

Im Zusammenleben mit und in der Erziehung von Kindern spielen Grenzen eine wichtige Rolle. Ständig sind Sie als Vater gefordert, diese dem Kind aufzuzeigen. Dies ist täglich in vielen Situationen der Fall. Denken Sie nur an Bettzeiten, Süßigkeitenkonsum, Fernsehen und andere alltägliche Dinge, die oft Konfliktpotential in sich haben.

Beziehung statt Erziehung

Grenzen setzenWarum brauchen Kinder Grenzen  in der Beziehung?

Grenzenloses Gewährenlassen wäre auf jeden Fall der falsche Weg, denn dies käme durchaus einer vernachlässigenden Erziehung nahe. Kinder tun nun mal manchmal Dinge, die man nicht so einfach durchgehen lassen kann und darf. Grenzen setzen bedeutet für Sie als Vater natürlich auch Geduld zeigen und sich mit den Situationen auseinanderzusetzen, aber genau das macht ja die Erziehung aus. Grenzen und ein klares konsequentes Nein schaffen Orientierung für Ihr Kind, vermitteln Geborgenheit, Halt und Schutz, auch wenn es Ihr Nachwuchs vielleicht erst einmal nicht so sieht. Entscheidend ist natürlich WIE diese Grenzen gesetzt werden.

 

Das A und O – Liebe und Geduld

Fast jedem Vater ist klar, dass Grenzen in der Erziehung notwendig sind. Oft sind Sie jedoch in manchen Situationen oder auch an manchen Tagen einfach unsicher und hilflos. Vielleicht hatten Sie selber einen schlechten Tag und Ihr Nervenkostüm ist bereits angekratzt. Was Sie gestern geduldig erklärt und verboten hatten, erlauben Sie Ihrem Kind heute vielleicht, weil Sie keine Kraft mehr für eine Auseinandersetzung haben.

An dieser Stelle gilt es, sich zu hinterfragen, denn genau das ist ein fataler Weg, der so nicht beschritten werden sollte. Kinder brauchen starke Väter, die wissen wo es langgeht und zuverlässig ihrer Linie treu bleiben. Wenn heute ein Ja und in derselben Situation morgen ein Nein kommt, dann weiß Ihr Kind nicht woran es ist und wird immer wieder austesten, ob etwas geht oder nicht. Vermitteln Sie Ihrem Kind aber Regeln und Grenzen nicht mit harter Strenge, sondern mit Liebe, Geduld und Erklärungen. Schimpfen Sie nicht einfach, sondern erklären Sie, warum Sie so handeln.

 

Grenzen durch Familienregeln

Stellen Sie Familienregeln zusammen mit den Kindern auf!

Jedes Zusammenleben, auch das in der Familie, läuft nur gut, wenn jeder Beteiligte gewisse Regeln und Grenzen einhält. Dies soll natürlich in einer partnerschaftlichen und demokratischen Erziehung nicht so aussehen, dass einer als „Oberhaupt“ die Regeln aufstellt und die anderen sich bedingungslos daran halten müssen. Sinnvoll ist es durchaus auch schon mit Kleinkindern sich an den Familientisch zu setzen und gemeinsam darüber zu sprechen, welche Grenzen und Regeln in der Familie eingehalten werden sollen. Wichtig ist natürlich auch, dass Sie sich selber an diese gemeinsam erarbeiteten Regeln und Grenzen halten. So lernt Ihr Kind am guten Beispiel, dass Sie zum Beispiel nach dem Zähneputzen auch nichts mehr Süßes essen, so wie es vereinbart war.

 

Erklären statt schimpfen bei Übertretung der Grenzen

Oft ist es im Alltag so, dass Eltern beginnen zu schimpfen, wenn sich die Kids nicht an die Regeln halten oder gesetzte Grenzen übertreten. Versuchen Sie selbst einmal Ihr eigenes Verhalten und Ihre Reaktionsweise zu reflektieren und sich zu hinterfragen. Klar, manchmal kann es auch gefährlich werden, wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad stürzt und nicht wie vereinbart den Helm trug.

Sie machen sich Sorgen und haben Angst, deswegen schimpfen Sie Ihr Kind wegen seines Verhaltens. Erklären sie Ihrem Kind ruhig und sachlich, welche schlimmen Konsequenzen eine solche Regelübertretung haben kann. Oft will Ihr Kind Sie vielleicht auch in anderen Situationen einfach nur provozieren. Es testet was passiert, wenn es bestimmte Grenzen übertritt. Reagieren Sie nicht auf diese negativen Verhaltensweise mit Schimpfen, sondern versuchen Sie dies zu ignorieren. Erklären Sie Ihrem Kind später, dass Sie auf solches Verhalten nicht mehr reagieren werden, sondern sich ihm lieber zuwenden, wenn es lieb ist und sich an die Regeln hält.

 

Zusammenfassung

Wir alle, auch Sie als Vater, sind nicht als die perfekten Erzieher geboren. Auch Sie lernen mit Ihrem Kind und es gibt niemals ein perfektes erzieherisches Handeln nach dem Lehrbuch im Alltag. Wichtig ist es, immer wieder sein eigenes Verhalten zu reflektieren und auch zu hinterfragen. Da kann es auch natürlich einmal zu Selbstvorwürfen und Selbstzweifeln kommen.

Bedenken Sie aber immer: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wir sind alle nur Menschen und den perfekten Vater gibt es nicht, wie auch nicht das perfekte Kind. Und genau das ist gut so. Fehler zu machen ist menschlich, auch in der Erziehung.

Wenn Sie jedoch offen und lernfähig sind, Ihrem Kind mit Liebe, Geduld und Verständnis begegnen, dann sind Sie auf jeden Fall auf dem richtigen Weg – eine feste verlässliche Beziehung zu Ihrem Kind aufzubauen!

Redaktion: Foerster, Katja Grüner,  Anna Nilsson

 

Motiv © BlueOrange Studio – Fotolia.com

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