NEIN sagen – macht stark fürs Leben – Ist NEIN sagen einfach! Der Umgang mit Ihrem Kleinkind ist manchmal in jeder Beziehung alles andere als einfach. Ständig hören Sie „Nein, ich will aber nicht!“, wenn Sie Ihren Nachwuchs zu etwas auffordern.

Hier können Sie lesen, warum das Wort „Nein“ im Wortschatz eines Kleinkindes so häufig vorkommt und warum es trotzdem wichtig ist, dass Ihr Kind das Nein-Sagen lernt.

 „Nein Papa, ich will nicht!“ – Lieblingswort Ihres Kleinkindes

Kind sagt NEINDürfen Kinder Nein sagen?

Die Antwort lautet ganz klar: Natürlich, jeder Mensch darf Nein sagen, wenn ihm etwas nicht gefällt oder wenn er sich vor etwas schützen möchte. Sie möchten ja auch nicht zu etwas gezwungen werden, dass Sie eigentlich gar nicht wollen. Nein sagen spielt in der Erziehung von Kindern eine große Rolle. Wie oft sagen Sie zu Ihrem Kind Nein, wenn es etwas tut, das nicht in Ordnung ist? Umgekehrt entwickeln Kinder auch gerade im Alter von drei bis fünf Jahren ihren eigenen Willen und das Wort Nein gehört entwicklungsgemäß in den Wortschatz Ihres Kindes.

So gehen sie mit Ihrem kleinen Nein-Sager um

Gerade im Alter von drei bis fünf Jahren haben viele Väter kleine Nein-Sager zu Hause. Ihr Kleinkind befindet sich in einer Phase, in der sich der eigene Wille entwickelt und das Kind autonom wird.

Es nimmt seine eigenen Bedürfnisse bewusst wahr und weiß oft ganz genau, dass es bestimmte Dinge will bzw. nicht will, auch wenn Sie das oft ganz anders sehen. Sie sagen zu Ihrem Kind ja auch oft ein Nein, wenn Sie nicht wollen, dass es bestimmte Dinge tut.

Der Nachwuchs tut es Ihnen oft gleich und wehrt sich natürlich mit einem Nein, wenn bestimmte Sachen gerade nicht ins Konzept passen. Hier müssen Sie natürlich als Vater unterscheiden. Geht es zum Beispiel ums Zimmer aufräumen und Sohnemann hat nur keine Lust, dann sollten Sie das Nein des Kindes nicht unbedingt akzeptieren. Wichtig ist dennoch, wie Sie gewisse Dinge an Ihr Kind herantragen. Strikte Befehle wie „Räum jetzt sofort dein Zimmer auf!“ sind nicht sehr sinnvoll, das Nein Ihres Zwerges folgt wahrscheinlich auf dem Fuße. Besser wäre zu erklären, dass noch das Zimmer aufgeräumt werden sollte bevor man zusammen ins Schwimmbad gehen kann.

Natürlich sind gewisse Dinge im Familienalltag notwendig und müssen gemacht werden. Auch Ihr Nachwuchs muss lernen, bestimmte Pflichten zu erfüllen. Kinder haben nur keine Lust, Befehlsempfänger zu sein, Sie ja auch nicht. Es kommt immer darauf an, wie man etwas formuliert und an das Kind heranträgt.

 

Wie Eltern und Kinder ein NEIN lernen

Eltern wandeln in Ihrer Erziehung oft auf einem schmalen Grat. Natürlich muss in der Erziehung von Kindern auch des öfteren Nein gesagt werden um Grenzen aufzuzeigen oder das Kind vor Gefahren zu schützen. Umgekehrt ist es aber ebenso wichtig, dass Ihr Kind von Ihnen lernt, dass es in bestimmten Situationen auch Nein sagen darf. Sie gehen als Vater hier auch wieder mit gutem Beispiel voran.

Begründen Sie Ihr eigenes Nein immer und erklärem Sie dem Kind warum in einer bestimmten Situation das Nein wichtig ist. Akzeptieren Sie das Nein Ihres Kindes dann auch, wenn Ihr Nachwuchs logische Argumente dafür hat. „Nein, ich habe keine Lust zum Zimmer aufräumen!“ ist kein logisches Argument und kann folglich nicht akzeptiert werden.

 

Nein-Sagen lernen ist wichtig für Ihr Kind

Kein Vater möchte sein Kind zum bedingungslosen Ja-Sager erziehen, der in jeder Situation immer brav und folgsam alles tut, was von ihm verlangt wird. Im Hinblick auf das spätere Leben ist es wichtig den Kindern auch zuzugestehen, dass sie Nein sagen dürfen. Sie wollen Ihr Kind ja schließlich zu einem selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen erziehen, der nicht in jeder Situation zu allem Ja und Amen sagt und bedingungslos tut, was von ihm verlangt wird.

Gerade im Hinblick aufs spätere Leben dürfen Kinder Nein sagen, wenn sie etwas nicht wollen. Dies gilt vor allem im Hinblick auf Mobbing in der Schule, auf Gewalt und sexuelle Übergriffe. Bringen Sie Ihrem Kind auf jeden Fall durch eigenes gutes Beispiel bei, dass Nein sagen in bestimmten Situationen völlig richtig und in Ordnung ist und dass Ihr Kind nicht immer zwingend das tun muss, was andere von ihm verlangen. Stärken Sie Ihr Kind dahingehend und akzeptieren auch von ihm ein Nein, wenn es in der jeweiligen Situation passend ist.

Redaktion: Foerster, Katja Grüner,  Anna Nilsson,

 

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