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Müssen Kinder wirklich immer am Tisch sitzen bleiben bis alle aufgegessen haben? Diese Frage stellen sich die meisten Eltern und oft kommt es deshalb statt zum entspannten Essen zum regelrechten Esstisch-Kampf. Die richtige Etikette bei Tisch ist genauso alt, wie die Erfindung des Tisches selbst. Ob pragmatische Regeln oder Rituale einer Kultur: Es existieren überall klare Richtlinien für das Verhalten beim Essen. Aber, musst Du Deinem Kind diese Werte auch vermitteln? Erwartest Du, dass Dein Kind beim Essen sitzen bleibt?

Kinder am Esstisch
Mein Kind bleibt beim Essen nie sitzen
© kolinko_tanya – fotolia

Mein Kind bleibt beim Essen nie sitzen

Auch wenn Ihr hier eine kleine Anleitung zum Einhalten von Regeln findet, möchten wir darauf hinweisen das nicht immer strenge Regeln zum entspannten Essen führen.

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Beginne frühestmöglich damit, Deinem Kind Grundsätze zu vermitteln. Ernährungsberaterin sowie Buchautorin des „Kinder-Knigge für Eltern“ Dagmar von Cramm empfiehlt zum Einstieg eine überschaubare Anzahl von verbindlichen Regeln. Die besten Erfolge erzielst Du mit Geduld sowie Konsequenz. Erwarte nicht zu viel von Deinem Nachwuchs. Gerade die ganz Kleinen üben sich noch in den motorischen Abläufen. Dein Vorhaben scheitert, wenn Du beim ersten Gejammer der Kleinen einknickst und die eigenen Regeln aufhebst.

Du erleichterst Deinem Kind das korrekte Essverhalten, indem Du für geeignetes Equipment sorgst. Bei kleinen Kindern gehört ein verstellbarer Hochsitz ebenso dazu wie ein kindgerecht geformtes Besteck aus Kunststoff. Zur Belohnung für ihr vorbildliches Verhalten bei Tisch gibst Du Deinen Kindern ein- bis zweimal die Woche die Gelegenheit, mit den Fingern zu essen. Pommes, Chicken-Wings oder Würstchen eignen sich hier ideal. Die übrige Zeit achtest Du auf eine gesunde und ausgeglichene Ernährung.

Vorbildlich voran

Kommunikations-Expertin Elisabeth Bonneau kennt sich als Autorin zahlreicher Knigge-Ratgeber aus. In einem Interview mit Katja Schnitzler von der Süddeutschen Zeitung (Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 22. Oktober 2012) gibt Sie den Rat, mit gutem Beispiel voranzugehen. Erwischt Dich Dein Kind, wie Du Deine eigenen Grundsätze brichst, verliert es das Vertrauen und den Respekt. Die Regeln passt Du Deinem eigenen Lebensstil an. Mach Deinem Kind nichts vor und sei ehrlich.

Nicht ausschließlich Fehler aufzeigen

Abschließend ist zu erwähnen, dass es dem Selbstbewusstsein Deines Kindes hilft, wenn Du es bei richtigem Verhalten lobst. Der Stolz, den es verspürt, dient ihm als Ansporn für weiteres gutes Benehmen.

Lass Deinem Kind genug Spielraum, um selbst den Sinn hinter Deinen Regeln zu erkennen. Erkläre ihm in Ruhe, wieso Du manches verbietest und anderes nicht. Zwing Dein Kind nicht, beim Essen sitzen zu bleiben. Sei immer ein gutes Vorbild und bleib konsequent in Deinem Handeln.

Bedenke die beste Erziehung ist das Vorleben – nicht die Macht der Erwachsenen lehrt Dein Kind, sondern das was es sieht!

 

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