Gründe die dazu führen das Kinder nicht auf den Vater hören:

I Ihr Kind hört nicht oder nur selten auf Sie als Vater? Haben Sie das Gefühl, es versucht, Sie zu provozieren. Folgt es Ihrer Partnerin aufs Wort, Ihnen nicht? Erscheint es Ihnen, dass es nicht realisiert, wenn Sie ihm eine Anweisung geben? Die Ursachen sind vielfältig.

Lesen Sie hier fünf ernsthafte Gründe, warum es dazu kommen kann das ein Kind nicht auf den Vater hört. Und bedenken Sie dabei das Sie das „Hören“ besser verstehen wenn Sie aus der Sicht des Kindes verstehen wollen.

Kind Junge Bild
Wenn das Kind auf sturr schaltet © photophonie – Fotolia.com
  1. Kind hört nicht auf Papa, weil die Mutter die Hauptrolle spielt

Nach der Geburt bis zum Ende ersten Lebensjahres ist die Bindung eines Babys an die Mutter enger als an den Vater. Väter übernehmen heute viele Aufgaben, die der Papa früher der Mama überließ. Dennoch ist durch Stillen, durch mehr Anwesenheit im Tagesverlauf die Bindung an die Mutter enger. Mit Ende des ersten Lebensjahres beginnt Ihr Kind, sich als eigenständige Persönlichkeit zu begreifen. Damit zusammenhängend nabelt es sich nach und nach von der Mutter ab. Dies ist mit vielfältigen Ängsten verbunden.

In dieser Phase wechseln sich Entdeckergeist und ein starkes Bedürfnis nach Nähe zur Mutter ab – auf Kosten des Vaters. Nehmen Sie dies nicht persönlich. Je mehr sich Ihr Kind von seiner Mutter abnabelt, desto mehr entdeckt es Sie als Bezugsperson und Spielgefährten. Dann beginnt die Zeit, in der Ihr Kind auf Sie als Vater hört.

 

  1. Kind hört nicht – Weil Kinder Grenzen austesten

Im Alter von zwei bis drei Jahren beginnt Ihr Kind, seine Umwelt zu erforschen. Dazu gehört, Grenzen auszuloten, Regeln zu erkennen und nach und nach den eigenen Platz in der Familie zu finden. Ihr Kind geht instinktiv nach dem Prinzip „try and error“ vor. „Probieren wir doch mal aus, was passiert, wenn ich den Lego-Stein an die Wand werfe. Was geschieht, wenn ich Papas Verbot ignoriere. Wie reagiert Vati, wenn ich eine dramatische Szene hinlege, weil ich nicht vom Spielplatz nach Hause gehen will? Bleiben Sie ruhig und konsequent. Kritische Bemerkungen anderer Leute zu Ihrer Erziehung beeindrucken Sie nicht. Auf diese Weise stellen Sie bald fest, dass Ihr Kind besser auf seinen Vater hört.

 

  1. Der Wunsch nach Aufmerksamkeit

Ihr Kind entwickelt sich im Laufe der Zeit zum eigenständigen Individuum. Viele Erfahrungen macht es allein, meistens orientiert es sich an Mutter und Vater als seinen Vorbildern. Für Fähigkeiten, die es von diesen Vorbildern abschaut, erwartet es eine – positive – Reaktion. „Schaut mal, ich kann schon mit der Gabel essen!“ Für Sie als Vater ist das selbstverständlich, für Ihr Kind eine große Leistung. Würdigen Sie sie sofort! Andernfalls erleben Sie, wie Ihr Kind mit dem Besteck und dem Essen spielt und nicht auf Ihre Ermahnungen hört. Sobald Sie ihm Aufmerksamkeit schenken und es loben, klappt das Essen gleich viel besser.

Zuwendung ersetzen Eltern häufig durch Regeln und erwarten, dass Ihr Kind diese befolgt. Erst, wenn das Kind funktioniert, erhält es Aufmerksamkeit. Drehen Sie diese Strategie um. Als Vater, dessen Kind auf ihn hört, schenken Sie erst Beachtung und stellen dann gemeinsam die Regeln auf.

 

  1. Sie hören Ihrem Kind nicht genau zu

Ihr Kind entdeckt die Welt. Dabei wirken viele Einflüsse auf es ein. Ihrer ist normalerweise am größten, aber dennoch entwickelt es seine eigene – kindliche – Vorstellung, wie das Leben funktioniert. Sind Sie sicher, dass diese sich mit Ihrer eigenen – erwachsenen – deckt?

Ohne viel darüber nachzudenken erheben Sie den Anspruch, dass Ihr Kind sich an Ihre Regeln hält. Das macht man so! Das ist gutes Benehmen! Das tut man nicht! Das ist gefährlich! Woher soll Ihr Kind wissen, dass es tatsächlich so ist. Entwickeln Sie Empathie dafür, warum Ihr Kind eine bestimmte Vorstellung entwickelt. Sprechen Sie mit ihm darüber. Erkennen Sie, warum es ein Verbot missachtet. Es versucht nicht, Sie zu provozieren. Seiner Meinung nach ergibt es einfach keinen Sinn. Dann ändern Sie behutsam diese Vorstellung und erklären ihm den Sinn eines Verbots oder einer Regel.

 

  1. Machtkämpfe als Schule für das Leben

Ihr Kind macht sich auf den Weg, Mitglied in unterschiedlichen Gemeinschaften zu werden. Am Anfang ist dies die Familie mit Eltern und Geschwistern. Dann kommt der Kindergarten, später die Schulklasse, der Freundeskreis. Dort einen Platz zu finden, geht nicht ohne Reibung ab. Ihr Kind behauptet sich in einer Gruppe, es erleidet Niederlagen und Siege.

Kleinere Kinder finden in den Eltern Sparringspartner, mit denen sie das „Sich-selbst-Behaupten“ gefahrlos üben dürfen. Instinktiv entwickeln sie geschickte Strategien, in einem Konflikt die Oberhand zu behalten. „Ich trödle so lange herum, bis Papa ausflippt!“ Dann ist schlechte Stimmung. Ich schaffe es damit, dass wir zu spät in den Kindergarten kommen – ich bin Sieger! Lassen Sie Ihr Kind öfter gewinnen, aber behalten Sie die Kontrolle und bleiben Sie ruhig. Ihre entspannte Reaktion auf Machtkämpfe prägt das Verhalten Ihres Kindes in solchen Situationen außerhalb der Familie.

 

Redaktion: M.Foerster,  A.Nilsson,

 

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