Wie führen Mediziner die Feindiagnostik durch?

Die Feindiagnostik stellt eine medizinische Untersuchung während der Schwangerschaft dar. Im Zuge der Pränatal-Diagnostik begutachten die Ärzte den Zustand des ungeborenen Kindes im Mutterleib. Das Synonym für die Pränatal-Diagnostik lautet Feinultraschall. Hierbei kommt ein hochauflösendes Ultraschallgerät zum Einsatz. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Ultraschall erkennen die Ärzte entstehende Fehlbildungen deutlicher. Diese Untersuchung führen ausschließlich dafür qualifizierte Mediziner durch. Bei Bedarf überweist der Frauenarzt die schwangeren Patientinnen an den jeweiligen Experten.

Schwangere beim Arzt
Feindiagnostik Untersuchung © oneblink1 – Fotolia.com

Was ist eine Feindiagnostik während der Schwangerschaft?

Die Feindiagnostik benutzen die Mediziner, um bei ungeborenen Kindern ein Organ-Screening durchzuführen. Zudem ermöglicht es diese Untersuchung, Fehlbildungen bei den Föten zu erkennen. In der Regel führen ausgebildete Spezialisten den speziellen Ultraschall durch. Die Krankenkasse bezahlt den Feinultraschall in den meisten Bundesländern nicht als reguläre Leistung. Stattdessen braucht Deine Partnerin eine Verordnung von ihrem Frauenarzt, um diese Untersuchung zu erhalten.

Die Feindiagnostik kommt zum nicht nur zum Einsatz, wenn Hinweise für eine Fehlbildung vorliegen. Ebenso stellen verschiedene Risikofaktoren oder Wunsch der Eltern einen Grund für die Untersuchung dar. Die Gynäkologin Frau Dr. Naumann aus Wolfen erklärt, dass sich diese Faktoren von Frau zu Frau unterscheiden. Daher spielt die individuelle Krankengeschichte der Mutter eine tragende Rolle. Zudem gehören zu den Risikofaktoren beispielsweise:

  • eine längere Krankheit der Mutter,
  • ein Sturz
  • oder Zwischenblutungen in der Schwangerschaft.

Wie führen Mediziner die Untersuchung durch?

Ab der 20. Schwangerschaftswoche besteht die Möglichkeit, eine Pränatal-Diagnostik bei der Patientin vorzunehmen. Der Organ-Ultraschall erhält eine hohe Priorität, um Fehlbildungen bei dem Embryo frühzeitig zu erkennen. Die Untersuchung der Feindiagnostik zeigt sich ausführlicher als der gewöhnliche Ultraschall. Die Mediziner benötigen in der Regel eine besondere Qualifikation, um die Behandlung durchzuführen. Zusätzlich erfordert die Feindiagnostik spezielle Geräte.

Das Ziel des Feinultraschalls stellt das Darstellen der kindlichen Organe dar. Hierbei kontrollieren und beurteilen die Mediziner deren Funktionen. Weiterhin spielt die Menge des Fruchtwassers eine bedeutende Rolle. Ebenso untersuchen die Ärzte mithilfe der Feindiagnostik:

  • die Plazenta,
  • das Bewegungsmuster des ungeborenen Kindes
  • sowie sein Wachstum.

Bei der Feindiagnostik versuchen die Mediziner, Fehlbildungen der Ungeborenen auszuschließen. Für die werdende Mutter sorgt die Untersuchung für eine entspannte Schwangerschaft. Dabei hängt das exakte Resultat der Begutachtung vorwiegend von der Qualität des behandelnden Arztes ab. Die Techniker Krankenkasse berichtet in einem Artikel über Ultraschalluntersuchungen von einer deutschen Studie zum Thema „zusätzlicher Ultraschall“. Diese belegt, dass die Mediziner auch bei mehrmaligen Untersuchungen ausschließlich bis zu 40 Prozent der angeborenen Fehlbildungen erfassen. Das bedeutet, dass die Ärzte trotz des Feinultraschalls unter Umständen bestimmte Missbildungen der Organe nicht erkennen.

Zudem existiert keine Möglichkeit, eine genetische Erkrankung durch die Feindiagnostik auszuschließen. Die Untersuchungs-Methode gibt Hinweise auf das Vorliegen einer Krankheit. Im Wesentlichen erhält der Feinultraschall bei dem Erstellen einer Diagnose Priorität. Die Mediziner erkennen eine mögliche Komplikation und planen, mit welchem Vorgehen sie darauf reagieren.

Wann steht der Feinultraschall im Fokus?

Vorwiegend führen die Ärzte eine Feindiagnostik bei einem erhöhten Alter der werdenden Mutter oder Dir durch. Verzichtet ihr auf eine invasive Diagnostik, kommt im gleichen Fall der Feinultraschall zum Einsatz. Bei einem unklaren Ultraschallbild überweisen die Frauenärzte die jeweiligen Patientinnen an einen Spezialisten. Zusätzlich stellen Erkrankungen der Mutter einen Grund für die Untersuchung dar. Hierbei spielen vorwiegend die Autoimmun-Krankheiten eine wesentliche Rolle.

Existieren innerhalb der Familie angeborene Fehlbildungen, kommt ebenfalls die Feindiagnostik zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe untersucht der Arzt das ungeborene Kind auf eine Missbildung. Bei Mehrlings-Schwangerschaften steht der Feinultraschall im Mittelpunkt, um die Gesundheit aller Kinder zu gewährleisten. Zusätzlich erwägt der Gynäkologe die Feindiagnostik, wenn:

  • die Schwangere Alkohol oder Drogen konsumiert,
  • es bereits Komplikationen in vorherigen Schwangerschaften gab,
  • die Mutter Medikamente einnimmt
  • oder, wenn Probleme während der Gravidität auftreten.

In diesen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung. Somit stellt die Feindiagnostik einen zusätzlichen Ultraschall dar. Spezielle Gerätschaften sorgen für ein deutlicheres Ultraschallbild. Auf diese Weise erkennen die geschulten Experten eine eventuelle Fehlbildung schneller als durch eine herkömmliche Untersuchung.

Feinultraschall

Die Pränatal-Diagnostik stellt eine medizinische Behandlung dar, um den Säugling im Mutterleib zu untersuchen. Dabei ist der Feinultraschall keine gewöhnliche Leistung. Er gilt als zusätzliche Maßnahme. Durch die speziellen Geräte gelingt es den dafür qualifizierten Medizinern, Fehlbildungen im Zuge des Organ-Screenings zu erkennen. Nach der Diagnose entscheiden Ärzte und Mutter gemeinsam, wie sie weiterhin verfahren. Der Feinultraschall kommt beispielsweise bei Komplikationen in der Schwangerschaft zur Anwendung.

 

weiterführend:

http://www.geburtshilfe.uniklinikum-jena.de/Pr%C3%A4natale+Diagnostik+_+Fetale+Physiologie/Pr%C3%A4nataldiagnostik/Pr%C3%A4natale+Diagnostik+im+II_+und+III_+Trimester/Feindiagnostik.html

http://www.uksh.de/frauenklinik-kiel/Ambulanzen+und+Sprechstunden/Schwangerenambulanz/Ultraschall+in+der+Schwangerschaft/Feindiagnostik.html

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