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Like ja nicht bei mir – Facebook und Eltern – passt das zusammen?

Wenn Eltern bei Facebook sind finden diese das meist ober cool und liken stolz die Posts Ihrer Kinder, aber anscheinend beruht die Begeisterung nicht auf Gegenseitigkeit. Eine Vielzahl der Kinder und Teenager betrachtet die Anmeldung der Eltern auf Facebook als peinliche Angelegenheit.

Oftmals glauben Deine Sprösslinge, Du versuchst sie auf diese Weise zu kontrollieren. Jugendliche nutzen die Internet-Plattform, um mit Freunden zu kommunizieren und ihre persönlichen Interessen zu teilen. Dabei steht die virtuelle Präsenz der Eltern vermeintlich im Weg, schließlich wünschen sich die Sprösslinge Privatsphäre. Aber warum missfällt vielen Jugendlichen das Log-in der Eltern auf Facebook?

peinlich oder cool? Papa bei Facebook © auremar – Fotolia.com

 

Im Netz fühlen sich Kinder von Eltern kontrolliert

Kinder brauchen Privatsphäre, um sich mit Freunden auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. In der heutigen Zeit findet das Treffen mit den Altersgenossen nicht ausschließlich im Freien oder im Jugendklub statt. Stattdessen nutzen Deine Sprösslinge die Sozialen Netzwerke, allen voran Facebook, um ihr Bedürfnis nach Kommunikation und Gedankenaustausch zu befriedigen.

Hierbei stellt die Plattform für Deinen Nachwuchs eine eigene Welt dar, da sie sich in dem eigenen Profil der Gemeinschaft präsentieren. Trittst Du als Vater dem Medium bei, droht das Selbstbild Deines Kindes zu zerfallen. Immerhin drängst Du Deinen Nachwuchs in die Rolle des Schützlings, wodurch dieser sich im schlimmsten Fall vor Freunden blamiert fühlt.

 

Warum treten zunehmend mehr Eltern Facebook bei?

Die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter feiern nicht ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen Erfolge im Bezug auf die Beliebtheit. Zunehmend mehr Eltern melden sich auf der Internet-Plattform Facebook an, um in die virtuelle Welt einzutauchen und von neuen Erfahrungen zu profitieren. Jedoch übertreten die Mütter und Väter aus Sicht ihrer Sprösslinge eine Grenze, was in einigen Fällen zu einem Streit innerhalb der Familie führt.

Vorrangig loggen sich die Erziehungs-Berechtigten auf der Website ein, um den virtuellen Kontakt zu ihren Kleinen aufzubauen. Das Verhalten der Mütter und Väter bestätigt der AZ-Ratgeber „Wenn Eltern bei Facebook sind“. Jedoch trifft die neu erwachte Begeisterung für das soziale Netzwerk bei den Kindern auf Unverständnis. Vorwiegend Teenager ab einem Alter von 15 Jahren sehen den Aufenthalt ihrer Eltern auf der Seite kritisch. Dabei nutzen die Erziehungs-Berechtigten die Social-Media-Plattform nicht zwangsläufig, um ihren Nachwuchs zu überwachen.

Laut einer Studie im Auftrag von Eltern-Family glauben 12 Prozent der Befragten, dass soziale Medien den Alltag der Eltern erleichtern. Die Publikation erschien im Jahr 2014. Dabei zeichneten die Studien-Teilnehmer nicht ausschließlich positive Bilder des Netzwerks Facebook. Beispielsweise glauben knapp 40 Prozent der Väter, dass sich die Facebook-Nutzer falsch darstellen. Fürchtest Du, dass Dein Nachwuchs ebenfalls dieser Versuchung unterliegt, meldest Du Dich auf der Internetseite an. Damit gibst Du Deinem Kind unter Umständen das Gefühl, kontrolliert zu werden.

Kinder glauben, ihre Eltern spionieren sie aus

Für die Vielzahl der Jugendlichen passen die eigenen Eltern nicht in das soziale Netzwerk Facebook. Die Angst, unter der ständigen Kontrolle von Mama und Papa zu stehen, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Erstellst Du Dir ein Profil auf der Website, betrachtet Dein Sprössling den Schritt als Einbruch in seine Privatsphäre. Katrin Demmler aus dem Münchner JFF-Institut für Medienpädagogik bestätigt, dass Kinder ausreichend Raum für die eigenen Bedürfnisse brauchen. Diese bestehen darin, sich gegenüber Altersgenossen darzustellen.

Auf ihrem Profil zeigen viele Jugendliche nicht ihr wahres Leben. Stattdessen stellen sie sich dar, wie sie mit Vorliebe sein möchten. Dringst Du als Vater in die private Welt ein, rüttelt das an dem Selbstbild der Kleinen. Durch Deine virtuelle Anwesenheit drängst Du sie in die Rolle der Unmündigen zurück. Beispielsweise kommt der Umstand zum Tragen, wenn Du einen Post der Sprösslinge mahnend kommentierst. Auf die Weise fühlt sich der Nachwuchs in Verlegenheit gebracht und im schlimmsten Fall vor den Freunden bloßgestellt.

Dessen ungeachtet nehmen Kinder die Freundschafts-Anfragen ihrer Mütter und Väter umstandslos an. Warum verhalten sie sich auf die Weise, wenn ihnen die Kontrolle der Eltern missfällt? Schickst Du Deinem Kind die Bitte, es auf Facebook zu adden, lehnt Dein Sprössling in den seltensten Fällen ab. Oftmals bekommen die Kleinen das Gefühl, auf die Freundschafts-Anfrage der Eltern positiv reagieren zu müssen. Sie fürchten sich davor, die Mutter oder den Vater zu kränken. Daher beißen sie in den sauren Apfel und gewähren den Erziehungs-Berechtigten Eintritt in die persönliche Medienwelt.

 

Wie verhalten sich Eltern im Internet richtig?

Damit Dein Kind diesen Schritt nicht bereut, versuchst Du, es auf der Social-Media-Plattform nicht zu kontrollieren. Entdeckst Du einen Post oder ein Bild, das Dir missfällt, sprichst Du den Nachwuchs beispielsweise am Abendbrottisch darauf an. Ein virtueller Kommentar Deinerseits bleibt auf dem Profil Deines Sprösslings und dessen Freunde lesen ihn ohne Probleme. Damit bringst Du das Kind in seinem sozialen Umfeld in Verlegenheit.

Ähnlich verhält es sich mit Fotos, die Du in das Internet stellst. Zeigt das Bild eine unangenehme Situation für Deinen Nachwuchs, fühlt er sich in die Enge gedrängt und bloßgestellt. Um das zu vermeiden, überlegst Du, welche Posts Dein Kind als peinlich ansieht. Bei den entsprechenden Meldungen veränderst Du beispielsweise die Privatsphäre-Option. Auf die Weise sieht ausschließlich Dein Sprössling die Nachricht, virtuelle Freunde bleiben außen vor.

Nutzt Du die Internet-Plattform, um Dein Kind auszuspionieren, missbrauchst Du das Vertrauen des Kleinen. Für Deinen Schützling erhält Deine Meinung einen hohen Stellenwert. Gibst Du dem Nachwuchs das Gefühl, Du misstraust ihm, verletzt Du ihn. Im schlimmsten Fall entsteht ein Riss in der Beziehung zwischen Deinem Sprössling und Dir. Vorwiegend Teenager verfügen über das Bedürfnis, sich bis zu einem gewissen Grad von den Eltern abzuschirmen. Um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu gewährleisten, akzeptierst Du das Verhalten. Auf eine Spionage-Attacke Deinerseits wissen sich Deine Kleinen nämlich problemlos zu wehren.

 

Mehr als 80 Prozent der befragten Jugendlichen der US-Studie „Education Database Online“ erklärten, dass sie ihre Eltern bei Facebook von Posts ausschließen und nicht in die enge Freunde Liste aufnehmen. Blockiert Dein Nachwuchs beispielsweise einen Post auf Facebook für Dich, reagierst Du nicht verärgert oder gekränkt. In einer ruhigen Minute fragst Du, warum Dein Sohn oder Deine Tochter nicht wünscht, dass Du die Meldung siehst. Hierbei besteht die Notwendigkeit, die Antwort des Schützlings zu akzeptieren. Auf die Weise gelingt euch beiden eine friedliche Koexistenz in dem sozialen Netzwerk.

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