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Es steht allen Eltern von (knapp) Sechsjährigen sowie den künftigen Erstklässlern bevor: das Einschulungsgespräch für die Grundschule.
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Mit dem Eintritt in die Schule beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Klar, dass im Vorfeld dieses Gesprächs die Aufregung bei Kindern und Eltern groß ist. Ist mein Kind  reif für die Schule?

Worum geht es beim Einschulungsgespräch?

einschulungsgesprächeDas Einschulungsgespräch findet in der Regel immer im Frühjahr statt und erfolgt im Rahmen der Anmeldung der künftigen ABC-Schützen für das kommende Schuljahr. Alle Eltern von Kindern, die bis zu einem bestimmten Stichtag sechs Jahre (plus/minus ein bis zwei Monate) alt werden, werden dazu schriftlich eingeladen. Der Stichtag ist dabei von Bundesland zu Bundesland verschieden, in Hamburg wäre dies beispielsweise der 30. Juni, in Bayern der 30. September.

Was passiert beim Einschulungsgespräch?

Neben der Aufnahme der Personalien geht es darum, das Kind kennen zu lernen, dabei werden den Kindern meist einfgaben gestellt die den Wissensstand ermitteln. Eltern werden zu Besonderheiten in seiner Entwicklung befragt, denn letztendlich steht die Feststellung der Schulfähigkeit im Mittelpunkt.
Durch verschiedene spielerische Übungen wird der jeweilige Entwicklungsstand und folglich die Schulreife des Kindes getestet. Diese Testsituation dauert etwa 20-30 Minuten und wird ohne die Eltern durchgeführt, da die Kinder dadurch verunsichert werden könnten. Normalerweise werden diese Übungen in Kleingruppen abgehalten, denn alleine könnte das Kind ängstlich reagieren und bei zu großen Gruppen wäre nicht mehr garantiert, das Augenmerk auf das einzelne Kind zu richten.
Auch die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule spielt hierbei eine entscheidende Rolle: Normalerweise besuchen die künftigen Klassleiter die Vorschulkinder in ihrer Kindergartengruppe und stellen sich vor – so kann bereits eine erste Kontaktaufnahme stattfinden. Zudem führen manche Kindergärten Schnupperstunden an den örtlichen Grundschulen durch, damit die Kinder schon einmal das Gebäude kennen lernen können.

Was sollte mein Kind zu diesem Zeitpunkt können?

Eine Vielzahl an Faktoren bedingt die Schulfähigkeit eines Kindes, die während des Einschulungsgesprächs unter die Lupe genommen werden. Zum einen wären da die körperlichen Voraussetzungen, insbesondere die Feinmotorik, die eine zentrale Rolle beim Schreiben lernen spielt. Das Kind sollte (aus)malen können, seinen eigenen Namen schreiben können und auch den Umgang mit der Schere beherrschen (z.B. Ausschneiden von Formen).
Außerdem wird die Aufmerksamkeit auf die Hör- und Sehfähigkeit des Kindes gerichtet: Versteht es Anweisungen? Bekommt es alles mit? Kann es visuell alles erkennen?
Im Fokus befinden sich des Weiteren die sprachlichen und kognitiven (geistigen) Fähigkeiten: Kann das Kind bis zwanzig zählen? Kann es einfache Mengen erfassen (z.B. »Wie viele Äpfel befinden sich in diesem Korb?« »Fünf.«)? Macht es bei Reimspielen und Übungen wie Silben klatschen mit? Während der Kommunikation mit der Lehrkraft wird dabei festgestellt, ob sich das Kind mitteilen kann und ob es konkret auf Fragen antworten kann.
Zudem sind die sozialen und emotionalen Aspekte nicht zu vernachlässigen. Bei der Einschulung gilt es schließlich, sich in ein neues Umfeld einzugliedern, neue Freunde zu finden und ein Vertrauensverhältnis zur Lehrkraft aufzubauen. Das Kind sollte in der Lage sein, sich über längere Zeit zu konzentrieren, eine Aufgabe aufmerksam und ausdauernd zu verfolgen und nicht zuletzt Neugier und Interesse für neue Dinge zu zeigen, da dies maßgeblich den Lernwillen beeinflusst.

Wie kann ich mein Kind auf das Einschulungsgespräch vorbereiten?

Es ist zunächst schon sehr viel erreicht, wenn Ihr Kind im Kindergarten regelmäßig die Vorschule besucht, denn hier werden wesentliche Kenntnisse erworben und vermittelt, die im Einschulungsgespräch erforderlich sind. Natürlich können und sollten Sie aber auch zu Hause mit Ihrem Kind singen, basteln, malen und (vor)lesen.
Es ist auch eine ganze Reihe sinnvoller Übungsmaterialien auf dem Markt erhältlich, welche Sie beschaffen können, um die Tätigkeiten in der Vorschule daheim zu ergänzen. Aber bitte übertreiben Sie es nicht und üben Sie keinen Druck auf Ihr Kind aus. Ihr Kind sollte sich auf die Schule freuen und diese nicht von vornherein mit negativen Dingen wie Zwang assoziieren. Es muss zur Einschulung weder lesen, schreiben noch rechnen können! Diese Fähigkeiten werden schrittweise im ersten Grundschuljahr vermittelt. Lassen Sie Ihr Kind noch einmal bewusst die Zeit vor der Einschulung genießen, denn: Hausaufgaben werden früh genug kommen!

 

Redaktion: Foerster, Katja Grüner, Anna Nilsson,

 

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