Wie groß ist der Einfluss der Mutter auf Ihren Sohn:

Mutter und SohnI ein Gastartikel von Kerstin Stark
Die Mutter ist die erste Frau im Leben Deines Sohnes. Vom Einfluss der Mutter auf den Sohn hängt es ab, wie seine weitere Entwicklung verläuft. Die Mutter ist enorm wichtig ob sich der Junge zu einem Mann mit einer eigenständigen Persönlichkeit entwickelt, ob er die Chance bekommt sich autonom zu entwickeln.

 

Der Umgang der Mutter mit dem Sohn bestimmt die mütterlichen Anteile und Einflüsse des späteren Mannes.

Frau und Kind
Mutter und Sohn © drubig-photo – Fotolia.com

Nähe und Distanz von Mutter und Sohn

Dein Sohn verbringt neun Monate im Bauch seiner Mutter. Im Anschluss daran stillt sie ihn. Er bekommt all ihre Emotionen hautnah mit. Da verwundert es kaum, wenn er sich als Säugling ihr näher fühlt. Der Einfluss der Mutter auf den Sohn ist nicht zu unterschätzen.

Die ersten Schritte weg von ihr in Richtung Selbstständigkeit sind natürlich: Dein Sohn lernt etwa ein Jahr nach seiner Geburt das Laufen. Jetzt ist es entscheidend, wie die Mutter auf das anfängliche Bestreben nach Autonomie reagiert. Gewährt sie ihm den nötigen Freiraum oder engt sie ihn ein?

Psychologische Prägung des Sohnes durch die Mutter

Eine wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Heidelberg unter Leitung des Diplom-Psychologen Roland Kopp-Wichmann zeigte ein interessantes Ergebnis. Mütter schmusen mehr und häufiger mit männlichen Kleinkindern als mit weiblichen. Dies begründet der Experte mit der Faszination, welche die Knaben bei ihnen auslösen, denn sie verhalten sich anders als Mädchen.

Bei der Mutter sind Söhne in der Lage, Verletzlichkeit zu zeigen. Unweigerlich hängen sie stärker an ihrer Mama als am Papa. Daher ist der Einfluss der Mutter auf den Sohn derart groß.

In der Psychoanalyse spielt die Mutter-Sohn-Bindung ebenfalls eine bedeutende Rolle. Im Alter zwischen drei und sechs Jahren bilden Knaben während der sogenannten ödipalen Phase ihre Geschlechts-Identität heraus. Daraus folgt, dass

  • sich der Junge mit Dir als Vater und Mann identifiziert,
  • er seine Mutter auch als Frau erkennt.

Reagiert sie nicht positiv darauf, fällt es dem Sohn später schwer, Liebe und Erotik zusammenzubringen. Die Folge ist, dass er Probleme bekommt, tiefer gehende Beziehungen einzugehen.

Trennung von der Mutter

Eine weitere wichtiger Punkt in der Mutter-Sohn-Beziehung ist die Abnabeln von der Mutter. Hier kommt erneut der große Einfluss der Mutter auf den Sohn zum Tragen. Es ist ihre Aufgabe, ihn bei seinen Versuchen, sich abzulösen, zu unterstützen. Das erfordert, dass sie ihn loslässt. Du als Vater stellst den Gegenpol zur Mutter dar und hast eine wichtige Rolle in der Prägung der männlichen Eigenschaften Deines Sohnes.

Ist eine Frau Ihr Leben lang Mutter?

Eine Mutter die Ihre Kinder geboren hat ist nur solange in der Mutter-Rolle wie die Kinder Sie als Mutter auch brauchen, diese Mutter-Rolle endet und dann ist eine Frau im entferntesten Sinn die „Frau die mal eine Mutter war“ – Sie wird vielleicht irgendwann Oma, oder Tante.

Wenn der Sohn mit 18 Jahren das elterliche Haus verlässt – wird die Mutter zur Frau die seine Mutter war.

Diplom-Psychologe Kopp-Wichmann rät Müttern dazu, die Liebe zu ihrem Sohn offen zu zeigen. Sieht Sie die Mutter Ihren Sohn ewig als Kind an, führt dies zu Störungen in seiner Entwicklung. Begleitet Sie Ihren Sohn dagegen entwicklungsabhängig in die Freiheit hat der Junge eine Chance ein unabhängiges Leben zu führen in dem die Bindung zur Mutter später keine Rolle mehr spielt. Erst das ermöglicht dem Mann sein eigenes Ich zu finden und eine eigenständige Persönlichkeit zu werden.

Im Alltag kann man in vielen Situationen sehen ob sich Männer abgenabelt haben oder auch im späteren Leben unter dem Einfluss der Mutter stehen. Im Alltag eines 5 Jährigen Jungen kann dies bedeuten:

Nehmen Mütter ihre eigenen Sorgen zurück und gewähren sie ihm die Freiheit auf einen hohen Baum zu klettern und seine eigenen Erfahrungen zu machen, stärkt das seine Autonomie. Er entwickelt sich zu einem eigenständigen, starken Erwachsenen.

Von zentraler Bedeutung ist, dass Mütter ihre Söhne nicht als Ersatz für den Partner missbrauchen. Diesen Part nimmst Du in Deiner Rolle als Vater und Ehemann ein. Geht es Deiner Frau oder Lebensgefährtin schlecht, ist es Deine Aufgabe, sie zu trösten, nicht die Deines Sohnes.

Hinzu kommt, dass sich Frauen in seinem Leben als Mutter, Erzieherinnen oder Lehrerinnen überdurchschnittlich präsent zeigen. Oftmals umsorgen Mütter ihren Sohn im „Hotel Mama“ viel zu lange, sodass er nicht lernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Du als Vater steuerst dagegen, indem Du ihm einen Gegenpart zu ihr bietest. Du bist sein Rollenvorbild, an dem er sich orientiert und zu einem selbstständigen Mann heranwächst.

 

Vater – Mutter – Kind

Der Einfluss der Mutter auf den Sohn ist groß. Durch sinnvolles Dosieren von Nähe und Distanz gibt sie ihm ausreichend Sicherheit und gleichzeitig die Freiheit, sich selbstständig zu entwickeln. Bei ihr ist es ihm erlaubt, zu weinen und sich anzuschmiegen. Doch zu viel Liebe und Fürsorge durch die Mutter engt ihn ein und verhindert eine normale Entwicklung. Mit Deiner Unterstützung gelingt es Deiner Partnerin, einen positiven Einfluss auf Euren Sohn auszuüben.

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