Drachen und Gespenster – die einzigartigen abenteuerlichen Phantasien und Träume im Kindesalter

Traum KindIn den Träumen Deines Kindes tauchen Tiere, Monster, Fantasie-Wesen oder Figuren aus dem Fernsehen auf. Dir als Vater erzählt Dein Kind voller Begeisterung oder auch beängstigt von seinen Träumen. Kinder träumen viel häufiger als Erwachsene. Sie sind länger und intensiver. und finden hauptsächlich in der zweiten Nachthälfte während der REM-Schlafphase statt.

REM kommt aus dem Englischen und heißt Rapid Eye Movement. Das bedeutet: schnelle Augenbewegungen. In dieser Zeit stellst Du bei Deinem Kind Zuckungen der Augenlider fest. Es träumt dann also besonders stark. In ihren Träumen verarbeiten Kinder alles, was sie über den Tag hinweg erlebten. Interessante Informationen über die Träume Deines Kindes erhältst Du im Folgenden.Traumdeutung

Kind versteckt sich unter der Decke
© npdesignde, fotolia

Kinder träumen auf unterschiedliche Weise

Es gibt drei verschiedene Arten von Träumen bei Kindern:

  • Fantasie-Träume
  • alltagsnahe Träume
  • Albträume
Traum Kind
Was Monster bedeuten? kindertraum © aleutie, fotolia

In seinen fantastischen Träumen schafft sich Dein Kind eine eigene Welt, die nur wenig mit der Realität zu tun hat. Dort gibt es Fabelwesen, bunte Landschaften und alles, was Deinem Kind noch einfällt. Diese Träume verraten viel über die Kreativität und die Vorstellungskraft Deines Kindes.

Aus den alltagsnahen Träumen im Kindesalter ist ersichtlich, welche Dinge es beschäftigen. Orte und Handlungen stammen aus dem wirklichen Leben. Dein Kind verarbeitet die Erlebnisse des Vortages auf eine positive Weise.

Auch Albträume wirken sich im Nachhinein meist positiv auf Dein Kind aus. Sie dienen ebenfalls der Verarbeitung von Erfahrungen, die Dein Nachwuchs tagsüber machte. Zunächst aber verunsichern Albträume Dein Kind und machen ihm Angst. Du als Vater tröstest und beschützt es in diesem Fall.

 

Albträume gehören zur Entwicklung von Kindern

Im Kindesalter kommen Albträume normalerweise doppelt so häufig vor wie bei Erwachsenen. Das liegt darin begründet, dass Kinder mit ihren Ängsten noch nicht so gut umgehen. Im Traum begegnen sie Monstern, wilden Tieren und Einbrechern, verlaufen sich oder fallen irgendwo herunter. Beim Aufwachen rufen sie dann meist um Hilfe und weinen. Kleine Kinder können Traum und Wirklichkeit nicht voneinander unterscheiden. Diese Fähigkeit erlangen sie erst mit etwa sechs Jahren. Deshalb ist Dein Kind davon überzeugt, dass wirklich Monster unter seinem Bett oder im Schrank lauern.

Erwacht Dein Kind aus einem Albtraum und kommt zu Dir an Dein Bett, versuchst Du es zu trösten. Damit sich Dein Kind nach einem Traum orientieren kann, lässt Du ein kleines Lämpchen in seinem Zimmer brennen. Viele Kinder fürchten sich im Dunkeln und fühlen sich mit dem Licht sicherer. Ein Teddy oder eine Puppe ist der ideale Schlafbegleiter und Beschützer für Dein Kind während der Nacht. Traumfänger, die alle bösen Träume abfangen, bieten ebenfalls eine hilfreiche Möglichkeit.

Abendliche Rituale sind wichtig. Lies Deinem Kind eine Gutenacht-Geschichte vor oder singe ihm ein Schlaflied. Leidet Dein Kind unter Schwierigkeiten beim Einschlafen, lasse ein beruhigendes Hörspiel laufen. Nimm die Bedürfnisse und Ängste Deines Kindes ernst. Schaue mit ihm gemeinsam nach, ob sich auch wirklich keine Monster im Kinderzimmer befinden.

Albträume sind bei Kindern ganz normal. Kommen sie auffallend häufig und regelmäßig vor und haben ungewöhnliche Inhalte, ist das ein Zeichen für Dich, aufmerksam zu werden. Wende Dich in diesem Fall an den Kinderarzt und frage bei Erziehern oder Lehrern nach, ob sie mögliche Auffälligkeiten wahrnahmen. Schwerwiegende Ereignisse äußern sich oft in den Träumen.

 

Babys träumen schon im Mutterleib

Forscher stellten fest, dass sich der Schlaf eines Kindes in der 24. Schwangerschaftswoche in die verschiedenen Schlafphasen aufteilt. Der Schlaf besteht aus den Tiefschlafphasen und den REM-Phasen, in denen Menschen träumen. Bereits im Mutterleib verarbeiten Babys ihre Erfahrungen und knüpfen neuronale Verbindungen im Gehirn.

Wie Kinder träumen, hängt davon ab, wie alt sie sind. Kleinkinder haben eher bruchstückhafte Träume. Sie beobachten das Geschehen passiv. Die Träume besitzen keine zusammenhängenden Geschichten, sondern bestehen aus einzelnen aneinandergereihten Bildern. Erst ab einem Alter von etwa zehn Jahren sind Kinder in ihren Träumen auch selbst aktiv. Die Träume sind strukturierter und erzählen einen Handlungsablauf mit Spannungsbögen.

Häufig kommen Tiere und Fantasie-Wesen darin vor. Mit Beginn der Pubertät unterschieden sich die Träume kaum noch von denen der Erwachsenen. Teenager erinnern sich besonders gut an ihre Träume. Ursache dafür ist die Tatsache, dass sie sich in dieser Zeit intensiv mit sich selbst beschäftigen. Im Traum probieren sie verschiedene Rollen aus, um sie später in das reale Leben zu übernehmen.

 

Drachen und Gespenster – die Bedeutung der Träume im Kindesalter

Träume im Kindesalter besitzen nützliche Eigenschaften. Sie helfen Deinem Kind, seine Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten. Außerdem lernt Dein Kind im Schlaf und während es träumt. Erinnerungen wandern vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Im Gehirn verknüpfen sich Synapsen. Die Träume Deines Kindes sind wichtig für seine Entwicklung. Auch Albträume gehören dazu. Sie sind bei Kindern sogar doppelt so häufig wie bei Erwachsenen. Träumt Dein Nachwuchs schlecht, versuchst Du ihn zu trösten und sprichst mit ihm über den Albtraum.

Um einen gesunden Schlaf zu gewährleisten, gewöhnst Du Dein Kind an feste abendliche Rituale. Frage es am Morgen nach seinen Träumen. Kinder haben ein großes Mitteilungsbedürfnis. Außerdem kannst Du aus den Erzählungen viel Interessantes über Dein Kind erfahren. Die kreativen und fantasievollen Träume Deines Kindes bringen Dich als Vater zum Staunen.

 

 

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