So können Paare Streit und Beziehungskrisen nach der Geburt überstehen

Vorwiegend junge Eltern bemerken, dass sich ihre Beziehung nach dem Kindersegen verändert. Nicht selten entsteht eine Krise in der Partnerschaft, die sich durch verschiedene Erziehungs-Ansichten und Vorstellungen verschlimmert. Um diese Beziehungskrise nach der Geburt, ohne Schwierigkeiten zu überstehen, empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld über die wichtigen Aspekte der Kindererziehung zu sprechen. Ausschließlich offene Gespräche sorgen dafür, dass beide Partner die Ideen des jeweils anderen kennen und darauf eingehen können.

Beziehungskrise nach der Geburt
Strei und Krisen nach der Geburt – Urheber: goodluz / 123RF.com

Mit dem Kind verändert sich die Partnerschaft

Zudem besteht die Notwendigkeit, die Zeit nach der Geburt nicht zu idealisieren. Ein neues Familienmitglied sorgt dafür, dass sich lange vertraute Gewohnheiten verändern. Als Paar kennt Ihr Eure Vorlieben und die individuellen Eigenheiten. Jedoch besteht durch den Kindersegen die Notwendigkeit, die Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs zu richten. Dadurch erlebt speziell das Liebesleben für einige Zeit einen herben Rückschlag. Gelingt es Euch jedoch, nicht ausschließlich die Elternrolle, sondern gleichzeitig die Position als Partner auszufüllen, profitiert Ihr von einer intakten Beziehung.

 

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Die Beziehungskrise nach der Geburt

Bei vielen Paaren kommt es nach der Geburt des ersten Kindes zu einer plötzlichen Umstellung innerhalb der Partnerschaft. Aus der intimen Zweisamkeit entwickelt sich ein aufregendes Familienleben, das schnell zu Stress und Unsicherheiten führen kann. Die daraus resultierenden Spannungen sorgen dafür, dass sich die Partner entfremden, sodass eine Beziehungskrise nach der Geburt entsteht.

Um dem Phänomen entgegenzuwirken, sollten sich die Partner bereits während der Schwangerschaft über ihre Vorstellungen und Erziehungsideale austauschen. Des Weiteren besteht die Notwendigkeit, sich über grundlegende Rechte und Pflichten innerhalb der Beziehung zu einigen. Gelten die Eigenheiten eines Partners in der Zeit zu zweit als liebenswert, können sie im Familienleben Streitigkeiten auslösen. Dieser Fall tritt beispielsweise ein, wenn sich der jeweils andere Partner allein gelassen fühlt.

Damit keine Spannungen aufkommen, lohnt es sich, offen über Probleme und Sorgen zu sprechen. Dadurch zeigen die werdenden Eltern Verständnis füreinander, sodass sich ihre Dynamik als Paar verbessert. Durch die Gleichberechtigung im Familienleben stellen sie gleichermaßen sicher, dass sich keiner der Partner benachteiligt fühlt. Demnach spielen Offenheit und Einsicht eine bedeutende Rolle, um eine Beziehungskrise nach dem Kindersegen zu bewältigen.

Trotz Elternschaft ein Paar bleiben – geht das?

Eine Beziehungskrise nach der Geburt stellt bei der Mehrzahl der Pärchen keine Seltenheit dar. Stress und überhöhte Erwartungen sorgen dafür, dass es nach dem Kindersegen zu einer ernüchternden Erfahrung kommt. Statt der rosaroten Romantik, bei der der Nachwuchs den krönenden Abschluss darstellt, bestimmen Hektik und ein Gefühl der Überforderung den Alltag. Vorwiegend liegt dies an dem Umstand, dass beide Elternteile keine Erfahrungen mit Säuglingen besitzen.

Um das kleine Familienmitglied nicht zu verletzen, bedarf es bei jedem Handschlag einer genauen Überlegung. Aus dem Grund bildet sich erhöhter Stress, der gleichzeitig Einfluss auf die Partnerschaft nimmt. In dem Fall neigen die Elternteile dazu, ihre Sorgen in den Vordergrund zu stellen und die Probleme des jeweils anderen zu ignorieren. Beginnen die Partner, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, kriselt es innerhalb der Beziehung.

 

Um die Partnerschaft trotz der veränderten Lebensumstände intakt zu halten, solltest Du Dich an relevante Ratschläge halten:

  • Vorwürfe verschlimmern die Situation,
  • Probleme löst Du am besten durch das Reden und Zuhören,
  • gemeinsame Erfahrungen sorgen für Intimität,
  • jeder Partner braucht seinen Freiraum
  • und Eure Sexualität sollte nicht auf der Strecke bleiben.

 

Um nach der Geburt eine Krise in der Beziehung zu verhindern, lohnt es sich, bereits während der Schwangerschaft über Erziehungs-Vorstellungen zu sprechen. Klärt Ihr bereits vor dem Kindersegen, welche Normen und Werte für euch Relevanz erhalten, bleiben euch langwierige Diskussionen nach der Geburt erspart. Hierbei ist es wichtig, dass Ihr einen gemeinsamen Weg findet, um Euren Nachwuchs zu erziehen.

Findet Ihr in einem Punkt keinen gemeinsamen Nenner, gilt es, einen Kompromiss zu schließen. Ähnlich verhält es sich mit den Rechten und Pflichten, die in der Familie einen hohen Stellenwert einnehmen. Wer kümmert sich um den Sprössling? Wer übernimmt das Wickeln? Wer nimmt die Elternzeit für welchen Zeitraum in Anspruch? Sprecht Ihr Euch über diese Fragen im Vorfeld ab, arten sie nicht zu einem Problem aus. Auf diese Weise gelingt es Euch, einer Beziehungskrise nach der Geburt vorzubeugen.

Der Umgang mit Stress und Spannungen

In der LBS-Studie „Paare werden Eltern“  aus dem Jahr 2002 beobachteten die Studienleiter 175 Paare vor und während der Elternschaft. Dabei zeigte sich, dass nach der Geburt eine Umverteilung der Aufgaben entsteht. Vorwiegend Frauen kümmern sich vermehrt um ihren Zögling und übernehmen den Löwenanteil der häuslichen Pflichten. Die Väter hingegen ziehen sich aus der Erziehung zurück und gehen ihrem jeweiligen Beruf nach.

Daraus resultiert ein Ungleichgewicht in der Beziehung, das schnell zu einer Unzufriedenheit führt. Beispielsweise fühlt sich die Partnerin mit dem Nachwuchs und dem Haushalt allein gelassen. Übernimmt sie während des Tages die anfallenden Aufgaben, sollte der Vater Ihr nach dem Heimkommen einen Teil der Arbeit abnehmen. Auf diese Weise fühlt sich die junge Mutter unterstützt und bekommt Zeit, sich ihren persönlichen Interessen zu widmen.

 

Gleichzeitig solltet Ihr bedenken, dass jeder Partner Zeit für sich benötigt, um neue Energien zu sammeln. Daher eignet sich die Absprache über eine kinderfreie Zeit, die sich die Elternteile gegenseitig gönnen. Bereits eine bis zwei Stunden Auszeit von dem Familienleben genügen, damit sich die Kräfte regenerieren. Zudem braucht der Partner, der aufgrund der Elternzeit zu Hause bleibt, die Möglichkeit, Erfahrungen außerhalb der eigenen vier Wände zu sammeln.Aus dem Grund sollte es kein Problem darstellen, wenn sich die junge Mutter auf einen Kaffee mit Freundinnen trifft oder der Vater nach der Arbeit eine Spritztour unternimmt. Das richtige Maß erhält dabei einen hohen Stellenwert. Das bedeutet, dass sich keiner der Partner übervorteilt fühlen sollte. Stattdessen stellt die Gleichberechtigung einen wesentlichen Faktor für eine Beziehung ohne Krise nach der Geburt dar.

In vielen Fällen führen Stress und wenig persönliche Zeit dafür, dass sich die Partner gegenseitig Vorwürfe machen. Beispielsweise behauptet der junge Vater, seine Partnerin rede ausschließlich über den Nachwuchs. Dagegen kritisiert die Mutter, Ihr Partner bringe sich nicht ausreichend in die Erziehung ein. Hierbei solltest Du bedenken, dass Vorwürfe zu keiner Lösung führen. Stattdessen verhärten sich die Fronten, weil sich jeder Partner unverstanden fühlt.

Vielmehr hilft es, eine Schwierigkeit in einem ruhigen Moment sachlich anzusprechen. Zeigen die Partner füreinander Verständnis, findet sich in der Regel schneller ein gemeinsamer Nenner. Zudem besteht die Notwendigkeit, Vergleiche zu vermeiden. Erklärst Du Deiner Frau regelmäßig, was die Oma in der Erziehung anders macht, gibst Du Ihr ein Gefühl der Unzulänglichkeit. Speziell junge Eltern müssen den Umgang mit ihrem Sprössling lernen und sich in ihre Rolle hineinfinden.

 

Zweisamkeit gehört in jede Beziehung

In dem Buch „Eltern werden – Partner bleiben“ erklären die Schriftsteller Eva Tillmetz und Peter Themessl die Relevanz der gegenseitigen Unterstützung. Zudem gilt es, den Partner in schwierigen Momenten aufzubauen und seine Stärken in den Vordergrund zu stellen. Hierbei lohnt es sich, sich in das Gedächtnis zu rufen, welche Kriterien den Liebsten oder die Liebste auszeichnen. Gleichzeitig gilt es zu überlegen, ob die positiven Eigenschaften einen Vorteil im Umgang mit dem Kind darstellen.

Liebst Du beispielsweise die sanfte Stimme Deiner Frau? Dann kannst Du darüber nachdenken, wie sich ihre Stimme auf das Baby auswirkt, um es zu beruhigen. Auf diese Weise siehst Du Deine Partnerin gleichzeitig als Frau und als Mutter. Um eine Krise in der Beziehung nach der Geburt zu vermeiden, erhält die Sichtweise auf den Partner einen hohen Stellenwert. Schließlich sollte das Liebesleben trotz des neuen Familienmitglieds nicht zu kurz kommen.

In vielen Fällen entsteht die Beziehungskrise nach der Geburt, weil die Elternteile ihre Aufmerksamkeit vollständig ihrem Zögling schenken. Für den Partner oder die eigene Person bleibt wenig Beachtung übrig, sodass sich die Liebenden voneinander entfernen. Um das zu vermeiden, solltet Ihr ausreichend gemeinsame Zeit, in der Eure Beziehung im Vordergrund steht, einplanen. Passen Oma und Opa auf den Sprössling auf, könnt Ihr einen romantischen Abend veranstaltet.

Zudem kommt es darauf an, trotz des Babys attraktiv für den Partner zu bleiben. Mit dem Kindersegen zeigen sich auf den Hüften Deiner Partnerin vielleicht ein paar Kilo. Daher leiden vorwiegend junge Mütter an einem niedrigen Selbstbewusstsein, das Ihr Selbstbild negativ beeinflusst. Fühlen sie sich für ihren Partner nicht schön, vermeiden sie beispielsweise die Zweisamkeit.

 

Daher solltest Du Deiner Partnerin offenkundig zeigen, wie attraktiv sie für Dich ist. Bereits ein leidenschaftlicher Blick, eine zärtliche Geste oder ein Kosewort sorgen dafür, dass sich die junge Mutter in ihrem Körper wohlfühlt. Gleichzeitig stellt es auch mit einem Baby kein Problem dar, das Liebesleben intakt zu halten. Plant Ihr beispielsweise eine romantische Nacht, solltet Ihr diese nicht zu Hause verbringen. Durch den ständigen Aufenthalt in den eigenen vier Wänden könnt Ihr Euch nicht von Eurem Alltag distanzieren. Auch dies löst nach der Geburt eine Krise in der Beziehung aus. Damit die Zweisamkeit für eine gewisse Zeit an erster Stelle steht, lohnt es sich, die Sexualität beispielsweise in einem Hotelzimmer auszuleben. Hierfür könnt Ihr den Nachwuchs bei den Großeltern unterbringen.

Im Hotel besteht die Möglichkeit, sich vollkommen auf den Partner zu konzentrieren. Auf diese Weise erhält Euer Liebesleben einen erneuten Antrieb und Ihr genießt die kinderfreie Zeit. Zusätzlich gelingt es Euch, gemeinsame Erfahrungen zu sammeln, welche die Partnerschaft festigen.

 

weiterführend:

http://www.pedocs.de/volltexte/2014/2089/pdf/Fthenakis_2002_Paare_werden_Eltern.pdf

 

 

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