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Als Kinder träumen wir von dem Beruf, den wir später einmal ausüben wollen. Sängerin, Feuerwehrmann oder Kraftfahrer – viele haben bereits eine genaue Vorstellung von dem, was sie werden möchten. Kinder haben noch direkten Zugang zu ihren Interessen und Wünschen, welcher ihnen im Erwachsenenalter oftmals verloren geht.

Wie Jugendliche ihren Beruf finden
Gibt es Traumberuf wirklich? Copyright: jovanmandic bigstockphoto

Der „Ernst des Lebens“ verbietet uns das Träumen, nicht zuletzt, indem wir von außen signalisiert bekommen, was geht und was nicht. Auch wirtschaftliche Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Den eigenen beruflichen Weg zu finden, ist unter diesen Umständen gar nicht so leicht.

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Berufswahl und alles was Du wissen musst:

  • Ein geradliniger Bildungs- und Berufsweg ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Es wird viel mehr ausprobiert und auch eine berufliche Neuorientierung in der Lebensmitte ist keine Seltenheit.
  • Die Aufgabe, seinen beruflichen Weg zu finden, wird immer komplexer. Das liegt an den unendlichen Möglichkeiten, die das Leben heutzutage bietet.
  • Der Beruf ist für viele weitaus mehr, als eine Möglichkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen. Spaß an der Arbeit und Selbstverwirklichung spielen eine zentrale Rolle.
  • Den beruflichen Weg zu finden, ist keine Angelegenheit, die sich schnell erledigen lässt. Vielmehr handelt es dabei um einen Prozess, der bei jedem Menschen unterschiedlich lang dauern kann.
  • Die richtige berufliche Entscheidung trifft man am besten, indem man Gefühl und Verstand berücksichtigt.

Beruf ist gleich Berufung?

Das Ziel, seine Berufung zu finden, kann einen ganz schön unter Druck setzen. Vor allem in jungen Jahren und beim Eintritt in das Berufsleben, ist das kaum möglich. Deine Berufung erfährst du nur, indem du viele Sachen ausprobierst und dich in mehreren Bereichen umschaust.

Natürlich gibt es junge Menschen, die nach der Schule einen genauen beruflichen Plan haben, diesen umsetzen und ein Leben lang damit glücklich sind. Aber diese Fälle sind eher die Ausnahme. Zumal es sich hier nicht immer um Berufung, sondern oftmals auch „einfach“ nur um knallharte Disziplin handelt. Vor allem, wenn es dir nicht leicht fällt, deinen beruflichen Weg zu finden, solltest du dich von solchen bedeutungsschwangeren Begrifflichkeiten, wie Berufung distanzieren.

Nicht für jeden von uns gibt es das eine vorbestimmte berufliche Schicksal, auch wenn wir uns das vielleicht wünschen. Setze dir lieber das Ziel, einen Job zu finden, der dir Freude bereitet. Das ist weniger determiniert, denn es ist durchaus möglich, an mehreren Berufen Spaß zu haben.

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Drei Tipps, um deinen beruflichen Weg zu finden

Doch wie findest du nun heraus, was du beruflich machen möchtest? Viele fühlen sich mit dieser Frage allein gelassen, weil alle Welt erwartet, dass man nach Ausbildung oder Studium sofort weiß, wie es weiter gehen soll. Mit den folgenden Tipps, werden dir Möglichkeiten aufgezeigt, die dich auf dem Weg der Berufsfindung unterstützen sollen.

1. Tipp: Deinen bisherigen Weg reflektieren und daraus Schlüsse ziehen

Was hast du bisher gemacht? Welchen Schulabschluss besitzt du, welche Ausbildung(en) oder akademische Laufbahn hast du abgeschlossen? Auch Neben- und Ferienjobs oder Praktika gehören dazu. Schreibe dir deinen bisherigen Ausbildungs- und Berufsweg der Reihe nach auf. Erkennst du ein Muster beziehungsweise einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Stationen? Vergleiche diese nun noch mit deinen Hobbys, Interessen und Stärken. Gibt es da Übereinstimmungen mit deinem bisherigen beruflichen Weg? Des Weiteren kannst du dich fragen, was dir besonders viel Spaß gemacht hat:

  • Das Arbeiten im Team und die netten Kollegen?
  • Selbstständig zu arbeiten?
  • Mit den Händen zu arbeiten oder etwas herzustellen?
  • Neue Fähigkeiten auszubilden und deine Intelligenz zu schulen?
  • Anderen Menschen zu helfen?

Was es ist, gebe deiner Tätigkeit eine Überschrift. Indem du herausfindest, was dir bisher Spaß gemacht hat und was du gut kannst, schaffst du eine gute Grundlage, um deinen beruflichen Weg zu finden.

2. Tipp: Auf deine Intuition hören und der Fantasie freien Lauf lassen

Die Wenigsten tappen bei der Frage nach ihrer beruflichen Zukunft vollkommen im Dunkeln. Eine gewisse Präferenz gibt es meist und man weiß ungefähr, was man machen möchte und nicht machen möchte. Dieses Wissen ist sehr wertvoll und sollte unbedingt mit in deine Entscheidung für einen beruflichen Weg einfließen.

Außerdem solltest du auf deine Intuition hören, diese lässt dich zumindest teilweise spüren, was das Richtige ist. Die Intuition ist aber nicht automatisch das Bauchgefühl, dieses beinhaltet meist abgespeicherte Erfahrungen und Ängste, welche dich am Ende die falsche Entscheidung treffen lassen.

Beim Bauchgefühl, geht es wie der Name schon sagt, um dein Gefühl im Bauch: Ist dir mulmig zumute oder spürst du ein aufgeregtes Kribbeln? Deine Intuition ist komplexer, umgangssprachlich könnte man sie als „auf das Herz hören“ bezeichnen.

„Im Fall deiner beruflichen Entscheidung solltest du nicht nur deinen Verstand, sondern auch dein Gefühl berücksichtigen.“

Dabei es kann es helfen, deinen Vorstellungen einfach mal freien Lauf zu lassen: Was würdest du beruflich machen, wenn du die freie Wahl hättest? Was hier herauskommt, ist meist sehr interessant und vielleicht gibt es sogar eine Umsetzungsmöglichkeit beziehungsweise eine etwas abgespeckte Version von deinem Traumjob.

3. Herausfinden, wofür du brennst und was dich morgens aus dem Bett treibt

In welchen Situationen kannst du es morgens kaum erwarten aufzustehen? Wenn du deinen Garten endlich auf Vordermann bringen kannst? Wenn ein neues Projekt ansteht und du mit der Planung beginnen darfst? Oder., wenn du den Tag in der Küche verbringst und zahlreiche Leckereien für einen Abend mit Freunden zubereitest?

Indem du dir diese Frage stellst, findest du heraus, was dich im Innersten motiviert und das ist sehr hilfreich, um deinen beruflichen Weg zu finden. Vielleicht lassen sich die Dinge, denen du mit voller Vorfreude entgegenblickst, auch in irgendeiner Weise beruflich widerspiegeln.

In dem Fall mit der Gartenarbeit, wäre eine Arbeit mit Pflanzen und Naturmaterialien eine Idee, kochst du leidenschaftlich gerne, lässt sich auch das beruflich umsetzen.

Weitere Tipps, um den beruflichen Weg zu finden:

  • auf Reisen gehen
  • die Stille suchen und sich selbst finden
  • viel Ausprobieren (Praktika, Ferienjobs …)
  • eine Berufsberatung in Anspruch nehmen
  • mit möglichst vielen Menschen über ihre Arbeit sprechen
  • starke Vernetzung und viele Kontakte knüpfen

Quellen und Literatur

  1. Czycholl, Harald: So finden Sie den Job, der endlich glücklich macht. Verfügbar unter: https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article.. Stand: 17.12.2018.
  2. Gulder, Angelika: Finde den Job, der dich glücklich macht. Von der Berufung zum Beruf. Frankfurt am Main: Campus Verlag, 2013.

 

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