I Ihr Neugeborenes ist in seinem noch unbekannten Zuhause eingetroffen. Jetzt geht die spannende Zeit mit dem neuen Erdenbewohner los. Sie sind gut vorbereitet und studierten die Literatur zu den Elternaufgaben für die ersten Monate mit dem Baby. Hebamme, Verwandte oder Freunde stehen Ihnen mit guten Ratschlägen zur Seite. Sie sind also in einer gewißen Erwartungshaltung?!

Vergessen Sie Ihre Erwartungen – nutzen Sie den Nullpunkt und lassen Sie sich auf diesen wunderbaren neuen Lebensabschnitt ein – Seien Sie sich sicher das Sie als Eltern das richtige machen werden, auch wenn Sie es jetzt noch nicht wissen oder unsicher sind. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem Sie feststellen werden, dass sich Theorie und Praxis unterscheiden.

Das Baby ist da – Die wichtigsten Aufgaben der Eltern

Aufgaben Eltern Baby
Das ist mein Sohn © lisalucia – Fotolia.com

 

Das Leben ändert sich komplett

Stellen Sie sich darauf ein, dass sich Ihr Leben in den ersten Monaten vollständig ändert. Alles dreht sich am Anfang um das Neugeborene. Sie beginnen, Ihr Baby kennenzulernen. Ihr Kind beginnt, sein neues Zuhause zu erforschen.

 1.

Das Baby ist da! Beobachten, Genießen und kennenlernen

Eine wichtige Aufgabe der Eltern in den ersten Monaten mit dem Baby besteht darin, aufmerksam zu beobachten und mit Durchschnitts-Regeln zu vergleichen. Ordnen Sie Probleme richtig ein. Sprechen Sie regelmäßig mit der Hebamme, die sie nach der Geburt weiter betreut, oder konsultieren Sie Ihren Kinderarzt.

Aber vorallem:

Lernen Sie sich kennen und genießen Sie die Zeit.

Sie haben Informationen darüber, wie viel ein Baby am Anfang schläft. Was ist davon zu halten, wenn der Schlafrhythmus Ihres Kindes von den guten Ratschlägen abweicht? Auf jeden Fall passen Sie Ihren eigenen Schlaf dem Ihres Kindes an – normalerweise ruhen Sie in dieser Zeit weniger als vorher. Sie wissen, wie viel Nahrung Ihr Kind braucht. Was bedeutet es, wenn Ihr Baby weniger trinkt, als vorgegeben?

 

 2.

Schaffen Sie langsam eine Struktur

Versuchen Sie von Anfang an, Ihrem neuen Leben mit Baby eine regelmäßige Struktur zu geben. Das erscheint anfangs unmöglich. Ihr Baby hat zu den unmöglichsten Zeiten Hunger und schreit mitten in der Nacht. Ihr Kind bekommt Bauchschmerzen und schläft nicht, obwohl es satt ist. Der Säugling verbringt die Zeit lieber auf Ihrem Arm, statt friedlich in seinem Bettchen zu schlafen. Das hindert Sie nicht, Ihren Tag grundlegend zu strukturieren.

 

3.

Konzentrieren Sie sich auf Grundaufgaben

Entwickeln Sie ein tägliches Ritual, für das Sie sich anfangs genügend Zeit nehmen. Dies besteht aus folgenden Punkten:

  • wickeln,
  • baden,
  • den Körper pflegen,
  • den Nabel pflegen,
  • spezielle Hautpflege.

 

4.

Bindung entwickeln beim Pflege-Ritual

Wickeln Sie Ihr Baby, lernen Sie es gut kennen. Sie stellen fest, dass es auf Sie reagiert, und merken schnell, was Ihrem Kind am besten gefällt. Ihr Kind genießt es, eine saubere Windel zu bekommen. Streicheln Sie es und sprechen mit ihm, belohnt es Sie mit einer positiven Reaktion. Das Baden bietet Ihnen eine gute Möglichkeit, Routine in Ihre täglichen Abläufe zu bringen. Legen Sie eine Badezeit fest – aber nicht jeden Tag! Zwei- bis dreimaliges Baden pro Woche reicht, an den anderen Tagen verwenden Sie – zur selben Zeit – einen Waschlappen mit klarem Wasser.

 

5.

Sei Flexibel – Jedes Kind ist anders

Eine der grundlegenden Elternaufgaben in den ersten Monaten Ihres Babys ist es eine gewiße Flexibilität zu entwickeln. Jedes Kind entwickelt ein eigenes Tempo, wenn es die Welt erobert. Auch Neugeborene haben unterschiedliche Vorlieben und Bedürfnisse – und sind in der Lage, diese den Eltern mitzuteilen. Eine große Aufgabe liegt vor Ihnen: Lernen Sie, das Verhalten Ihres Babys zu lesen.

 

6.

Unterstützen Sie Ihr Baby

Ihr Kind ist damit beschäftigt, sich an seine neue Situation zu gewöhnen. Dabei hat es zuerst genug mit sich zu tun. Es beginnt, Körperfunktionen wie Atmen oder Verdauen selbstständig zu regeln. Ihr Baby entwickelt einen Rhythmus, in dem es Nahrung zu sich nimmt und schläft. Von Anfang an sind die Bedürfnisse von älteren Kindern oder Erwachsenen in Ansätzen vorhanden.

Der Säugling fühlt die Nähe der Eltern. Er benötigt Anregungen für seine Sinne, beginnt zu spielen und sich selbstständig zu bewegen. Nach und nach erforscht er seine Umgebung und entwickelt seinen eigenen Charakter. Das alles funktioniert anfangs nicht ohne Hilfe der Eltern. Geben Sie Ihrem Baby die Unterstützung, die es benötigt. Erkennen Sie, wann es eine Pause und Ruhe braucht.

 

7.

Sorgen Sie gut für sich selbst

Das Baby ist da und das ganze Leben dreht sich um mein Kind. Dieser Satz beschreibt klassisch die Elternaufgaben in den ersten Monaten Ihres Babys. Übertreiben Sie es nicht. Trotz aller Vorsicht ist Ihr Kind in der Lage, ein paar Minuten ohne elterliche Fürsorge auszukommen. Sonst ist der Weg zu „Helikopter-Eltern“ bereitet. Denken Sie in dieser Zeit an sich. Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen ebenfalls gut geht. Nutzen Sie Zeit für sich oder mit Ihrer Partnerin ohne Ihr Baby. Sie schöpfen neue Kraft und geben anschließend Ihrem Kind ohne Stress die entspannte Zuwendung, die es braucht.

Das bisschen Haushalt …… planen Sie genauer als früher und teilen ihn zwischen den Partnern auf. Herrscht trotzdem Unordnung, bedenken Sie: Ein kleines Kind bringt Sie in vielerlei Hinsicht an Ihre Grenzen. Um das Leben zu meistern, sind nicht perfekte Eltern gefragt. Seien Sie da, wenn Ihr Kind Sie braucht. Geben Sie ihm Geborgenheit und Zuwendung, ist der erste Schritt ins Leben getan.

Seinen Sie sich gewiß – Sie werden immer die beste Mutter und der beste Vater sein – egal ob Sie richtig handeln oder Fehler machen – den Ihr Kind hat nur einen Vater und eine Mutter.

 

Redaktion: M.Foerster,  A.Nilsson,

weiterführend:

http://www.uni-rostock.de/fileadmin/UniHome/Gbur/Babypflege.pdf

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