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Albert Clock – Eine Kopfrechen-Uhr für kleine und große Genies

Die Albert Clock der Pariser Designer von MNTNT stellt Rechenaufgaben, anstatt die Uhrzeit anzuzeigen. Sie soll Neugier, Spieltrieb und Freude an mathematischen Aufgaben vereinen. Am 23. Juni 2015 startet die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter.

Albert Einstein war ein Genie – und das, obwohl er als Schüler schlecht in Mathematik war. Dass er es dennoch zu ewigem Ruhm in der Wissenschaft gebracht hat, verdankte er seiner unstillbaren Neugier und einem fast kindlichen Spaß am Rätseln und Forschen.

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Eine Pariser Designfirma widmet dieser Anekdote nun ihr neues Produkt: Die Albert Clock ist eine Uhr, die Rechenaufgaben stellt, anstatt die Uhrzeit anzuzeigen. Sie soll kleinen und großen Ratefüchsen einen spielerischen Zugang zur Mathematik bieten und den Spaß am Rechnen fördern.

„Hätte Albert Einstein eine solche Uhr besessen, wäre er wohl auch ein brillanter Mathematiker geworden“, meint der Produktdesigner Axel Schindlbeck. Er hat die Albert Clock während seines Studiums an der Kunstakademie in Stuttgart entworfen. Zusammen mit seinem Pariser Kollegen Frédéric Mauclere will er sie nun auf den Markt bringen.

 

Wie spät ist es? Genau 8+4 Stunden und 53-20 Minuten

Die Albert Clock ist eine digitale Wanduhr, die kleine Rechenaufgaben stellt, statt die Stunden und Minuten anzuzeigen. Wer die Uhrzeit wissen will, muss erst ein wenig kopfrechnen. Statt 12 Uhr 33 zeigt die Uhr zum Beispiel 8+4 im Feld für die Stunden und 53-20 im Minutenfeld an.

Wem das zu einfach ist, für den geht es aber auch etwas komplizierter: In insgesamt vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden können auch Multiplikation und Division geübt werden. „Die Albert Clock passt sich dem Niveau des Nutzers an. Je besser der rechnet, desto größere Herausforderungen hält die Uhr bereit“, erklärt Schindlbeck.

 

Produktionskosten per Crowdfunding

Die Albert Clock soll im Januar 2016 auf dem Markt erscheinen und rund 240 Euro kosten. Schindlbeck und sein Kollege haben eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um das nötige Kapital für die Produktion einzusammeln. Die ersten 50 Unterstützer können die Albert Clock hierbei für 120 Euro erwerben, alle anderen zum Preis von 140 Euro.

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Erster Praxistest auf der Kids Design Week in Mailand

Eine erste Kontaktaufnahme mit dem Publikum hatte die Uhr im April auf der Kids Design Week in Mailand. „Die Albert Clock wurde begeistert aufgenommen“, erzählt Schindlbeck, „Kinder haben einen sehr direkten Zugang zur Uhr und sichtlich Spaß am Knobeln und Rechnen, wenn man ihnen ermöglicht, einen spielerischen Zugang dazu zu finden.“

Die Albert Clock richte sich aber nicht ausschließlich an den Nachwuchs: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Eltern sich die Uhr anschaffen, um ihren Kindern ein pädagogisch wertvolles Spielzeug zu kaufen und dann selbst große Freude haben, sich immer wieder auf die Probe zu stellen und die Uhrzeit zu errechnen.“

 

Kopfrechnen hält fit und macht schlau

Ebenso gut könne sich die Uhr für Menschen eignen, die sich für Sudoku oder andere Arten von Gehirnjogging interessieren. „Von der Uhr können wirklich alle profitieren“, so Schindlbeck. „Erstens macht sie Spaß und hält den Kopf fit. Zweitens ist es doch toll, wenn Sie im Supermarkt kurz ausrechnen können, welches Produkt das günstigste pro Kilogramm ist oder im Restaurant immer sicher sein können, dass ihr Trinkgeld angemessen ist.“

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War Albert Einstein wirklich schlecht in Mathe?

Übrigens: Albert Einstein war nie schlecht in Mathe. Bei der Anekdote handelt es sich schlicht um einen Mythos. Dieser ist zwar weit verbreitet, aber dennoch falsch. „Aber darum geht es ja nicht“, sagt Schindlbeck augenzwinkernd. „Es geht darum, dass man Spaß am Lernen hat und seine Neugier spielerisch entfalten kann.“

 

 

MNTNT ist eine Forschungs- und Entwicklungswerkstatt für Design in Paris. Sie untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Technologie.

Axel Schindlbeck (D) wurde 1981 in Tübingen geboren. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Stuttgart und der École cantonnale d’art de Lausanne arbeitete er in international renommierten Designer-Büros in Deutschland und den USA. Vier Jahre lang war er leitender Studio Director für den französischen Designer Mathieu Lehanneur in Paris, bevor er sich 2014 selbständig machte.

Frédéric Mauclere (F) wurde 1980 in Fontainebleau geboren. Seit seiner Kindheit war er von Wissenschaft und Technik fasziniert und entwickelte seine Fähigkeiten in der Elektronik und der Programmierung. Er studierte Kunst- und Kulturmanagement an der Université Paris 3. Seit acht Jahren führt er sein eigenes Unternehmen als Berater an der Schnittstelle von Kunst und Technik. Er hat am Design von zahlreichen interaktiven Installationen für viele international bekannte Künstlergruppen mitgewirkt.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.mntnt.fr/

36 Rue Gambetta

93100 Montreuil

+33 6 51 11 51 55

[email protected]

 

 

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