Für Eltern: Die Kindslage selber ertasten

Kindslage selber ertasten

Nicht zuletzt die Kindslage bildet eine entscheidende Orientierung für die gesamte Schwangerschaft. Wo befindet sich euer Baby gerade im Mutterbauch? Ist alles in Ordnung? Kann ich die Kindslage selber ertasten?

Wie ihr hier am besten vorgeht, um die eigentliche Kindslage herauszufinden, erfahrt ihr in diesem Artikel. Ob ihr es glaubt oder nicht, ihr könnt bereits mit ein paar Handgriffen mit der Hilfe von Hebammen und Ärzten sofort die Lage des Kindes im Mutterleib bestimmen. Für Mamas und Papas ist das eine faszinierende Erfahrung, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.

So ertastet Ihr Wo das Baby liegt:

Kindslage selber ertasten

Kindslage selber ertasten Urheber: tommyandone / 123RF

 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass nicht jede Beule im Schwangerschaftsbauch richtig gedeutet werden kann. Drückt nun der Kopf, das Beinchen oder der Po nach außen? Tritt oder boxt das Baby gerade? Erst wenn ihr die Kindslage bestimmt, könnt ihr das besser einschätzen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es in keinem Fall. Dabei sind die Mediziner doch ohne Weiteres in der Lage, sofort die korrekte Lage zu bestimmen? Das muss auch für die Eltern möglich sein.

 

Vorsicht: Ihr solltet ihr auf jeden Fall vorsichtig vorgehen. Bedenkt bitte, dass sich im Inneren des Bauches ein empfindlicher Embryo befindet. So kann zu intensives Abtasten auch ein paar Risiken in sich bergen. Trainiert bestimmte Begriffe und ihr werdet an einigen Merkmalen die Kindslage selber ertasten und erkennen.

 

Eines dürfte wohl selbsterklärend sein: Mit zunehmender Größe des Kindes lässt sich auch die Kindslage leichter bestimmen. Darüber hinaus ist es um ein vielfaches einfacher, bei besonders schlanken Frauen mit einer sehr dünnen Fettschicht, die Kinder und deren Lage zu ertasten.

 

Babys in Querlage oder Längsrichtung

Zunächst einmal solltet ihr die Finger zangenförmig gebogen direkt an den oberen Rand des Bauches legen. An dieser Position befindet sich die Wand der Gebärmutter. Ihr habt nun die Gelegenheit, den Kopf oder den Bauch zu spüren. Ebenfalls mit zangenförmig gebogenen Fingern geht es nun direkt über das Schambein. Im unteren Bereich des Bauches ertastet ihr eine Beule. Finden beide Hände jeweils zwei Körperenden, liegt das Baby in Längsrichtung. Eine Querlage liegt vor, wenn Kopf und Po sich in Taillenhöhe gegenüber liegen.

 

Wo ist der Kopf meines Babys?

Nun wäre es an der Aufgabe, herauszufinden, ob es sich um den Kopf oder um den Po handelt. Hier verraten die Hebammen und Ärzte einen sehr einfachen Trick, der unbedingt sehr vorsichtig und feinfühlig durchzuführen ist. Hältst du bereits den Kopf und den Po in beiden Händen? Dann wackle ganz leicht am Po und du wirst sehen, der Kopf schwingt leicht mit. Der Po ist unmittelbar mit der Rückenlinie verbunden und besitzt keine eigene Beweglichkeit im direkten Vergleich zum Kopf, der sich viel einfacher bewegen lässt. Hältst du also den Kopf deines Babys in der Hand, wird sich nicht unweigerlich der gesamte Körper mit bewegen.

 

Kindslage selber ertasten: Das solltet ihr unbedingt beachten!

Auch wenn es noch so interessant ist, herauszufinden, wo sich der Embryo gerade befindet und wo der Kopf und wo der Po liegt, solltet ihr die Kindslage so selten wie nur möglich ertasten. Zum einen ist es für die ungeborenen Babys nicht gerade sehr angenehm und zum anderen für die Mama eine zunehmend aufreibende Angelegenheit. Oder wollt ihr das Baby aus dem Schlaf wecken?

 

Darüber hinaus könnten die Kleinen bereits im Mutterbauch bei zu festen Handgriffen erschrecken. Nicht zu vernachlässigen sind die Schädigungen, die man durch ein unsachgemäßes Ertasten riskiert. Schlimmstenfalls provozieren die Eltern eine Ablösung der Plazenta, gerade wenn sie ohne professionelle Hilfe alleine herumprobieren.

Wir raten euch auf jeden Fall dazu, zunächst mit einem Arzt und einer Hebamme die Kindslage selber zu ertasten. Dann solltet ihr es dabei beruhen lassen und auf das eigene Gefühl achten. Nichts ist dagegen einzuwenden, ganz sanft die Hand auf den Bauch der Mama zu legen und nach den Bewegungen zu spüren. Es muss ein unglaubliches Gefühl sein, wenn du zum ersten Mal eine leichte Bewegung im Bauch spürst. Außerdem soll sich die Nähe der Handbewegungen auch auf die spätere Beziehung positiv auswirken.

 

So wollen Schwangere berührt werden

Gemeinsam mit der Hebamme ertastet ihr regelmäßig die Lage des Kindes. Obendrein sollte ihr mit eurer Partnerin darüber sprechen, denn sie merken zumeist, wo die Kleinen hintreten und hinboxen. Andere Mütter merken sehr gut, wenn sich die Kleinen drehen oder im Bauch bewegen. Da ist es nicht notwendig, stets und ständig selber Hand anzulegen.

 

Grundsätzlich sollten Babys so wenig wie möglich in der natürlichen Haltung beeinflusst werden. Gönnt euch in der Schwangerschaft so viel Zweisamkeit und Ruhe wie nur möglich und versucht nicht stets und ständig als aufgeregte Papas Hand am Bauch anzulegen. Gerade wenn es der werdenden Mama nicht gut geht, empfinden sie die stetigen Berührungen am Bauch als äußerst unangenehm. Das sollten Papas nicht als Zurückweisung aufnehmen, sondern akzeptieren.

 

Erinnerungen, Berührungen und Liebe spüren

Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft spüren viele Mamas, ob sich die Kinder in Steißlage oder Bauchlage befinden. Zudem erfolgen hier in kürzeren Abständen immer wieder Untersuchungen, um keinerlei Komplikationen oder Gefahren einzugehen. Gerade in dieser Zeit solltet ihr zum Beispiel mit Fotos und Aufnahmen und mit einem Abdruck die aufregende Zeit der Schwangerschaft und die Veränderungen des Babybauchs für die Zukunft festhalten.

Schließlich ist das ein einschneidender Prozess, der euer Leben vollkommen auf den Kopf stellt. Viele Mamas und Papas beschreiben gerade die Zeit der Schwangerschaft und die ersten Jahre nach der Geburt als Prozess, der wie im Fluge vorbeizieht. Da wäre es doch später schön, ein paar bezaubernde Erinnerungen zu haben, die weit über das Ertasten der Kindslage hinausgehen.

 

Fazit: Wie Papas die Kindslage selber ertasten?

 

Eigentlich können Mama und Papa ohne Probleme die Kindslage selber ertasten und bestimmen. Dennoch solltet ihr dabei besonders vorsichtig vorgehen, um weder dem Baby, noch der Mama etwas dabei zu tun. Es gibt ein paar praktische Kniffe, die euch beim Ertasten der Kindslage helfen. Geht dabei sehr vorsichtig und sensibel vor.

Lasst euch das Berühren und Vortasten zunächst vom Arzt oder der Hebamme mindestens ein bis zweimal zeigen, und die Kindslage unter Anleitung zu finden. Schlimmstenfalls riskiert ihr eine Ablösung der Plazenta und eine Gefährdung des ungeborenen Babys. Wobei so gar nichts gegen Berührungen und einen zarten Kuss auf den Bauch der Mama spricht. Denn das tut der ganzen Familie gut und stärkt die familiäre Beziehung von Anfang an.

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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