Wissenswertes zur Adoption eines Kindes

Adoption – der schwere Weg zum Kind?  Leider ist es bei vielen Paaren der Fall, dass sie keine Kinder bekommen können. Auch leben Männer heute offen in homosexuellen Partnerschaften und möchten dennoch Vater werden und ein oder mehrere Kinder großziehen. Viele entscheiden sich dann für den Weg der Adoption – oft ein langer und steiniger Weg. Informieren sie sich hier zu den rechtlichen Grundlagen, den Voraussetzungen und den Möglichkeiten einer Adoption.

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Voraussetzungen für eine Adoption

Personen, die ein Kind adoptieren möchten, müssen nach deutschem Recht mindestens 25 Jahre alt sein. Eine Höchstgrenze vom Alter her gibt es nicht, der Altersunterschied zwischen Kind und Adoptiveltern sollte jedoch nicht über 40 Jahre betragen. Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können nur gemeinsam ein Kind adoptieren, Voraussetzung ist ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Für Singles besteht keine Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren.

Besonderheiten in einer homosexuellen Partnerschaft

Seit dem 1. August 2001 ist es auch homusexuellen Paaren in Deutschland erlaubt zu heiraten. Hierbei räumt das Lebenspartnerschaftsgesetz einer homosexuellen Ehe die gleichen Rechte und Pflichten ein wie den Paaren einer heterosexuellen Lebensgemeinschaft. Leider gibt es auch heute noch nicht in allen gesetzlichen Belangen eine Gleichstellung, was auch das Adoptionsrecht betrifft.  Laut Gesetz dürfen homosexuelle Paare gemeinsam keine Kinder adoptieren, sondern nur einer der beiden Partner als Einzelperson. Nur die Einwilligung des anderen Partners ist erforderlich.

 

Wohin können Sie sich wenden?

Auf öffentlicher Ebene sind die Adoptionsvermittlungsstellen in den Jugendämtern zu finden. Daneben gibt es auch zahlreiche freie Trägerschaften wie kirchliche Stellen oder Vereine. Diese Adoptionsstellen sind von den Jugendämtern zugelassen, verlangen jedoch sehr viel Geld für die Vermittlung eines Adoptivkindes. Eine Liste aller staatlichen Adoptionsvermittlungsstellen in Deutschland  finden Sie hier. Freie Trägerschaften, die Adoptionskinder vermitteln, sind zum Beispiel die Diakonie oder die Caritas.

 

Welche Dokumente sind nötig?

Neben dem Ausfüllen der Adoptionsvordrucke brauchen Sie auch einige Dokumente, die dem Antrag beigefügt werden. Dazu gehören:

  • Familienbuch/Geburtsurkunden
  • Heiratsurkunde/Scheidungsurkunde
  • Einkommensnachweise, die Verdienst, Schulden und alle Vermögensverhältnisse offen legen
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Gesundheitszeugnis
  • Ausführlicher Lebenslauf mit Bild
  • Staatsangehörigkeitsnachweis

Ab und an wird auch eine Schufaauskunft von den Behörden angefordert. Zur Aussprechung der Adoption durch das Vormundschaftsgericht werden noch weitere Unterlagen benötigt, die vom Notar beglaubigt sin müssen. Dazu zählen der Antrag zur Annahme des Kindes, die Erklärung der leiblichen Eltern und die Einwilligung des Vaters bei Adoption eines nichtehelichen Kindes.

Sie sehen, dass ein Adoptionsverfahren in Deutschland einen langen Ämterweg benötigt. In intensiven Gesprächen werden die Bewerber auf ihre Eignung überprüft. Auf der einen Seite ist dies richtig so, auf der anderen Seite bedeutet dies für adoptionswillige Paare auch, dass Sie einen langen Atem haben müssen. Leider sind die Zahlen auch so ernüchternd, dass Paare oft lange Jahre auf das ersehnte Adoptionskind warten müssen. Auf 3000 Adoptionen kommen in Deutschland rund 24.000 Bewerberpaare. Viele Paare interessieren sich daher für Auslandsadoptionen. Diese werden jedoch von den Jugendämtern nicht unterstützt und bedürfen genauer Vorbereitung und Information.

Zudem sind sie sehr kostenintensiv. Informieren Sie sich im Vorfeld genau und wägen Sie alle Möglichkeiten mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin ab. Ratsam ist es, Kontakt zu anderen Adoptiveltern zu suchen, um sich mit diesen über deren Erfahrungen auszutauschen. Wichtigstes Entscheidungskriterium für die Behörden ist es, zum Wohl und zum Schutz des Kindes zu handeln. Es soll nicht das passende Kind für den Bewerber gefunden werden, sondern umgekehrt. Deswegen wird genau geprüft, ob dem Kind in Ihrer Familie eine gesunde und glückliche Entwicklung gewährleistet werden kann.

 

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[accordion] redaktionell von: Mario Foerster, Katja Grüner und Anna Nilsson,  [/accordion]
[accordion title=“Quellen, Literatur, Verweise:“]

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http://adoption.de/info_atipps.htm

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