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Opa ist dement – Wie erklären Eltern ihren Kindern die Demenz?

Die Krankheit Demenz betrifft in Deutschland immer mehr ältere Menschen. Speziell die Kinder fürchten sich, wenn sich Oma oder Opa anders benehmen. Erkennen die Großeltern ihre Enkel nicht wieder, beunruhigt das Verhalten Deine Sprösslinge. Daher erhält es Priorität, dass Eltern ihren Kindern die Demenz erklären.

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Betone, dass ihnen keine Schuld an dem veränderten Wesen der Angehörigen trifft. Kinder reagieren auf Veränderungen in ihrem Umfeld sensibel und brauchen Sicherheit. Fehlt eine Erklärung, lehnen die Kleinen die Großeltern ab.

Bei der Demenz handelt es sich um eine schleichende Erkrankung. Die Betroffenen vergessen alltägliche Dinge oder geliebte Personen. Laut des Demenz-Reports des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer Form der Demenz zu erkranken, ab dem 65. Lebensjahr. Damit Deine Kinder das Verhalten ihrer betroffenen Großeltern verstehen, erklärst Du ihnen diese Krankheit.

Wie verstehen die Kinder die Krankheit?

Es spielt eine wesentliche Rolle, dass die Kleinen die Demenz als Erkrankung wahrnehmen. Glauben sie, dass Oma oder Opa sie absichtlich vergessen, lehnen sie die Großeltern im schlimmsten Fall ab. Zusätzlich machst Du dem Nachwuchs deutlich, dass der Erkrankte mehr Unterstützung benötigt. Kinder übernehmen Verantwortung, sobald sie eine Chance dazu erhalten. Übergibst Du ihnen beispielsweise kleine Aufgaben, um der Oma oder dem Opa zu helfen, entwickelt Dein Sprössling einen Beschützer-Instinkt.

Um dem Kind die Demenz zu erklären, suchst Du den Kontakt mit dem erkrankten Familienmitglied. Ein distanziertes Verhältnis führt unter Umständen dazu, dass sich der Nachwuchs vor den Großeltern fürchtet. Daher verdeutlichst Du den Kleinen, dass sie Oma oder Opa trotz der Krankheit respektvoll und liebevoll behandeln.

 

Kinder können ihre Großeltern unterstützen

Du erklärst den Kindern die Erkrankung am besten mit Beispielen. Mit einer wissenschaftlichen Erläuterung wissen Deine Sprösslinge erst ab einem bestimmten Alter etwas anzufangen. Um jüngeren Kindern die Erkrankung näherzubringen, beschreibst Du das Verhalten von Oma und Opa. Beispielsweise bereitest Du Deinen Nachwuchs darauf vor, dass:

  • Oma mehr und mehr vergisst,
  • Gegenstände verliert oder verräumt,
  • Gesichter nicht zuordnen kann,
  • Ereignisse wie Geburtstage oder Weihnachten vergisst
  • oder Körperfunktionen nicht immer kontrolliert.

Vorwiegend das Vergessen ängstigt die Kinder. Hierbei befürchten sie, die Liebe ihrer Großeltern zu verlieren. Um den Kleinen diese Angst zu nehmen, erklärst Du ihnen, dass die Krankheit keinen Einfluss auf die Liebe nimmt. In ihrem BuchDas Herz wird nicht dement – Rat für Pflegende und Angehörige“ erklären die Autoren Udo Baer und Gabi Schotte-Lange die Demenz. Dabei beschreiben sie, dass die Erkrankten tiefe Gefühle nicht vergessen. Jedoch können die Großeltern dies mit dem Fortschreiten der Krankheit nicht zeigen.

 

Kindern die Demenz erklären – die Zusammenfassung

Erkranken die Großeltern an einer Form der Demenz, beunruhigt ihr verändertes Verhalten die Enkel. Vorwiegend die Vergesslichkeit von Oma und Opa machen den Kleinen Angst. Sie fürchten, die Liebe ihrer Verwandten zu verlieren. Daher erhält es Priorität, dass Du Deinen Kindern die Demenz erklärst. Nehmen sie diese als Krankheit wahr, verstehen sie das Verhalten der Großeltern besser. Es hilft Deinen Sprösslingen, eine Aufgabe zu übernehmen, wodurch sie gleichzeitig ein Verantwortungs-Bewusstsein entwickeln.

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