Die Rolle als Vater im ersten Lebensjahr besteht hauptsächlich darin sich erstmal gegenseitig richtig kennenzulernen, dazusein – Sicherheit und Wärme zu geben und mit viel Körperkontakt ein Urvertrauen zu erschaffen.

Dabei ist das erste Lebensjahr wie auch die darauffolgenden 2-3 Jahre enorm wichtig – die körperlichen Berührungen, kuscheln und alle Bedürfnisse gestillt zu bekommen schaffen bei dem Neuen Erdenbürger ein elementares Gefühl der Geborgenheit, Verlässlichkeit und Liebe, die das ganze Leben als sogenanntes „Urvertrauen“ in uns bestehen bleibt. Dafür ist neben der Mutter auch die Rolle des Vaters wichtig.

Die Neue Vater Rolle und das Baby

Vater Baby

Viele Männer versuchen, ihre Rolle als Ernährer der Familie wahrzunehmen und gleichzeitig die Vaterrolle zu erfüllen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Forsa-Studie. Bereits im ersten Lebensjahr des Säuglings kommt Ihnen als Vater eine besondere Bedeutung zu.

Ihr Baby braucht Ihre Zuneigung und Aufmerksamkeit ebenso wie die Zuwendung der Mutter. Säuglinge spüren den Unterschied zwischen dem Verhalten beider Elternteile. Ihre Vaterrolle im ersten Lebensjahr Ihres Kindes besteht darin, dem Baby Entwicklungs-Anstöße zu geben. Somit sammelt Ihr Nachwuchs im Babyalter vielfältige Erfahrungen, die auf seine spätere psychische Entwicklung Einfluss nehmen.

Zudem gehört es zu Ihrer Vaterrolle, dem Säugling Beachtung zu schenken. In seinem ersten Lebensjahr besteht der Alltag eines Babys aus Schlafen, Spielen und der Nahrungsaufnahme. Dabei spürt Ihr Nachwuchs Ihre Wärme und Zuwendung. Fehlt dem Kind in diesem Lebensabschnitt das Gefühl von Liebe und Beachtung, kommt es zu Spätfolgen. Beispielsweise steigt das Risiko, dass Ihr Nachwuchs sich später aggressiv und emotional instabil zeigt. Vernachlässigen Sie Ihre Vaterrolle im 1. Lebensjahr des Kleinen, prägt sich das Selbstbewusstsein des Kindes nicht aus. Ein Gefühl der Unzulänglichkeit entsteht als Folge. Die Ergebnisse veröffentlichte der Psychologe Rohner 2012 in einer Studie im „Personality and Social Psychology Review“.

 

Der Vater prägt das Bindungsverhalten

Sie als Vater nehmen starken Einfluss auf das Bindungsverhalten Ihres Sprösslings. Speziell im ersten Lebensjahr prägt sich die zwischenmenschliche Sozialkompetenz bei Kindern. Fehlt die Bindung zu Ihnen als Bezugsperson, stört dies die individuelle Entwicklung Ihres Säuglings. Den angeborenen Drang, die Welt zu erkunden, lebt das Kind ohne Schutz und Nähe nicht aus. Dabei reicht die Mutter als Bezugsperson oftmals nicht aus. Um dem Baby Geborgenheit zu vermitteln, gehört das Erfüllen emotionaler Bedürfnisse zu Ihrer Vaterrolle im ersten Lebensjahr.

Diese Bindung entsteht durch eine wechselseitige Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Nachwuchs. In den ersten drei Lebensmonaten geben Sie Ihrem Kind vorrangig durch Körperkontakt emotionale Wärme. Ab dem dritten Monat nach der Geburt sucht der Säugling gezielt mit Blicken und Gesten nach Ihnen. Den Drang, sich eigenständig durch Krabbeln fortzubewegen, entwickeln Kinder ab dem siebten bis achten Monat. In diesem Alter benötigt Ihr Baby eine stetige Rückversicherung der Eltern-Kind-Bindung. Geistig und emotional erlebt es die Trennung von Ihnen stärker als zuvor. Daher reagieren Sie sofort und geduldig auf das Bindungsverhalten wie:

  • Weinen,
  • Rufen,
  • Nachfolgen
  • oder

 

Bei Ihrer Vaterrolle im 1. Lebensjahr kommt es darauf an, dass Sie sich nach den gefühlsmäßigen Bedürfnissen Ihres Sprösslings richten. Nehmen Sie das Kind auf, wenn es auf Ihren Arm möchte. Zeigt Ihnen Ihr Baby durch Abbrechen des Blickkontakts oder Quengeln dass es genug hat, setzen Sie es wieder ab. Laut Rohner leiden Kinder schon im ersten Lebensjahr unter der Ablehnung des Vaters.

 

Der Vater prägt den Charakter des Kindes

Viele Charakter-Eigenschaften des Kindes prägt vorwiegend der Vater. Dies geschieht ab den ersten Lebensmonaten. Beispielsweise hängt die Sozialkompetenz Ihres Sprösslings von Ihrem Verhalten in der Erziehung ab. Ihre Liebe und Zuneigung im ersten Lebensjahr des Babys sorgt für eine spätere Lebens-Zufriedenheit Ihres Kindes. Das zeigt eine Untersuchung des Psychiaters Raul Ramchandani vom Imperial College of London.

Auf Jungen nimmt das Verhalten des Vaters während der ersten Monate mehr Einfluss als auf Mädchen. Dies begründet sich aus der Interaktion des Vaters mit den Kindern. In der Regel fällt Männern der Umgang mit Jungen leichter. Dies liegt daran, dass Sie als Vater oftmals auf körperlicher Ebene agieren. Sie spielen mit Ihrem Nachwuchs mehr Bewegungsspiele, welche die Unabhängigkeit und das physische Geschick der Kinder fördern. Ab dem siebten Monat fordert Ihr Baby diese Aktivitäten mit Freude ein. Daher kommt Ihnen auch die Rolle des Spielgefährten zu.

 

weiterlesen:
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article128487186/Was-Papa-fuer-das-Glueck-seines-Kindes-bedeutet.html

 

Bildlizenz: © Andrey Bandurenko – Fotolia.com

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