Was hilft bei 2-Jährigen gegen Schnupfen

Schnupfen bei Kindern im 2 bis 5 Lebensjahr

Wenn die Kleinsten schniefen und nur schwerlich Luft bekommen, leiden sie zumeist unter Schnupfen. Eine alltägliche Situation, die unsere Zeit und Geduld mächtig auf die Probe stellt. Zumeist sind es ältere Geschwister, die von der Schule oder von den Freunden die Infekte mit nachhause bringen. Wir liefern im folgenden Ratgeber wirksam Tipps und Hinweise gegen Schnupfen. Zudem beantworten wir die Frage: Was hilft bei 2-jährigen gegen Schnupfen.

Warum leiden Kinder unter Schnupfen?

Schnupfen bei Kindern

Schnupfen bei Kindern von 2 bis 5 Jahren Urheber: photodeti / 123RF

Gerade im Winter und im Herbst haben Erkältungserreger und Viren Hochkonjunktur. Ohne Probleme gelangen die kleinen Störenfriede in unser Abwehrsystem und verursachen Schmerzen, Niesen und Husten. Hättest du gedacht, dass es 200 verschiedene Viren allein für die Erkältung gibt?

Dabei gehen 150 grippale Infekte einzig und allein auf das Konto der Rhinoviren. Zu den anderen Erkältungsviren gehören Entero, Adeno, RS, Corona und Parainfluenza. Wir erkennen Erreger und Viren niemals mit bloßem Auge, denn sie kommen gerade auf 15-300 nm. Bedenken wir im direkten Vergleich, dass ein Haar bis zu 100.000 nm groß ist, können wir uns die Verhältnisse besser verdeutlichen.

 

Wenn jemand niest oder hustet schleudert er tröpfchenweise die Viren in seine Umgebung. Gemeinsam mit Luft atmen wir diese als Aerosol ein. Größere Viren sinken nach unten und bleiben auf Türklinken, Griffen, Tischen oder Geschirr kleben.

 

Was passiert im Körper bei Schnupfen?

  1. Zunächst einmal haben es die Viren auf die Zellen der Atemwege abgesehen.
  2. Sie dringen in die Zellen ein.
  3. Dadurch fühlen sich diese gezwungen, ebenso viele Viren zu produzieren.
  4. An diesem Prozess bekommen wir erst einmal gar nichts mit.
  5. Jedoch können wir davon ausgehen, dass eine Erkältung nur ein Kampf des Körpers und des Abwehrsystems ist.

 

Wenn sich in der Nase große Venen erweitern, führt dies zu einer Verengung der Atemwege. Dementsprechend müssen wir versuchen über eine aktive Schleimproduktion die schadhaften Viren nach draußen zu befördern. Kommt es in diesem Zusammenhang zu einem Reiz bestimmter Nerven in der Nase, signalisiert unser Gehirn den Niesreflex.

 

Wann sollten Eltern mit ihrem Kind zum Arzt?

Nun wissen wir, wie der Husten entsteht. Doch wie können wir gerade 2-Jährigen durch diese Zeit helfen. Die Kleinen wissen in dieser Zeit kaum etwas mit sich anzufangen, da sie nicht wie gewohnt durch die Nase Luft bekommen. Zudem haben sie noch nicht gelernt, den Schleim in ein Taschentuch zu schnauben. So stehen viele Eltern der Problematik von Schnupfen bei 2-Jährigen ratlos gegenüber. Das ist ein Grund, warum ihr in den ersten Lebensmonaten mit Babys sofort zum Kinderarzt gehen solltet. Selbst wenn sich nur harmlose Symptome zeigen, können sehr leichte Medikamente schnell Abhilfe schaffen.

 

Viel trinken – hilft den Erreger ausspülen

Tatsächlich sollten Eltern die Schleimproduktion unterstützen und den Kleinen immer wieder Flüssigkeit anbieten. Andernfalls drohen die Schleimhäute auszutrocknen. Die Erreger würden im Körper bleiben und der Infekt sich noch länger hinziehen. Wenn du deinem Kind die Flasche gibst, solltest du zusätzlich etwas Fencheltee und Anis Tee anbieten. Verwende dafür nur abgekochtes Wasser.

 

Saisonale Hilfe gegen Schnupfen

Die warme und trockene Luft in den Wohnungen reizt die Schleimhäute der Kleinkinder, so solltet ihr immer wieder für frische Luft sorgen. Achtet darauf, dass die Temperatur in den Zimmern nicht über 20° liegt. Über ein häufiges Lüften steigt die Luftfeuchtigkeit. Wobei ihr im Winter mit zu häufigem Lüften die Raumfeuchtigkeit in die Knie zwingt. In diesem Fall solltet ihr lieber eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung stellen oder noch besser – geht mit eurem Kind an die frische Luft, zieht es der Witterung entsprechend an, denn das stärkt das Immunsystem und steigert die Lebenskräfte.

 

Welche Nasensprays für 2-Jährige verwenden?

Nasentropfen, Nasensprays und Präparate gegen Schnupfen sollte nur des Nachts eingesetzt werden. Sprecht hier mit dem Kinderarzt, ob sich das Präparat auch wirklich für euer Kind eignet und wendet es nur nach ärztlicher Anweisung an. In diesem Bereich empfehlen sich Salzlösung und Kochsalzlösung, vor allem wenn die Nase und die Nebenhöhlen verstopft sind.

 

Vorsicht bei ätherischen Ölen

Bleibt besonders vorsichtig mit der Verwendung von ätherischen Ölen, wie zum Beispiel Eukalyptus. Babys können darauf sehr sensibel reagieren. Zudem solltet ihr euch vom Kinderarzt die Dosierung und Verwendung erklären lassen, bevor ihr eigenmächtig zu ätherischen Ölen greift. Tragt diese niemals im Gesichtsbereich der Kleinen auf. So sind zum Beispiel Mentol und Kampher für Kleinkinder und Babys nicht geeignet und sollte auch nicht zum Einreiben verwendet werden.

 

Wie kann ich mein Kind vor Schnupfen schützen?

Im Prinzip solltet ihr einfach in der erkältungsintensiven Zeit besonders auf Hygiene achten und lieber einmal öfter die Hände waschen als zu wenig. Die meisten Infektionen werden nämlich über die Hände direkt im Gesicht übertragen. Darüber hinaus solltet ihr zu erkälteten Kollegen auf Abstand gehen. Verwendet am besten desinfizierende Waschlotionen, warmes Wasser und Seife, um die Viren unschädlich zu machen.

 

Was ist Säuglingsschnupfen?

Beim Säuglingsschnupfen haben wir es mit einem recht harmlosen Infekt zu tun, der schon in den ersten 12 Monaten auftreten kann. Ihr erkennt diesen Schnupfen daran, dass eure Kleinen leicht durch die Nase röcheln. Das mag daran liegen, dass die Nasenschleimhaut anschwillt und die kleinen Nasengänge sehr eng werden, um Luft zu holen. Doch können sich auch Masern zu Beginn durch Schnupfen ankündigen. In 90 % der Fälle sind Viren oder Bakterien am Schnupfen schuld.

 

Mit dem Nasensauger für Erleichterung schaffen

Insbesondere Nasensauger haben sich bei vielen Eltern bewährt, da sie den zähen Schleim ganz vorsichtig aus der Nase heraus ziehen. Besonders praktisch bei 2-Jährigen, die noch nicht schnauben können. Darüber hinaus gibt es in der Apotheke und im Reformhaus pflanzlichen Nasenbalsam, der zum Beispiel auf Engelwurz zurückgeht, und äußerst schonend wirkt.

Stillt ihr eure Babys? Dann könnt ihr einen Tropfen der Muttermilch direkt in die Nase tröpfeln. In der Muttermilch sind Salze enthalten, die dazu führen, dass die Schleimhäute abschwellen. Wobei wir es mit einem umstrittenen Thema zu tun haben, da einige Experten der Meinung sind, dass in der Muttermilch Infekte enthalten sind.

Ein wirksamer Mix ungefährlicher Nasentropfen für Kleinkinder setzt auf 100 ml Wasser und 1 g Kochsalz, das aufgekocht wird und im abgekühlten Zustand mit 2-3 Tropfen in jedes Nasenloch der Babys wandert.

 

Unser Rat für alle Eltern:

  • Kinder brauchen bei Schnupfen viel Ruhe.
  • Erleichterung verschafft ihr über Nasensauger, Meersalz-Nasentropfen und eine optimale Raumfeuchtigkeit.
  • Gerade in der erkältungsintensiven Zeit, solltet ihr euch sehr oft mit warmen Wasser und Seife die Hände waschen. Schließlich übertragen wir die meisten Viren über die Hände.
  • Hat euer Kind erhöhte Temperatur, Fieber, fühlt sich abgeschlagen und matt, geht sofort zum Kinderarzt.

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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