Heuschnupfen-Behandlung bei Kindern – Was können Eltern tun?

Gegen Heuschnupfen bei Kindern – die wichtigsten Tipps, um mit dem Leiden umzugehen

Flora leidet unter Heuschnupfen. Jedes Jahr im Frühling ist es am schlimmsten. Mittlerweile weist jedes sechste Kind eine solche Allergie auf. Dann hat sie eine triefende Nase, rote Augen und niest. Um den gemeinen Pollen aus dem Weg zu gehen, ist es nicht notwendig, sich zu Hause zu vergraben. Im Folgenden beantworten wir Dir alle Fragen rund um das Thema: Heuschnupfen Behandlung bei Kindern. Wir geben Dir wertvolle Tipps gegen Heuschnupfen bei Deinem Kind, damit diese weiterhin ihr Leben in vollen Zügen genießen.

Mädchen im Feld und WIese

Heuschnupfen bei Kindern – Urheber: zlikovec / 123RF.com

 

Wirksame Behandlungen bei Pollenallergie

Allergien auf Pollen treten zu jeder Jahreszeit auf. Auslöser für Heuschnupfen sind Reizstoffe von Bäumen, Kräutern, Blüten und Gräsern. Sie schwächen die Immunabwehr und führen zu brennenden Augen und Schnupfen. Wann die Gefahr für eine allergische Reaktion am größten ist, erfahren Eltern in einem Pollenflug-Kalender. Der Arzt bestimmt die auslösenden Stoffe mittels eines Prick-Tests. Es ist nicht notwendig, ihnen aus dem Weg zu gehen. Die Heuschnupfen-Behandlung bei Kindern erfolgt bei einer leichten Erkrankung mittels Nasen- und Augentropfen. Schwere Symptome behandelt der Arzt mittels Antihistaminika. Sie unterdrücken die allergische Reaktion. Zur Unterstützung hilft Akupunktur. Eltern machen gute Erfahrung mit dem Einsatz homöopathischer Mittel und der Verwendung von Pollenschutzgittern. Langfristig hilft eine Desensibilisierung des Kindes gegen die Allergene.

 

Kurzer Überblick zum Thema Heuschnupfen

Die Erkrankung stellt eine Allergie des Körpers auf Pollen von Bäumen, Kräutern, Blüten und Gräsern dar. Der Körper Deines Kindes stuft diese als Fremdkörper ein, wodurch sich das Abwehrsystem einschaltet. Durch die Pollen kommt es zur Bildung von Antikörpern. Diese setzen den Botenstoff Histamin frei. Der Schnupfen entsteht.

 

Hochzeiten für den Pollenflug

Die Symptome des Heuschnupfens treten zu verschiedenen Zeiten aus. Ganzjährig haben verschiedene Pflanzen ihre Blütezeit. Im Frühjahr beeinträchtigen vor allem Baumpollen die Gesundheit Deines Kindes. Die Übeltäter sind Haselnuss, Pappel, Eiche, Erle, Weide und Ulme. Die Hochzeit für Gräser- und Getreidepollen liegt im Früh- und Hochsommer. Dann erfolgt der vermehrte Pollenflug von Weizen, Hafer und Roggen. Im Spätsommer folgen Kräuterpollen von Gänsefuß und Beifuß. Am gefährlichsten für Dein Kind ist die Zeit von Mai bis Juni. Pollenflug-Kalender zeigen die Hochphasen des Pollenfluges diverser Pflanzen an, so bist Du im Zweifelsfall vorbereitet auf diese schwierige Zeit.

 

Ursachen für Heuschnupfen

Heuschnupfen hat indirekt mit Heu zu tun. Allergiker reagieren während des Pollenfluges auf viele verschiedene Gräser während der Heuerente. Die Naturfaser enthält keine Pollen. Mediziner gehen von einer Veranlagung für solche Allergien aus. Schweizer Studien wiesen die Annahme bei einem Drittel der Erwachsenen und Schulkinder nach. Der Ausbruch der Krankheit ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu gehören der Grad der Luftverschmutzung, Hygiene und die allgemeinen Wohnverhältnisse. Durch nahezu keimfrei Haushalte haben Kinder geringen Kontakt zu Krankheitserregern. Dadurch entfällt das Training des Immunsystems. Der Körper ist unterbeschäftigt in der Abwehr von Fremdkörpern, was ihn anfällig gegenüber Fehlreaktionen macht.

 

Vorbeugung von allergischen Reaktionen

Die Heuschnupfen-Behandlung bei Kindern gestaltet sich vielfältig. Eltern beugen der Erkrankung vor, indem sie das Rauchen einstellen. Eine ausreichende Stillzeit von mindestens sechs Monaten tut ihr Übriges. Der Kontakt mit Nutztieren erhöht die Robustheit des Kindes. So sehen sich vor allem Kinder auf dem Land im Vorteil gegenüber in der Stadt lebenden. Eine Studie der Uni-Kinderklinik München beweist, dass Kinder, welche auf einem Bauernhof leben, bis zu fünfzehn Mal seltener an Asthma und Heuschnupfen erkranken als Stadtkinder.

 

Heuschnupfen behandeln lassen

Die Allergie ist nicht gefährlich. Dein Kind empfindet lediglich das Niesen und das Jucken der Augen als lästig. Eltern achten darauf, dass sich im Laufe der Erkrankung gefährliche Komplikationen einstellen. Dies ist bei etwa zwanzig bis dreißig Prozent der Kinder der Fall. Das Problem ist eine Verlagerung der Allergie von den oberen Atemwegen auf die unteren. Dadurch entsteht allergisches Asthma. Der Mediziner spricht von einem „Etagenwechsel“. Um diesen auszuschließen, lässt Du Dein Kind behandeln.

 

Heuschnupfen bei Kindern feststellen

Eine Blutuntersuchung beim Kinderarzt oder Allergologen ist notwendig, um den Verdacht zu bestätigen. Er bestimmt, welche Pollenarten den Heuschnupfen auslösen. Er verwendet dazu einen Prick-Test und trägt in Wasser gelöste Reizstoffe auf minimale Kratzer am Unterarm Deines Kindes auf. Röten sich die Stellen nach zwanzig Minuten, schwellen an oder jucken weisen auf das Allergen hin.

 

Heuschnupfen Behandlung bei Kindern – Was hilft dagegen?

Antiallergische Nasensprays und Augentropfen helfen bei leichten Symptomen. Für schwere Erkrankungen verschreibt der Arzt Medikamente in Form von Antihistaminika. Diese bremsen die allergische Reaktion. Nachteilig sind deren Nebenwirkungen, zu denen Abgeschlagenheit und Müdigkeit zählen.

Wichtig ist der Gang zum Kinderarzt oder Allergologen. Er bestimmt die richtige Therapie für Dein Kind. Beachte, dass Krankenkassen die Kosten für Rezepte von über zwölfjährigen Jugendlichen nicht übernehmen.

Die Studie „Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic Rhinitis: A Randomized Trial“ von Benno Brinkhaus et al. aus dem Jahr 2013 weist auf einen positiven Effekt der Akupunktur hin. Sie führte zu mehr Lebensqualität und verringert den Bedarf an Antihistaminika.

 

Heuschnupfen bei Kindern behandeln mit Homöopathie

Durch den Prick-Test erfährst Du, auf welche Pollen Dein Kind allergisch ist. Zur Vorbereitung auf die Hochphase eignet sich ein Pollenflug-Kalender. Dieser informiert darüber, zu welchen Zeiten Reizstoffe in der Luft sind. Bei „Wetteronline“ erhältst Du diese Informationen darüber hinaus tagaktuell. Radiosender geben ebenfalls wichtige Informationen und Warnungen dazu heraus.

Die meisten Pollen sind am frühen Morgen unterwegs. Halte zu dieser Tageszeit Türen und Fenster verschlossen. Ein Pollen- und Fliegenschutzgitter bietet zusätzlich Schutz. Wichtig ist, dass Dein Kind abends seine Sachen auszieht und vor dem Schlafengehen badet oder duscht und dabei seine Haare wäscht.

 

Heuschnupfen heilen, geht das?

Generell bietet eine Hyposensibilisierung gute Erfolge beim Kampf gegen die Allergie. Bei der Schutzimpfung spritzt der Mediziner Pollenwirkstoffe in geregelten Abständen unter die Haut Deines Kindes. Dadurch lernt das Immunsystem, die Pollen nicht mehr zu bekämpfen. Die Behandlung dauert mehr als drei Jahre und führt bei mehr als neunzig Prozent der kleinen Allergiker zum Erfolg. Dadurch ersparst Du Deinem Kind auf lange Sicht ein langwieriges Leiden. Die Behandlung steht laut Dr. Susanne Berger für Kinder ab acht Jahren zur Verfügung. Sie ist Beauftragte für Prävention und Frühtherapie des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und hat Erfahrung mit der Behandlung von Heuschnupfen.

Sie rät, Kinder bei großer Pollenbelastung beginnend ab dem frühen Morgen mit allergiereduzierenden Histaminika zu behandeln. Bei weniger starken Beschwerden reichen Augen- und Nasentropfen aus. Im Bereich der Homöopathie empfiehlt sie Medikamente mit dem Wirkstoff Luffa. Durch eine konsequente Einnahme wirken die Präparate jahrelang. Neben dem Pollenflugkalender weist sie zusätzlich auf die Verwendung von Pollenschutzgittern an Fenstern und Türen hin. Das Lüften beim ersten Regen nach einer längeren Trockenperiode vermeiden Eltern. Warte ab, bis sich ein leichter Nieselregen einstellt, um kräftig durchzulüften. Dann ist es draußen für Dein Kind pollensicher.

 

 

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de eines der größten deutschsprachigen Vätermagazine, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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