Was tun bei einer Verstopfung beim Baby?

Auch Babys haben gelegentlich Probleme mit ihrem Stuhlgang. Allerdings kann eine Vielzahl von Eltern eine Verstopfung beim Baby nicht immer sofort erkennen. Als hilfreiche Sofortmaßnahme hat sich ein warmes Bad des Kindes oder eine leichte Bauchmassage erwiesen. Manche Babys benötigen ein wenig mehr Zeit als andere beim Stuhlgang. Das Phänomen einer Verstopfung beim Baby tritt für gewöhnlich dann auf, wenn dem Säugling Breikost gegeben wird. Von einer echten Obstipation ist jedoch erst dann die Rede, wenn das Baby zwei Wochen lang keinen Stuhlgang zeigt.

Verstopfung beim Baby
Schmerzen augrund von Verstopfung beim Baby Urheber: grinvalds / 123RF.com

 

Woran Sie eine Verstopfung beim Baby erkennen können

Innerhalb der ersten sechs Wochen sollte Ihr Baby, sofern Sie es stillen, einige Male pro Tag Stuhlgang haben. Sollte es anschließend für wenige Tage keinen Stuhlgang mehr haben, müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen. Dies gilt solange, wie Ihr Baby zwischen sechs bis acht Mal je Tag in die Windel uriniert und ansonsten ebenfalls recht fit ist.

Stellen Sie bei Ihrem Neugeborenen hingegen

  • auftretende Schmerzen während des Stuhlgangs
  • einen harten Bauch
  • in bestimmten Zeitabschnitten auftretendes Bauchweh

fest, müssen Sie dabei von ernsthaften Anzeichen einer Verstopfung beim Baby ausgehen. Dass Ihr Säugling Bauchweh hat, können Sie an dem gehäuften Anziehen der Beinchen zum Bauch und einem ärgerlichen Weinen feststellen. Hinzu gesellt sich ein harter, trockener Windelinhalt mit einem fauligen Geruch.

Jedoch treten nicht alle Arten von Verstopfungen nur durch einen verhärteten Stuhl in Erscheinung. Es kann sich hierbei auch um Durchfälle handeln, die schleimig-flüssig erscheinen. Ferner zeugt Blut im Stuhl nicht selten für eine Verstopfung beim Baby. Verstopfungen treten zudem begleitet von übel riechenden Blähungen in Erscheinung. Nach kurzer Zeit kann sich zusätzlich ein abnehmender Appetit Ihres Babys dazu gesellen.

 

Ursachen für Verstopfungen beim Baby

Als mögliche Ursachen für eine Verstopfung beim Baby kann das Nichtstillen des Säuglings verantwortlich sein. Muttermilch kann vom Säugling leichter verdaut werden als Folge- und Premilch. Aus diesem Grunde ist es von maßgeblicher Bedeutung, dass Sie sich stets genauestens an die Anweisung auf den Packungen der Säuglingsnahrung halten. Rühren Sie dieses möglichst mit kalkarmem Wasser an. Kalk verleiht dem Stuhl im Darm die Trockenheit und lässt diesen schnell fest werden.

Sowie Sie damit beginnen, Ihrem Kind die erste Beikost zu verabreichen, besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass eine Verstopfung auftritt. Hält eine Verstopfung beim Baby länger an und tritt diese gehäuft auf, so kann dies auch auf eine Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel oder Flaschennahrung hinweisen. Darüber hinaus tritt das Phänomen einer Verstopfung nicht selten auch als Reaktion auf das Weglassen der Windeln auf. Ferner können mögliche Umzüge, Reisen, aber auch Probleme innerhalb der Familie dazu führen, dass die Verdauung Ihres Kindes nicht mehr richtig funktioniert. Eher selten treten spezielle Erkrankungen im Säuglingsalter, wie beispielsweise

  • Diabetes mellitus
  • Fehlbildungen
  • Unterfunktion im Bereich der Schilddrüse

auf, die für eine chronische verlaufende Verstopfung beim Baby verantwortlich zeichnen.

 

Diagnose einer Verstopfung beim Baby

Bemerken Sie bei Ihrem Kind ein längeres Anhalten oder ständiges Auftreten der Verstopfung, suchen Sie bitte einen Kinderarzt auf. Dieser kann den Ursachen für die Probleme, die Ihr Baby mit der Verdauung hat, auf den Grund gehen. Hierfür wird der Kinderarzt vorsichtig das Bäuchlein des Kindes abtasten und eine rektale Untersuchung vornehmen. Sofern sich trotz vorliegender Verstopfung im letzten Darmabschnitt kein Stuhl befindet, liegt der Verdacht auf Morbus Hirschsprung nahe. Dabei handelt es sich um eine Verstopfung beim Baby im Bereich des Dickdarms. Für deren Diagnostik muss der Arzt eine Druckmessung am After und Mastdarm vornehmen. Um ein abschließendes Resultat zur Stellung der Diagnose zu erzielen, wird eine Biopsie – sprich: Entnahme von Gewebe – der Darmschleimhaut vorgenommen.

Bei einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung einer Verstopfung beim Baby geht diese in den meisten Fällen bereits nach wenigen Tagen wieder zurück. Tritt diese allerdings chronisch auf, müssen Sie sich auf negative Folgeerscheinungen einstellen. Durch die stetige Obstipation kommt es zu einer Weitung des Mastdarms, was eine neuerliche Verstopfung zur Folge hat. Daraus können Gewichtsverluste, Einrisse der Darmschleimhaut und schmieriger Stuhl resultieren. Unter Umständen treten auch Probleme psychischer Natur und Störungen des Wachstums auf.

 

Natürliche Behandlung der Verstopfung beim Baby

Stillen Sie Ihr Baby und ist es im Allgemeinen gesund, dann ist keine weitere Therapie erforderlich. In einem Großteil der Fälle handelt es sich um eine Scheinverstopfung, die nach kurzer Zeit wieder abklingt. Wenn Ihr Baby allerdings unter Schmerzen leidet, macht sich eine medizinische Betreuung erforderlich. In der Regel verabreicht der Kinderarzt dann Glycerin Zäpfchen oder auch ein mildes Abführmittel. Geben Sie Ihrem Kind Ersatznahrung für Milch, sollten Sie einen Wechsel der Nahrungsmarke in Erwägung ziehen.

 

Sofern Sie Ihrem Säugling Beikostnahrung verabreichen, legen Sie auf eine ballaststoffreiche Kost Wert. Die kindliche Verdauung erfährt durch den Verzehr von Gemüse und Obst eine positive Unterstützung. Nicht vergessen dürfen Sie die Gabe von reichlich Flüssigkeit. Geeignet sind hierfür am besten Wasser oder ungesüßter Tee.

Liegt die Vermutung einer Unverträglichkeit nahe, können Sie Ihrem Baby bei Verstopfung einen Teelöffel Keimöl unter den Babybrei rühren. Dieses hilft den Stuhl weicher werden zu lassen. Auch die Gabe von geriebenen oder pürierten Birnen, Erdbeeren, Äpfeln, Zwetschgen oder Trauben im Babybrei tragen maßgeblich zur Anregung der kindlichen Verdauung bei. Auch hier sollten Sie als Eltern stets darauf bedacht sein, dass Ihr Baby ausreichend während der Einnahme der Mahlzeiten trinkt. Auf stopfende Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Schokolade, Banane, gesüßte Getränke, Reis und Produkte aus Weißmehl ist zu verzichten.

 

Kurze Zusammenfassung

Eine Verstopfung beim Baby ist für Eltern nicht immer leicht zu erkennen. Am deutlichsten macht sich diese durch ständiges Weinen des Säuglings und dem Anziehen der Beinchen und wieder Ausstrecken derselben bemerkbar. Sie können Ihrem Baby selbst helfen, indem Sie das Bäuchlein sanft massieren oder ihm ein warmes Bad gönnen. Sollten sich durch Ihre Selbsthilfemaßnahmen die Symptome nicht bessern, suchen Sie baldmöglichst einen Kinderarzt auf, der die Diagnose stellen und geeignete Maßnahmen einleiten kann.

 

weiterführend:

http://www.familie.de/gesundheit/verstopfung-beim-baby-und-kleinkind-540805.html

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