Anzeichen für die ersten Zähne Deines Babys

Das Zahnen ist eine spannende Phase im Leben Deines Kindes. Sie gestaltet sich nicht immer problemlos. Babys reagieren unterschiedlich auf ihre ersten Zähne. Für die einen ist es nicht weiter schlimm, andere leiden unter Schmerzen und zusätzlichen Symptomen des Zahnens. Als Vater unterstützt Du Dein Kind so gut es geht, denn es benötigt in dieser Zeit viel Liebe und Zuwendung.

Schlafendes Kind
Carefree sleep little schlafendes Kleinkind
© Alexandr Vasilyev fotolia

Das Zahnfleisch schwillt an

Ein zahnendes Baby erkennst Du an den roten Wangen und dem anschwellenden Zahnfleisch ebensolcher Farbe. Grund der Rötung ist die verstärkte Durchblutung des Zahnfleischs. Sie sorgt dafür, dass die wachsenden Zähne eine ausreichende Zufuhr an Nährstoffen erhalten. Zusammen mit einem deutlich erhöhten Speicherfluss ist dies das offensichtlichste Symptom für das Zahnen Deines Nachwuchses.

Der Zeitpunkt, an dem das Zahnen bei Kindern einsetzt, ist unterschiedlich. Einige bekommen bereits nach zehn bis zwölf Wochen ihren ersten Zahn, andere im sechsten oder siebten Lebensmonat. Wartest Du zwölf Monate und es geschah noch nichts, suchst Du mit Deinem Baby einen Zahnarzt auf.

Die Wangen und Mundwinkel Deines Babys röten und entzünden sich durch den erhöhten Speichelfluss als deutliches Symptom für das Zahnen. Der Speichel befeuchtet vor allem nachts immer wieder die empfindliche Haut Deines Kindes. Das führt zu Rötungen und wunden Stellen. Um dem entgegenzuwirken, hältst Du das Gesicht Deines Nachwuchses möglichst trocken und cremst es häufiger mit einer Wunschschutzsalbe ein.

 

Die Schmerzen beim Zahnen bereiten unruhige Nächte

Das Zahnen bereitet vielen Babys große Schmerzen. Das liegt daran, dass die Zähne durch die Schleimhäute des Zahnfleischs hindurchbrechen, ähnlich wie es Erwachsene von den Weisheitszähnen her kennen.

Die Schmerzen sorgen für einen unruhigen, schlechteren Schlaf. Anders als Erwachsene wissen Babys nicht, warum sie diese Schmerzen haben, da es in der Regel das erste Mal ist, dass sie diese so intensiv spüren. Sie weinen und schreien daher mehr als üblich. Sie sehnen sich nach Zuneigung und tröstenden Handlungen der Eltern. Zeigen sich die ersten Symptome für das Zahnen bei Deinem Nachwuchs, ist er in besonderem Maße auf Deinen Trost angewiesen. Sei für Dein Kind da. Schenke ihm die Zuwendung, die es in dieser nicht immer angenehmen Phase benötigt.

 

Das Zahnen erhöht die Anfälligkeit für Infekte

Bekommt Dein Baby seine ersten Milchzähne, schwächt dies vorübergehend sein Immunsystem. Es ist in dieser Zeit anfälliger für Krankheiten und Infektionen. Häufig genannte Symptome des Zahnens sind Fieber, Durchfall und Blähungen. Die durchbrechenden Zähne bedeuten Stress für den kleinen Organismus Deines Kindes. Im Fall eines Infekts ist es ratsam, mit dem Baby zum Kinderarzt zu gehen.

Ein Zusammenhang zwischen Infektionen und dem Zahnen ist nicht in allen Fällen erwiesen. Eine Langzeitstudie der Cleveland Clinic in Florida, USA belegt, dass es keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen schwerwiegenden Infektionen und dem Zahnen gibt. Die Forscher um den Haupt-Autor der Studie, Michael Macknin, MD, beobachteten 125 Kinder über einen Zeitraum von insgesamt 19.000 Tagen mit 475 Zahndurchbrüchen. Die Berliner Morgenpost berichtete in dem am 24.02.2011 online veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Der Durchbruch der Zähne ist selten ein Grund für Infekte“ darüber.

Folgende Probleme treten in der Regel während des Zahnens auf:

  • Durchfall,
  • Erbrechen,
  • Fieber,
  • Husten,
  • Ausschlag,
  • Nahrungsverweigerung und
  • Schlafstörungen.

 

Weitere Symptome für das Zahnen

Neben den Wangen ist oft der empfindliche Po der Babys in größerem Maße roter und wunder als sonst. Betrifft dies Dein Kind, schaffst Du Abhilfe, indem Du die Windeln häufiger wechselst und den Po gut eincremst.

Vor allem nachts jucken und drücken oft Zahnfleisch und Kiefer. Babys stecken aus diesem Grund häufiger die Finger in den Mund und beißen auf Gegenständen herum. Der Gegendruck erleichtert den Schmerz, den sie während des Zahnens verspüren. Ein Jucken der Ohren sowie Haut-Ausschläge und Appetitlosigkeit zählen ebenfalls zu den häufigen Symptomen.

Wie Du Dein Kind beim Zahnen unterstützt

Das Zahnen ist für Dein Baby ein unangenehmer Prozess, der ihm und Dir möglicherweise zahlreiche schlaflose Nächte einbringt. Als Vater bist Du bemüht, Dein Kind in dieser Phase so es geht zu unterstützen.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Deinem Kind das Zahnen zu erleichtern. Um Schmerzen entgegenzuwirken und einen Gegendruck zu erzeugen, hilfst Du Deinem Nachwuchs, indem Du mit sauberen Fingern sanft sein Zahnfleisch massierst. Das Bedürfnis Deines Babys, auf Gegenständen herumzubeißen, stillst Du mit einem Beißring. Diese sind in verschiedenen Ausführungen im Handel erhältlich. Achte beim Kauf darauf, dass sie kein PVC enthalten und sich wirklich für Babys eignen. Einige Exemplare sind mit Wasser befüllbar. Diese legst Du für eine Weile in den Kühlschrank, bevor Du sie Deinem Nachwuchs anbietest. Die Kälte kühlt das Zahnfleisch, wodurch die Schwellungen zurückgehen.

Karotten oder Ähnliches aus dem Kühlschrank bilden Alternativen, um darauf herumzukauen. Beaufsichtige Dein Baby währenddessen, damit es sich nicht verschluckt.

Einige Eltern schwören auf Bernsteinketten zum Beißen, da Bernstein eine heilende und angenehme Wirkung auf das Zahnfleisch hat. Ärzte raten davon ab, da Ketten eine große Gefahr darstellen. Reißen sie, besteht ein hohes Risiko des Verschluckens und Erstickens. Falls Du zu dieser Variante greifst, beaufsichtigst Du Dein Kind sorgfältig.

 

Wie sich die ersten Zähne Deines Babys äußern

Typische Symptome für das Zahnen Deines Kindes sind folgende:

  • erhöhter Speichelfluss,
  • geschwollenes, gerötetes Zahnfleisch,
  • Schmerzen sowie Spannen des Kiefers,
  • rote Wangen und entzündete Gesichtshaut,
  • vermehrtes Schreien oder Weinen,
  • gerötete, wunde Haut am Po,
  • Durchfall und Blähungen,
  • leichtes Fieber,
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.

Babys reagieren sehr unterschiedlich auf das Durchbrechen der ersten Zähne. Manche spüren kaum etwas, bei anderen beobachten Eltern schwerwiegende Probleme und Schmerzen. Als Vater spendest Du Deinem Nachwuchs Trost und schenkst ihm die Zuwendung, die er in dieser schwierigen Entwicklungsphase benötigt.

 

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