Schadstofffreie Kindersitze für die Sicherheit des Nachwuchses

Im Straßenverkehr spielt die Sicherheit der Beteiligten eine große Rolle. Als Besitzer eines Autos beschäftigt Dich mindestens in den ersten zwölf Lebensjahren Deines Nachwuchses die Frage nach dem idealen Kindersitz. Dieser sorgt bestenfalls für die optimale Sicherheit, ohne die Gesundheit durch eine Belastung mit Schadstoffen zu beeinträchtigen. Schadstofffreie Kindersitze sind leider nicht überall zu finden. Giftige, zum Teil krebserregende Weichmacher, Flammschutzmittel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, fanden die Stiftung Warentest und der ADAC bei ihren jeweiligen Überprüfungen in einigen Modellen. Häufig befinden diese sich in den Bezügen, deren Herstellung mithilfe von Farbstoffen stattfindet. Im Folgenden erfährst Du, worauf beim Kauf eines Kindersitzes zu achten ist.

Schadstofffreier Kindersitz
Kindersicher – Schadstofffreier Kindersitz © Gewoldi – Fotolia.com

 

Sichere Kindersitze ohne Schadstoffe

Um schadstofffreie Kindersitze für Deinen Nachwuchs zu finden, siehst Du Dir die Testergebnisse beispielsweise vom ADAC oder von der Stiftung Warentest an. Die Zahl der bedenklichen Modelle sinkt. Da Eltern die Gesundheit ihrer Kinder nicht schädigen wollen, reagieren die Hersteller mit entsprechenden Angeboten. Die Schadstoff-Belastung eines Kindersitzes lässt sich von außen kaum beurteilen. Modelle mit dunklen Farben wie Braun oder Rot weisen häufiger eine nachteilige Wirkung auf. Achte nach Möglichkeit darauf, eine Variante mit waschbarem Bezug zu wählen. Einige Schadstoffe lassen sich so eliminieren.

 

Schadstofffreie Kindersitze im Überblick

Verschiedenartige Stoffe richten möglicherweise gesundheitlichen Schaden bei Kindern an. Oftmals handelt es sich dabei um die verwendeten Farbstoffe in den Bezügen. Sie sind also keine zwingend notwendigen Bestandteile in der Herstellung eines Kindersitzes. Im Handel sind einige Modelle zu finden, die Alternativen bieten. Für schadstofffreie Kindersitze gibt es auf dem Markt verschiedene Angebote für alle Altersklassen.

 

Mögliche Schadstoffe und Gefahren

Häufig in den Bezügen von Kindersitzen enthaltene Schadstoffe sind beispielsweise:

  • Phtalate, Weichmacher,
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),
  • Flammschutzmittel,
  • Organozinn,
  • Formaldehyd

 

Diese giftigen Stoffe sind größtenteils krebserregend. Zudem lösen sie möglicherweise Allergien aus. Sie gefährden teilweise die Fruchtbarkeit oder verändern das Erbgut. Es handelt sich dabei also um Substanzen, die bestenfalls nicht mit Kindern in Berührung kommen. Regelmäßige Tests zeigen Dir, was zu vermeiden und was unbedenklich ist. Formaldehyd beispielsweise ist ein Stoff, der sich schnell verflüchtigt. Das ist möglicherweise schon nach einer längeren Lagerung im Laden der Fall. Nach dem Kauf des Kindersitzes wäschst Du den entsprechenden Bezug und entfernst somit das Formaldehyd.

Bei den anderen Schadstoffen kommt es darauf an, in welcher Konzentration sie enthalten sind. Es gibt gesetzliche Grenzen, die bei Unterschreitung keine Gefährdung darstellen. Für Allergiker und dafür Anfällige besteht dennoch ein Risiko. Bei höheren Belastungen ist auf das jeweilige Modell zu verzichten, um die Gesundheit des Kindes sicherzustellen.

 

Sicherheit beim Kindersitz

Zur Sicherheit Deines Nachwuchses im Auto ist es notwendig den passenden Kindersitz zu finden, der auch starken Belastungen standhält. Kinder bedürfen dieses Schutzes nach den gesetzlichen Regelungen in Deutschland bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr oder einer Körpergröße von 1,50 Meter.

Kindersitze sind in verschiedenen Größen und Altersklassen erhältlich. Kleine Kinder reisen in Babyschalen, die rückwärts gerichtet anzubringen sind. Die Nachfolger besitzen idealerweise eine Nackenstütze, Schulterpolster und Seitenlehnen. Letztere bieten idealerweise einen guten Schutz, da die Knautschzone an den Seiten geringer ist als frontal. Der sicherste Platz für ein Kind befindet sich auf der Rückbank des Wagens. Ebenso wichtig, wie die Sicherheit während der Autofahrt im Straßenverkehr, sind schadstofffreie Kindersitze, denn Weichmacher und andere krebserregende Substanzen, die in der Regel zur Sicherheit an sich nicht beitragen, gehören nicht in die Hände Deines Nachwuchses.

 

Beim Kauf zu beachtende Kriterien

Verschiedene Kriterien gilt es beim Kauf eines schadstofffreien Kindersitzes zu beachten. Tests zeigen, wie hoch die Belastung bei den Produkten ist. Die Stiftung Warentest überprüfte 21 marktrelevante Modelle der bekannteren Hersteller. Der ADAC widmete sich auch kleineren und niedrigpreisigeren Marken. Diese schnitten in der Bilanz deutlich schlechter ab, als die teureren. Es lohnt sich daher, auf hohe Qualität und gute Verarbeitung zu achten. Die Zahl der wegen schlechter Schadstoff-Ergebnisse durchfallenden Produkte sinkt im Allgemeinen allerdings.

Die Testverfahren erfahren stetige Erweiterungen. Die Überprüfung auf Schadstoffe kam im Jahr 2011 hinzu. 2015 erfolgte eine Anpassung an die aktuellen technischen Möglichkeiten. Die Anforderungen sind nun höher als zuvor. Viele Hersteller passten sich den Bedürfnissen ihrer Kunden an und bieten nun schadstoffärmere Modelle im Handel an.

Der ADAC testete im vergangenen Jahr 45 Kindersitze. Davon erhielten 27 die Note „gut“. Sieben Modelle überzeugten als „befriedigend“. Zehn Weitere fielen mit „mangelhaft“ durch. Darunter befanden sich einige mit erhöhten Werten bei den Tests zu den Schadstoffen. Neben der Sicherheit ist auch das ein inzwischen ein mögliches Argument, das zum Scheitern eines Produktes führt.

 

Schadstofffreie und sichere Modelle finden

Trotz der Tatsache, dass die Belastung mit Schadstoffen vorhanden ist, lassen sich in allen Altersklassen und Größen unbedenkliche Modelle finden. Hilfreich sind jene, die Du mithilfe einer Isofix-Station direkt in Deinem Auto montierst. Das bietet Sicherheit, vermeidet Bedienungsfehler und erleichtert Dir die Handhabung. Empfehlenswert unter den schadstofffreien Kindersitzen sind beispielsweise die Modelle von Maxi Cosi. Sie besitzen eine gleichbleibende Qualität und gehören zu einer etablierten Marke, die sich großer Beliebtheit erfreut. Als sehr kompetent gilt auch der Hersteller Römer. Seine Modelle erwiesen sich bereits mehrfach als Testsieger in Sicherheit und geringer Schadstoff-Belastung.

Die Firma Concord stellte sich darauf ein, dass die Verbraucher inzwischen mehr Wert darauf legen, dass sich keine giftigen und gesundheitsschädigenden Substanzen in den Kindersitzen befinden. Sie entwickelte eigens ein schadstofffreies Modell, das sich „Pure Nature“ nennt. Die Bezüge bestehen aus ungebleichtem und ungefärbtem Stoff. So ist es nicht möglich, dass während der Herstellung Schadstoffe in das Material gelangen, die möglicherweise Allergien und Krankheiten auslösen. Auf dem Markt befindet sich eine Vielzahl an Angeboten verschiedener Kindersitze. In allen Größen, Alters- und Preisklassen ist es möglich, ein passendes Modell zu finden. An der Sicherheit und Gesundheit des Kindes empfiehlt es sich, allerdings nicht zu sparen. Achte auf die Qualität und Verarbeitung der Materialien, vor allem, wenn Dein Nachwuchs zu Allergien neigt.

 

weiterführend:

https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/kindersicherheit/kindersitzberater/default.aspx?ComponentId=25979&SourcePageId=31896

https://www.test.de/Autokindersitze-im-Test-1806826-4233962/

http://www.testberichte.de/auto-ausstattung-zubehoer/29/kindersitze/von-stiftung-warentest-gepruefte-kindersitze.html

 

 

 

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