Körperkontakt als Therapie und Entspannung

Die dreijährige Tanja ist traurig, weil die Mittagspause ihres Vaters vorbei ist. Sie hat das gemeinsame Mittagsschläfchen genossen und freut sich auf nächstes Mal. Die Massage ihrer kleinen Füßchen hat auch Spaß gemacht. Streichel-Einheiten sind für Kinder ein Lebens-Elixier.

Eltern wissen das instinktiv. Nähe und Kuscheln setzt beim Kind Glückshormone frei, die auch beim Thema Gesundheit eine wesentliche Rolle spielen. Was kuscheln mit dem Papa alles bewirkt erfahrt ihr hier in diesem spannenden Artikel.Nähe

Wärme und Kuscheln durch den Vater © Jandrie Lombard – Fotolia.com

 

 Körperkontakt Vater-Kind:

Kuscheln stärkt die emotionale Entwicklung und das Abwehrsystem

Körperkontakt mit Papa setzt das Glückshormon Oxytocin frei. Dabei entspannt Dein Kind und lächelt Dich an. Außerdem bildet es Abwehrkörper im Blut und schützt vor Infektions-Krankheiten. Besonders kranke Kinder brauchen viel Zuwendung und Zeit. Kümmerst Du Dich während der Krankheits-Periode um Deinen Sohn und bringst ihm viel Zuneigung und Berührungen entgegen, fördert dies den Genesungs-Prozess.

 

Der Tastsinn ist der früheste entwickelte Sinn des Menschen. Schon ein Ungeborenes in der achten Woche spürt Berührungen im Mutterleib. In den ersten Lebensjahren sind sie der zentrale Weg, um die Welt verstehen zu lernen. Sie sind ein Zeichen von Liebe und Zuneigung und vermitteln dem Baby Schutz und Geborgenheit. Körperliche Nähe ist ein essenzieller Baustein in der emotionalen Entwicklung von Kindern. Je mehr Nähe sie in jungen Jahren erleben, desto stabiler sind ihre Emotionen später.

Beim Kuscheln und Körperkontakt mit Papa schüttet das Gehirn das Glückshormon Oxytocin aus. Von der Hirnanhang-Drüse gelangt es ins Blut und erfüllt im Körper verschiedene Aufgaben. Bei der werdenden Mutter sorgt es für die Wehen. Die Milch-Produktion in den Brüsten funktioniert dank des Hormons einwandfrei. Eine weitere Aufgabe ist die Bildung von Abwehrzellen im Blut. Damit stärkt es das Immunsystem und verhindert Infektions-Krankheiten. Kinder, deren Eltern sie streicheln und in den Arm nehmen, erkranken weniger.

Oxytocin verbessert den Gemütszustand von Groß und Klein. Du siehst das sofort: Ein Kitzeln oder eine Berührung hat ein Lächeln Deines Babys zufolge. Es berührt Dich und animiert zum Weitermachen. Da Du nicht 24 Stunden am Tag mit Deinem Kind verbringst, ist ein Kuscheltier eine gute Ergänzung. Es ist immer da und erträgt unermüdlich Umarmungen und andere Zärtlichkeiten. Es ersetzt auf keinen Fall die echten Berührungen von Eltern. Nimm Dir genügend Zeit, um mit Deinem Kind zu kuscheln.

 

Berührungen und Körperkontakt mit Papa wirken sich positiv auf kranke Kinder aus

Bei Krankheit spielt der Körperkontakt eine noch wichtigere Rolle als im Alltag. Leiden wirkt sich negativ auf die Gesundheit und auf die Stimmung aus. Dein Kind braucht in dieser Situation noch mehr Bestätigung sowie die Präsenz und Liebe der Eltern. Der Ausdruck durch Berührung ist vor allem bei Babys viel stärker als mit Worten, da sie Körperkontakt als Sprache zu 100 Prozent verstehen.

Der Kinderarzt und Autor Dr. Herbert Renz-Polster findet es wichtig, dass sich bei Krankheit des Kindes ein Elternteil den gesamten Tag über um dessen Pflege kümmert. Die ständige Präsenz wirkt sich positiv auf die Situation aus und hilft, den Stress des erkrankten Kindes abzubauen. Ein gemeinsamer Mittagsschlaf und viel Zeit zum Kuscheln und Liebhaben ist für Dein Kind heilsam. Massagen entspannen kranke Kinder und tragen dazu bei, die Genesung zu beschleunigen.

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