Der Mittagsschlaf unserer Kinder – Er ist ein wertvoller Begleiter vom Babyalter an und viele Eltern trauern dem Mittagsschlaf nach, wenn die Kinder im Alter von 4-5 Jahren keinen mehr machen – der Mittagsschlaf.

Warum ist er eigentlich so wichtig? Welche Schlafdauer ist dabei normal? Und gibt es eine bestimmte Uhrzeit, während der er bevorzugt stattfinden sollte? Es ist an der Zeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen.

Die Mittagsruhepause – warum, wann und wie lange?

Schlafbedürfnis unserer KinderDas Schlafbedürfnis unserer Kinder

Verbringen Neugeborene und junge Säuglinge noch einen Großteil des Tages (und der Nacht) im Land der Träume, so ändert sich dies mit zunehmenden Alter: Der Schlafbedarf verringert sich nach und nach. Zweijährige benötigen durchschnittlich etwa 12-13 Stunden Schlaf, Kindergartenkinder kommen mit elf Stunden zurecht. Dabei sind Abweichungen bis zu zwei Stunden völlig normal, denn wie bei Erwachsenen gibt es auch unter den Kindern Kurz- und Langschläfer. Abhängig ist dies vom jeweiligen Biorhythmus, der regelt, wie viel Schlaf unser Körper braucht.

Insgesamt verringert sich in erster Linie der Tagesschlaf: Kleinkinder unter 18 Monaten legen häufig noch zwei Nickerchen am Tag ein, jeweils vor- und nachmittags. Ab etwa anderthalb Jahren findet meist nur noch eine Schlafpause statt und schon mit zwei Jahren sind einige Kinder gar nicht mehr oder nur noch teilweise darauf angewiesen, beispielsweise nach einer zu kurzen Nacht oder einem außergewöhnlich aktiven und erlebnisreichen Vormittag. Auf der anderen Seite schlafen viele Kindergartenkinder nachmittags, zum Teil kommt dies sogar im Grundschulalter noch vor. All das ist vollkommen normal, denn wie erwähnt ist das Schlafbedürfnis des Nachwuchses höchst individuell.

Aus diesem Grund sollte der Mittagsschlaf niemals aufgezwungen werden, auch wenn die Ruhepause noch so angenehm für die Eltern wäre; ebenso wenig sollten Sie ihn allerdings verhindern, wenn ihn Ihr Kind nötig hat. Handlungsbedarf entsteht erst, wenn es zu Problemen beim Zubettgehen kommt. Oft ist das Kind schlicht noch nicht müde genug, um einschlafen zu können, da die Schlafenszeiten auf den Tag vorverlagert wurden. In diesem Fall dürfen Sie den Mittagschlaf ruhigen Gewissens kürzen oder sogar ganz streichen.

Eine Hilfestellung kann hier ein Schlafprotokoll bieten. In ihm zeichnen Sie über mehrere Wochen genau auf, wann und wie lange Ihr Kind schläft, ob es problemlos eingeschlafen ist oder ob Schwierigkeiten beim Zubettgehen auftraten. Wenn Sie eine gewisse Zeit darüber Buch geführt haben, ist es Ihnen möglich abzulesen, welche Schlafdauer für Ihr Kind ideal ist. Der Schlafrhythmus sollte dann gegebenenfalls entsprechend umgestellt werden.

 

Wie viel Mittagsschlaf ist eigentlich gesund?

Viele Mütter und Väter bewegt die Frage, wie viel Schlaf ihrem Kind eigentlich gut tut. Nicht nur Kurzschläfer werden skeptisch beäugt, auch wird es von den Eltern mit Sorge betrachtet, wenn der Nachwuchs sehr lange geschlafen hat und trotzdem nicht aus den Federn zu bekommen ist.

Es gibt bestimmte Richtwerte, die als Orientierung dienen können. So sollten Kleinkinder ab 18 Monaten mittags möglichst nicht länger als anderthalb bis zwei Stunden ruhen. Je älter das Kind, umso mehr sollte sich die Dauer des mittäglichen Nickerchens verringern. Des Weiternen gilt als Faustregel, dass zwischen Aufwachen am Nachmittag und dem Zubettgehen am Abend mindestens vier Stunden liegen sollten, da sonst die notwenige Müdigkeit nicht erreicht werden kann. Der Zeitpunkt des Mittagsschlafs ist somit weniger entscheidend – egal ob Ihr Kind nun um 12 Uhr oder auch erst um 14.30 Uhr einschläft, die jeweilige Zubettgeh-Zeit muss entsprechend angepasst werden.

Soll ich mein Kind eigentlich wecken, wenn ich den Eindruck habe, dass der Mittagsschlaf zu lange andauert? Hier müssen Sie die äußeren Umstände berücksichtigen: Ist mein Kind ein Langschläfer? Ist es gerade krank? Dann dürfen Sie nicht allzu streng sein. Jedoch sollten im Allgemeinen bei etwas älteren Kindern zwei Stunden nicht überschritten werden. Soll das Nickerchen unterbrochen werden, gehen Sie dabei bitte behutsam vor: Ein schrittweises Erhöhen der Helligkeit im Zimmer, Vorsingen und Streicheln können eine Möglichkeit sein.

 

…und der Mittagsschlaf der Eltern?

Übrigens dürfen sich auch Erwachsene einen kurzen Mittagsschlaf gönnen, wenn ihnen der Sinn danach steht. Studien haben gezeigt, dass nicht nur der Stressabbau gefördert wird, auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnte gesenkt werden.

Einig ist man sich in Fachkreisen zudem, dass Schlafmangel über einen längeren Zeitraum sehr schädlich ist, gerade für Kinder: Da während der Schlafphasen u.a. Wachstumshormone ausgeschüttet und unterschiedlichste Eindrücke verarbeitet werden, ist ein regelmäßiger erholsamer Schlaf für die körperliche und geistige Entwicklung unverzichtbar.

 

Weiterführende Literatur, Lizenzen:

© contrastwerkstatt – Fotolia.com

http://www.kinder.de/themen/kleinkind/erziehung/artikel/der-mittagsschlaf.html

 

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