Das Kind hat Knete gegessen – ist das schlimm?

Tina ist verstört. Der fünfjährige Jannick spielte mit Knete. Seine kleine Schwester Sara nahm in einem unbewachten Augenblick ein Stück und steckte es in den Mund. Ihr jüngeres Kind hat Knete gegessen! Mutter Tina ist unsicher. Soll sie mit Sara zum Arzt oder reicht ein Anruf beim toxikologischen Institut aus?

signalSpielknete und ihre Zusammensetzung im Visier

Spielknete ist ein pädagogisch wertvolles Spielzeug. Durch seine Aufmachung und Düfte geschieht es schnell: Das Kind hat Knete gegessen! Da einige Produkte als Gift klassifizierte Stoffe enthalten, empfiehlt es sich, den Nachwuchs beim Spiel zu beobachten, um negative Vorfälle zu vermeiden.

 

Vorsicht mit den Inhaltsstoffen von Knete!

Knete ist ein pädagogisch wertvolles Spielzeug. Cornelia Pointer beschreibt in einem Artikel auf dem österreichischen Portal „Education Group Elementarpädagogik“ die Vorteile des Knetens. Diese fördert beispielsweise die Kreativität der Kinder und festigt ihre Motorik. Da vor allem kleinere Jungen und Mädchen gerne alles in den Mund nehmen, tun Eltern gut daran, auf die chemische Zusammensetzung des Produktes zu achten. Diese ist nicht bei jedem Hersteller gleich. Folgendes sind die Grundstoffe einer akzeptablen Knetmasse:

  • Wasser,
  • Öl,
  • Mehl oder eine andere Stärke,
  • Salz,

Kartoffel-Stärke oder Kaolin verhindert eine Aushärtung.

Halten sich Produzenten an die EU-Normen?

Die EU-Norm DIN EN 71-7 ist die Grundlage für Hersteller. Sie untersagt die Verarbeitung von gefährlichen und giftigen Bestandteilen in Knetmasse. Achte beim Kauf darauf, ob die Einhaltung der Norm auf der Verpackung vermerkt ist. Ein Blick auf die Deklaration ist ebenfalls sinnvoll, da die Masse möglicherweise bedenkliche Zutaten enthält. Laut einem Artikel auf der Website Ökotest.de vermerken nicht alle Fabrikanten 100 Prozent der Inhaltsstoffe. Deshalb ist es trotz des umsichtigen Einkaufs notwendig, Kinder am Essen und Verschlucken zu hindern, denn das Kind hat schnell Knete gegessen.

Verbindungen zu Esswaren auf der Packung wie Bezeichnungen oder Illustrationen von Lebensmitteln ermuntern Kinder zusätzlich, die Knete in den Mund zu nehmen. Laut EU-Richtlinie ist es untersagt, Produkte, die Nahrungsmittel zum Verwechseln ähnlichsehen, zu vermarkten. Recherchen der Website cleankids.de ergaben Inhaltsstoffe in Kneten, die großes Gefahren-Potenzial bieten. Borsäure, Benzoate, Sulfate sowie Fungizide sind keine Zutaten, die in Kinderhände gehören!

Alaun als bedenklicher Inhaltsstoff von Spielknete

Bei selbst gemachter Spielknete weißt du im Detail über die Inhaltsstoffe Bescheid. Verwende bei der Herstellung kein Alaun (Kaliumaluminiumsulfat). Das leicht lösliche Salz der Schwefelsäure reizt die Schleimhaut und ist in größeren Mengen giftig. Vor allem bei kleineren Kindern sind Brennen in den Augen oder im Mund häufige Anzeichen beim Gebrauch. Es ist keine Studie vorhanden, die genauere Aufschlüsse darüber gibt. Deshalb ist Vorsicht angesagt.

Schon die alten Ägypter kannten Alaun und verwendeten es zum Imprägnieren von Bauholz. Es zieht die Haut zusammen und findet in der Medizin Anwendung. Der Alaunstift dient dazu, kleine Schnitt-Verletzungen zu behandeln. Auch als Beizmittel in der Gerberei, Färberei und Papier-Herstellung ist Alaun beliebt. Auch ohne wissenschaftliche Untersuchung ahnst Du, dass es sich nicht als Inhaltsstoff für ein Kinderspielzeug eignet. Essknete ist die am wenigsten bedenkliche Variante. Laut Hersteller schmeckt sie und bei ihrem Verzehr droht keine Gefahr für das Kind.

 

Dein Kind hat trotzdem Knete gegessen

Bei der größten Vorsicht verhinderst Du nicht immer, dass Dein Sohn oder Deine Tochter ein Stück Knete verschluckt. Normalerweise hat dies keine Konsequenzen. Falls Du Bedenken wegen der Inhaltsstoffe des Produkts hast, bringt ein Anruf beim Arzt Sicherheit. Das große Angebot an diversen Knetmassen erlaubt es Dir, Deinen Kindern Produkte mit unbedenklichen Zutaten zu kaufen. Vergiss nicht, sie immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass sich Knete nicht zum Verzehr eignet.

 

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