Fragen & Antworten zum Coronavirus – FAQ

Die wichtigsten Antworten zum Coronavirus Ausbruch

Mit der exponentiellen Verbreitung des neuartigen Coronavirus wachsen in der Bevölkerung auch die Angst und Unsicherheit. Viele tragen sich mit denselben Fragen. Wir versuchen in diesem Beitrag konkrete Antworten zu finden. Zugleich liefern wir wichtige Tipps, wie du dich in der Zeit des Coronavirus verhalten solltest.

Die meisten Menschen wollen wissen, wie der Coronavirus ihren Alltag beeinflusst und wie gefährlich eine Infektion für ihre Gesundheit ist. Derzeit geht es dem Bundesministerium darum, die Infektionsrate zu bremsen, um eine ordentliche gesundheitliche Versorgung gewährleisten zu können. In den letzten Tagen und Stunden sind neue Restriktionen und Einschnitte in unserem Leben dazu gekommen.

Was ist das Coronavirus?

Die wenigsten haben sich die Frage gestellt, was sich hinter Coronavirus Sars-CoV-2 verbirgt. Nach dem vorläufigen Namen 2019-nCoV haben die Forscher eine offizielle Bezeichnung gefunden: Sars-CoV.2. Der Zusatz SARS führt auf die Ähnlichkeit mit dem akuten Atemwegssyndrom zurück. CoV ist die Abkürzung für das Coronavirus und die Virusfamilie, deren Erreger nicht nur den Menschen, sondern auch die Tiere befallen. Die ausgelöste Atemwegserkrankung unter denen einige Träger des Sars-CoV-2 leiden, bezeichnen wir als Covid-19. Zum heutigen Tage haben die Wissenschaftler noch keine spezielle Therapie gefunden. Was fest steht, sind die Symptome.

Was ist COVID-19 und SARS-CoV-2?

SARS-CoV-2 ist ein neuer, nahe mit SARS und MERS verwandter Stamm von Coronaviren, deren natürliche Wirte Fledermäuse sind, immer wieder gibt es unklarheiten in den Begriffen, deswegen erkären heir diese hier:

Coronavirus: Coronaviren sind eine weitläufige Virusfamilie, dazu gehören auch der derzeitige Sars-CoV-2 Virus, dieser verursacht die weltweite Pandemie und wird auch Neuartiger Coronavirus“ genannt. 

Sars-CoV-2: Der neuartige Coronavirus bekam durch die WHO den Namen „Sars-CoV-2“ (‚Severe Acute Respiratory Syndrome‘-Coronavirus-2). Dieser Virus verursacht bei gesunden Menschen leichte oder keine Symptome.

Covid-19: Die Coronaviren Sars-CoV-2 lösen eine Atemwegserkrankung aus, diese wird Covid-19 genannt und ist erstmals 2019 gehäuft in der chinesischen Provinz Wuhan aufgetreten. Covid-19 bedeutet COronaVIrus Disease-2019.

Was sind die Symptome für das Coronavirus?

Es ist gar nicht so einfach, die Symptome für den Coronavirus konkret zusammenzustellen, da einige infizierte Patienten weniger bis überhaupt keine Krankheitsanzeichen haben. Bei anderen Risikopatienten fallen die Krankheitssymptome sehr schwer aus. Hier eine Übersicht zu den häufigsten Anzeichen, die auf eine Coronavirus-Infektion sprechen:

  • Husten, Fieber und Atemnot
  • Kopfschmerzen und Muskelschmerzen
  • Eher seltener Durchfall

Einige der Patienten zeigen die Anzeichen einer beidseitigen Lungenentzündung, die Fachärzte in einer Computertomographie erkennen.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?

Die häufigste Übertragung erfolgt durch die Tröpfcheninfektion. Sobald ein infizierter Patient ausatmet, hustet oder niest, schleudert er mikroskopisch kleine Tröpfchen in die Luft. Die Luft enthält dann den Virus. Eine Schmierinfektion ist ebenfalls möglich, wenn jemand niest, die Hände vor den Mund hält und eine Türklinke berührt. Fasst du diese Türklinke auch an, kannst du dich anstecken, wenn du wenig später dein Gesicht berührst. Von daher solltest du dich besser nicht ins Gesicht fassen. Wasch dir stattdessen mehrere Male am Tag die Hände und achte penibel auf eine gründliche Hygiene.

Praktische Tipps, die vor einer Ansteckung schützen:

  • Halte zu anderen Menschen einen Mindestabstand von 2 Metern.
  • Verzichte bei der Begrüßung auf Händeschütteln oder auf eine Umarmung.
  • Meide Versammlungen und Menschengruppen.
  • Wasch dir mehrere Male am Tag gründlich die Hände für mindestens 20 Sekunden. Wasch dir die Hände bis zum Handgelenk und benutze Seife.
  • Fasse mit ungewaschenen Händen niemals Lebensmittel an oder fasse dich nicht an den Mund oder in die Augen.
  • Verwende, wenn überhaupt, viruzide Desinfektionsmittel. Nur diese können die Viren abtöten.
  • Musst du niesen oder husten, wende dich von anderen Personen ab. Niese in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung hat eine Broschüre zur Niesetikette herausgebracht, die praktische Hinweise für ein hygienisches Niesen und Husten liefert.

 

Brauche ich eine Atemschutzmaske?

Nein. Die Masken bieten zumeist keinen Schutz vor einer Ansteckung. Es handelt sich um OP-Masken aus Papier, die schon nach ein paar Minuten von deinem Atem feucht werden und die Viren sogar schlechter abhalten. Zudem gelangen die Tröpfchen beim Anniesen oder Anhusten meist über die Augen in den Körper und finden ihren Weg an der Seite am Vlies vorbei.

Wer eine OP Maske trägt, schützt weniger sich selbst, sondern vielmehr seine Umgebung. Bist du selbst ansteckend, reduziert die Maske die Übertragung der Viren, was ein Grund ist, warum Pfleger, Krankenschwestern, Chirurgen und Ärzte diese Masken tragen. Damit schützen sie ihre Patienten vor einer möglichen Infektion. Wenn überhaupt solltest du spezielle Atemmasken tragen, bei denen sich drei verschiedene Kategorien der Sicherheit unterscheiden lassen: FFP1, FFP2 sowie FFP3. Der Virenschutz ist höher, der Tragekomfort fällt aber geringer aus. Den meisten ist es unangenehm, diese Masken im Alltag zu tragen.

Wann brauche ich Desinfektionsmittel?

Du benötigst eigentlich keine Desinfektionsmittel, handelsübliche Seife reicht aus. In der Seife sind Tenside enthalten, die wiederum die Viren von der Haut ablösen. Experten, wie die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz Zentrum für Infektionserreger, empfehlen Desinfektionsmittel nur an Orten, wo es den Menschen nicht möglich ist, sich die Hände zu waschen. Das könnten zum Beispiel öffentlichen Verkehrsmittel sein. Auch Menschen, die häufig in Kontakt mit infizierten Patienten treten, sollten sich die Hände mit Desinfektionsmitteln reinigen. Dazu zählen Rettungskräfte, Ärzte und Altenpfleger. Leben im Haushalt chronisch Kranke, deren Immunsystem geschwächt ist, sowie Diabetiker, solltest du auf Desinfektionsmittel zurückgreifen.

Wie lange ist das Coronavirus ansteckend?

Der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten Symptomen wird Inkubationszeit genannt. Laut Experten kommt diese Zeitspanne auf ungefähr 5 Tage. Menschen, die Kontakt zu einem Patienten mit bestätigter Infektion hatten, gehen in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Ausgehend von den gegenwärtigen Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation soll das Virus durch Infizierte mit Symptomen bzw. Beschwerden verbreitet werden. In diesem Zusammenhang wurde eine Gruppe von Patienten während ihrer Untersuchung beobachtet. In den meisten Fällen können die üblichen Virustests bei Patienten bis zu Wochen nach den ersten Symptomen das Coronavirus Sars-CoV-2 noch nachweisen. Schon früher sind die Patienten nicht mehr infektiös. So konnten die Wissenschaftler schon nach 8 Tagen der ersten Beschwerden kaum noch intakte Viren feststellen. Dennoch reagieren die Patienten positiv auf den Virustest.

Kann ich mich durch Importware mit dem Coronavirus anstecken?

Die Viren sollen laut aktueller Erkenntnisse auf trockenen Oberflächen nicht sehr stabil sein. Demnach stufen die Experten das Infektionsrisiko durch Importware als vergleichsweise gering ein. Die Viren können demnach 2 Stunden bis 9 Tage auf der Oberfläche überleben. Bisher gibt es keine Dokumentation, die auf unbelebte Oberflächen und die Übertragung zurückgeht.

Wie funktioniert der Test auf das Coronavirus?

Der Coronavirus-Test geht auf eine Polymerase-Kettenreaktion – kurz PCR – zurück. Innerhalb dieses Verfahrens testen die Labore den Abstrich auf spezifische Viren. Bei diesem Testverfahren ist das die sogenannte Virus-RNA. Die Ärzte entnehmen eine Probe aus dem Rachen oder aus dem Hustenauswurf. Der Test kann keine Aussage darüber machen, ob der infizierte Patient noch ansteckend ist. Mittlerweile kann fast jedes Labor in Deutschland Tests durchführen. Du bekommst die Ergebnisse in wenigen Stunden. Die Meldung der positiven Ergebnisse erfolgt durch das zuständige Gesundheitsamt.

Wie hoch ist die Gefahr im Vergleich zur normalen Grippe?

Auch wenn es viele im Netz behaupten, hat das Coronavirus wenig mit der normalen Grippe zu tun, denn der Anstieg bei dieser Krankheit ist enorm hoch. Gleichzeitig wächst die Zahl der Patienten, die dieses Virus relativ gut überstehen. Bisher liegt die Sterblichkeitsrate bei bis zu 2 %. Vermutlich ist die Todesrate geringer, da die Dunkelziffer der infizierten Patienten vergleichsweise höher ausfallen dürfte, als die aktuellen Zahlen es belegen. Auch wenn die Tödlichkeit des Coronavirus niedriger als bei SARS ist, soll Corona um das 5-fache tödlicher sein als eine normale Grippe. Nun zu behaupten, es handelt sich bei dem Coronavirus Sars-CoV-2 um eine normale Grippewelle, ist fahrlässig und gefährlich.

Ich habe Angst infiziert zu sein, was kann ich tun?

Folgen wir den Angaben des Hubert Koch Instituts, wird eine Infektion wahrscheinlicher, wenn du in den letzten 14 Tagen in Kontakt mit einer erkranken Person gekommen bist oder in einem der erklärten Risikogebiete warst. Zudem solltest du dich auf Covid-19 testen lassen, wenn du Anzeichen einer viralen Lungenentzündung bei dir erkennst. Dann musst du auch keinen Kontakt zu einem infizierten Patienten gehabt haben.

Rufe zunächst beim Gesundheitsamt oder bei deiner Arztpraxis an und setze dich auf keinen Fall in ein volles Wartezimmer. Nutze den ärztlichen Bereitschaftsdienst in deiner Region. Zugleich kannst du über die Coronavirus-Hotline feststellen, ob es sich in diesem Fall um einen begründeten Verdachtsfall handelt.

Wie erkenne ich eine falsche Information zum Coronavirus?

Leider tauchen in jeder Minute Falschmeldungen und Verschwörungstheorien im Netz auf, die immer wieder für Aufsehen sorgen. Das mag daran liegen, dass es noch wenig gesicherte Ergebnisse gibt. Hinterfrage jede Meldung, die du im Netz entdeckst. Klingen die Informationen plausibel oder ist die Meldung eher reißerisch formuliert? Prüfe zunächst die Seriosität der Quelle. Welche Qualifikation besteht in Verbindung mit der Quelle und folgt die Argumentation einem logischen Muster?

Wie gefährlich ist eine Infektion mit dem Coronavirus?

Die Meldungen überschlagen sich. Bis zum heutigen Tage stuft das Robert-Koch-Institut das Risiko als hoch ein. Seit dem 11. März spricht das Institut offiziell von einer Pandemie, die täglich neu bewertet werden muss. Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung verweist in diesem Zusammenhang auf die Angaben der Weltgesundheitsorganisation. Laut Experten verlaufen vier von fünf Erkrankungen mild. Bei einem schweren Verlauf lösen die Viren eine Lungenentzündung aus, die mit drastischen Atemproblemen einhergeht. Zur Risikogruppe gehören Menschen über 60 Jahre und Patienten mit Vorerkrankungen, die das Atemsystem, den Herzkreislauf, die Leber und die Niere betreffen. Zu den weiteren Risikopatienten gehören Krebskranke und Diabetiker.

Wen rufe ich im Verdachtsfall an?

Am besten suchst du nach Ansprechpartnern in deinem Bundesland. Die Telefonnummer des Bundesgesundheitsministeriums für den Coronavirus lautet (030) 34 64 65 100. Zugleich findest du auf der Webseite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung einen großen FAQ-Bereich, in dem die Redaktion täglich neue Fragen beantwortet. Bleib mit deinen Sorgen nicht allein und sprich unbedingt über deine Ängste.

Wer ist vom Coronavirus besonders betroffen?

Gehen wir von den Zahlen aus China aus, gehören Patienten im mittleren Alter bei 51 Jahren zu den Betroffenen. Bei gut drei Vierteln bewegen sich die Patienten im Alter von 30-69 Jahren. Vergleichsweise selten tritt die Erkrankung bei Kindern auf und verläuft zumeist mild. Auch bei Schwangeren bildet das Coronavirus bisher kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Was muss ich in der häuslichen Quarantäne beachten?

Bei einem begründeten Verdachtsfall kann das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne verordnen. Das gilt für alle Rückkehrer zum Beispiel aus bedrohten Gebieten, wie Italien, dem Bundesland Tirol in Österreich oder aus der Stadt Madrid. Das kann auch Patienten ohne Symptome betreffen, die dann 14 Tage lang zuhause bleiben. Du darfst in dieser Zeit keinen Besuch empfangen oder das Haus verlassen. Unterbinde den Kontakt zu anderen. Führe in der Zeit ein Tagebuch zu auftretenden Corona-Symptomen und melde dich täglich per Telefon beim Gesundheitsamt. Wer sich nicht an diese Auflagen hält, riskiert hohe Geldbußen und eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren.

Bin ich gegen das Coronavirus nach überstandener Infektion immun?

Alle Patienten, die an Sars-CoV-2 erkranken, bilden Antikörper. Bisher ist aber noch nicht bekannt, wie lange diese Immunität durch die Antikörper anhält. Vergleichbar zu anderen Coronaviren könnte dies einen Zeitraum von ein paar Jahren umfassen.

Warum sind Veranstaltungen verboten?

Zu den ersten Beschlüssen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn gehörte die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen. Mittlerweile haben sich die Zahlen deutlich nach unten korrigiert. Zu guter Letzt wurden bundesweit die Kindertagesstätten und Schulen geschlossen. In diesen Tagen geht es in erster Linie darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem besser mit den Patienten umgehen kann. Das Infektionsrisiko in großen Gruppen wäre viel zu hoch. Jeder ist zu eigenverantwortlichem Handeln angehalten.

Was muss ich als Arbeitnehmer beachten?

Haben Sie Sorge, sich auf Arbeit mit dem Coronavirus anzustecken? Dann dürfen Sie nicht einfach zuhause bleiben. Das kann als Arbeitsverweigerung gedeutet werden. Auch wenn ein Unternehmen schließt, bekommen die Angestellten Gehalt. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, sich die Personalkosten später vom Gesundheitsamt zurückzuholen. Sprechen Sie mit dem Arbeitgeber, wenn es um die Kinderbetreuung oder mögliche Infektionen geht.

Welche Reisebeschränkungen gibt es für das Coronavirus?

Seit dem heutigen Tage rät die Bundesregierung dringend davon ab, zu verreisen. In diesem Zuge hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung für Touristen ausgesprochen. All die Urlauber, die sich noch im Ausland befinden, sollen schnellstmöglich zurückgeholt werden.

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Themenspezial Coronavirus Eltern / Kinder

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Quellen, Links und weiterführende Literatur

Die verfügbaren Informationen zu Coronavirus ändern sich schnell, daher empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die folgenden Informationsseiten: