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Der richtige Schutz vor Mückenstiche

Der Sommer ist die schönste Zeit des Jahres, aber auch die Zeit der Mücken. Gerade an lauen Sommerabenden können die kleinen Plagegeister die Laune beim Grillen oder bei der Gartenparty schnell verderben.

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Mosquito sucking blood, macro photo

Mücken halten sich gerne in der Nähe von Seen, Flüssen und Bächen auf, aber auch in anderen Regionen und im Stadtgebiet sind sie anzutreffen. Mücken fühlen sich durch den CO2-Ausstoß aus der Lunge, den Körpergeruch und die Farbe der Kleidung angezogen. Daher schwirren Mücken oft um den Kopf herum, was extrem lästig sein kann. Obwohl Mücken in deutschen Regionen keine Krankheiten durch ihre Stiche übertragen, ist es sinnvoll, sich vor ihnen zu schützen.

Schutz vor Mücken in der Wohnung und im Freien

Innerhalb der Wohnung helfen engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Balkontüren effektiv gegen Mückenstiche. Sie halten die stechlustigen Mückenweibchen ohne Chemie sicher auf Distanz. Umstritten ist der Einsatz von elektronischen Geräten, die mit UV-Licht, Hochspannung oder Insektiziden gegen Mückenstiche schützen sollen. Die Insektizide können durch Einatmen zu gesundheitlichen Schäden führen und die Geräte töten andere nützliche Insekten. In wald- und wasserreichen Regionen kann ein Moskitonetz für eine unbeschwerte Nacht sorgen und lästige Mückenstiche wirksam verhindern. Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Tatsache, dass Licht die Mücken anzieht. Mückenstiche sind in völliger Dunkelheit ebenso wie bei Tages- oder künstlichem Licht zu erwarten. Mücken mögen keine Kälte, leichter Durchzug und eine kühle Brise schützen wirksam vor Mückenstiche.

Mückenstiche sind bei einem Aufenthalt im Freien oftmals vorprogrammiert. Bunte Kleidung und ein durch starkes Schwitzen verursachter typischer Körpergeruch locken die Mücken regelrecht an. Selbst starkes Wedeln mit dem Taschentuch hilft nicht, die Insekten fernzuhalten. Allerdings gibt es effektive Mittel, Mückenstiche beim Aufenthalt im Freien zu vermeiden. Eine Dusche am frühen Abend kann den für Mückenweibchen attraktiven Körpergeruch stark reduzieren. Außerdem hilft helle Kleidung, die Plagegeister auf Distanz zu halten. Dagegen sind Parfüms oder andere Geruchsstoffe eine Lösung für kurze Zeit, da ihre Wirkung schnell nachlässt.

Schützen ätherische Öle vor Mückenstiche?

Zitrone, Bergamotte und Sandelholz können Mückenstiche verhindern. Dünn auf die Haut aufgetragen, halten sie die Mücken in Schach. Allerdings haben ätherische Öle den Nachteil, bei überempfindlicher Haut Allergien auszulösen.

Darüber hinaus machen sie die Haut gegenüber der Sonne empfindlicher, sodass ein Sonnenschutz mit höherem Lichtschutzfaktor notwendig ist. Die Wirkung ätherischer Öle hält über mehrere Stunden an, allerdings ist der starke Eigengeruch nicht jedermanns Sache. Im Handel gibt es Sprays und Lotionen, die Mückenstiche auf natürliche Art verhindern.

Wirksamer Schutz vor Mückenstiche – Repellents

Einen wirksamen Schutz stellen synthetisch hergestellte Stoffe – die Repellentien – dar. Obwohl deren eigentliche Wirkung noch unbekannt ist, verändern Repellents den Körpergeruch derart, dass die Mücken auf Distanz bleiben. Repellents sind gegenüber ätherischen Ölen effektiver und besitzen keinen Eigengeruch. Beim Anwenden von Repellents ist die Gebrauchsanleitung zu beachten, da nicht jedes Präparat für jeden Hauttyp sowie für Babys und Kleinkinder geeignet ist. Repellents wirken optimal vor Mückenstiche beim lückenlosen Auftragen auf die Haut. In der Regel hält die Schutzwirkung zwischen vier und acht Stunden an.

Mückenstiche beim Wandern und Camping

Gerade bei Outdooraktivitäten wie Wandern, Radfahren oder Camping stellen die Mücken eine nicht zu unterschätzende Belastung dar. Der durch das Schwitzen verursachte Körpergeruch zieht die Mücken wie ein Magnet an. Besonders unangenehm ist beim Wandern und Radeln, dass die Mücken um den Kopf herumschwirren. Da viele Menschen bei warmen Temperaturen luftige Kleidung wie ärmellose Shirts und kurze Hosen tragen, finden die Mücken genügend “Angriffsfläche”, um zu stechen. Mit Mückensprays sowie speziellen Salben und Lotionen lassen sich Mückenstiche vermeiden. Beim Wandern empfiehlt sich das Tragen heller und geschlossener Kleidung, die Mücken, Zecken und andere Insekten sicher vom Leibe hält. Zum Übernachten im Freien eignen sich engmaschige Moskitonetze.

Mückenstiche behandeln – worauf es ankommt

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Mückenstiche oftmals nicht vermeiden. Die kleinen Insekten finden immer einen Weg, um an das menschliche Blut zu gelangen. Mückenstiche machen sich meistens am nächsten Morgen durch geschwollene und juckende Quaddeln bemerkbar. Der starke Juckreiz veranlasst zum Kratzen auf der Einstichstelle, wodurch Krankheitskeime in den Körper gelangen und sich die Stelle entzünden kann. Mückenstiche lassen sich mit Salben und Cremes, welche die Schwellung und den Juckreiz lindern, wirkungsvoll behandeln.

Auch ein Kühlen mit Eiswürfeln reduziert die Schwellung innerhalb kurzer Zeit. Bei Überempfindlichkeit ist ärztlicher Rat einzuholen. Gleiches gilt für Mückenstiche im Bereich der Augen. Als Wirkstoffe sind Antihistaminika in Form von Cremes und Gels geeignet, welche die Schwellung lindern und zugleich kühlen. In manchen Fällen kann ein kurzfristiges Behandeln mit Hydrokortison in niedriger Dosis angezeigt sein.

Erhöhte Vorsicht vor Mücken ist in südlichen Ländern erforderlich. Dort können Mückenstiche ein ernstes Risiko für die Gesundheit darstellen. In tropischen und subtropischen Regionen übertragen die Mücken mit dem Stich gefährliche Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder das Denguefieber. Daher ist bei Reisen in diese Regionen neben einem Schutz vor Mücken eine Impfung erforderlich. Der fortschreitende Klimawandel könnte auch in Mitteleuropa dazu führen, dass ein Übertragen von Infektionskrankheiten durch Mückenstiche nicht auszuschließen ist. Für Urlaubsreisen in wärmere Regionen gilt daher, einen geeigneten Mückenschutz in Form von Sprays sowie ein Moskitonetz dabei zu haben.

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von: Anna Nilsson,

Quellen, Literatur, Lizenzen:
Bildlizenz: © Henrik Larsson – Fotolia.com

 

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