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Wer hat Angst vorm Weihnachtsmann? Der Heilig Abend rückt immer näher – in den meisten Familien kommt der Weihnachstmann noch höchstpersönlich vorbei, besonders wenn kleinere Kinder sehnsüchtig aus dem Fenster schauen und auf den Knecht Rupprecht warten wird klar das viele sich doch ein wenig vorm Weihnachstmann fürchten – woher kommt die kindliche Furcht vor dem Weihnachtsmann?

Aus Sicht der Erwachsenen ist es eigentlich unverständlich, weshalb sich manche Kinder vor dem Weihnachtsmann fürchten. Unser Nachwuchs nimmt diese Figur jedoch anders war, als wir selbst. Besonders auf kleine Kinder wirkt Santa Claus respekteinflößend, doch auch das ein oder andere Schulkind ängstigt sich immer noch.

Vorfreude und kindliche Vorstellung vom Weihnachstmann:

Übrigens war es vor nicht allzu langer Zeit noch durchaus beabsichtigt, dass die Kinder Angst vor dem Weihnachtsmann haben sollten. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass die Rute gelegentlich zum Einsatz kam – unvorstellbar aus heutiger Sicht; glücklicherweise haben sich hier die pädagogischen Vorstellungen geändert.

Knecht Rupprecht

 

Mögliche Ursachen für die Angst vor dem Weihnachtsmann

Eindeutig verkörpert der Weihnachtsmann für die Kinder eine väterliche Autorität – das liegt zum einen an seiner imposanten Erscheinung und der meist tiefen Stimme, zum anderen ist er mit einer Rute und einem Buch ausgestattet, in welchem er die guten und schlechten Taten der Kinder nachlesen kann. Sicherlich ist es einigen Kindern unangenehm, wenn die unschönen Werke aus dem »Sündenregister« vorgetragen werden und der Weihnachtsmann anschließend mahnende Worte findet. Dieses Vorgehen macht nicht wenigen Kindern Angst, teilweise wird er gar als Eindringling wahrgenommen.

Ein weiterer Grund für die Angst vor dem Weihnachtsmann liegt in unserem Kommunikationsverhalten. Wir sind es gewohnt, aus dem Gesicht unseres Gegenübers abzulesen, wie sich diese Person fühlt und ziehen daraus entsprechend Rückschlüsse für unser Verhalten bzw. unsere Reaktion auf den Gesprächspartner. Dies gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Bei der Konfrontation mit dem Weihnachtsmann ist es jedoch nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, seine Mimik zu erkennen, da das Gesicht zu einem beträchtlichen Teil von Bart und Zipfelmütze verdeckt wird. Insbesondere Kinder entscheiden intuitiv anhand der Gesichtszüge einer Person, ob diese freundlich ist oder eher nicht. Da dies beim Weihnachtsmann erschwert ist, lassen sich einige Kinder zusätzlich verunsichern.

Aber auch der ein oder andere Familienangehörige kann durch Schauermärchen (»Der Weihnachtsmann nimmt böse Kinder mit…«) dazu beitragen, dass sich eine Angst vor Santa Claus entwickelt bzw. verstärkt.
Eine weitere Theorie besagt, dass die Angst vor dem Weihnachtsmann darin begründet sein könnte, dass es sich um eine männliche Figur handelt, die potentielle Übeltäter bestraft. Kommt hingegen an Heiligabend das Christkind zu den Kindern, das eher mit einer kindlichen, engelsgleichen Gestalt assoziiert wird, tritt diese Furcht automatisch nicht auf. Durch das Christkind besteht auch ein stärkerer Bezug zum eigentlichen Anlass dieses Festes, da ein Kind geboren wurde.

 

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Was kann man tun, wenn das Kind Angst vor dem Weihnachtsmann hat?

  • Einige Eltern sind überfragt, was sie tun können, um dem eigenen Kind die Angst vor dem Weihnachtsmann zu nehmen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps, die helfen können.
  • Erklären Sie Ihrem Kind in Ruhe, was es mit der Legende des Weihnachtsmanns auf sich hat und dass es sich keineswegs um einen Bösewicht handelt, der den Kindern schaden will, sondern dass er ihnen eine Freude machen will, indem er sie beschenkt.
  • Kommt der Weihnachtsmann zum ersten Mal zu Ihnen nach Hause, ist es gerade bei kleinen Kindern völlig normal, dass sie ängstlich sind. Signalisieren Sie ihrem Kind durch körperliche Nähe (z.B. auf den Schoß nehmen), dass alles in Ordnung ist und kein Grund zur Angst besteht.
  • Sorgen Sie im Vorfeld dafür, dass der Weihnachtsmann auf unangemessene Ermahnungen und Strafandrohungen verzichtet.
  • Verwenden Sie den Weihnachtsmann nicht als Druckmittel nach dem Motto »Wenn du nicht brav bist, dann wird der Weihnachtsmann böse…«

 

Manchen Kindern macht es Spaß, als Geschenk für den Weihnachtsmann ein Bild zu malen oder etwas für ihn zu basteln – so bereiten sie ihm eine Freude und bauen auch eine Beziehung zu ihm auf.

Lesen Sie bereits einige Zeit, bevor sich der Besuch des Weihnachtsmanns ankündigt, zusammen mit ihren Kindern Geschichten über und rund um diese Figur. Dadurch können sich die Kinder mit ihm als positive Gestalt identifizieren, was ihnen die Angst vor dem Unbekannten nimmt. Auch Hörspiele eigenen sich hierfür gut.

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