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Die Bedeutung der tertiären Sozialisation bei der Entwicklung von Kindern

Die tertiäre Sozialisation besteht als lebenslanger Prozess, dem Sie vorwiegend am Arbeitsplatz unterliegen. Hier gibt es verschiedene berufliche und organisationale Einflüsse, welche die Persönlichkeit von Erwachsenen verändern und prägen.

Die tertiäre Sozialisation ist ein wichtiger Teil des Sozialisations-Prozesses. In der Fachsprache als Personalisation bezeichnet, trägt diese Phase zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit bei.

Was bedeutet die tertiäre Sozialisation?

sozialisation-prozess

Dieser Bereich umfasst die Wahl des Berufs sowie die Tätigkeit selbst. Beispielsweise prägen Sie bei der Arbeit im Kundendienst der Umgang mit anderen Menschen und die gängigen Umgangsformen in der Gesellschaft.

 

Wann findet dieser Prozess statt?

Die Personalisation findet im Erwachsenen-Alter statt. In der Fachsprache heißt dieser Zeitraum Individuation. Das grundlegende Ziel der tertiären Sozialisation besteht in einer stetigen Anpassung Ihrer Verhaltensweisen mit dem sozialen Umfeld.

Hierbei handelt es sich um einen lebensbegleitenden Lernprozess. Speziell in der schnell wandelnden Gesellschaft nimmt die tertiäre Sozialisation eine hohe Priorität ein. Passen Sie sich nicht schnell an neue Gegebenheiten an, bekommen Sie Schwierigkeiten im Alltag. Ein gutes Beispiel hierfür stellen die Computer-Kenntnisse dar. Bilden Sie sich nicht weiter, halten Sie nicht mit der Technik mit. Das verursacht Probleme im Umgang mit vorwiegend im Beruf wichtigen Geräten wie dem Computer. Weitere Einflüsse bilden:

  • die Kunden-Anforderungen,
  • die eigene Stellung am Arbeitsplatz
  • und die gesellschaftlichen Trends.

Die tertiäre Sozialisation unterliegt einer ständigen Interaktion mit der Gesellschaft. Hierbei lernen Sie von anderen Menschen und wirken gleichzeitig als Vorbild. Während der Personalisation spielen die Erfahrungen der primären und sekundären Sozialisation eine wichtige Rolle. Beispielsweise erlernen Sie neue Verhaltensweisen, die Sie in der Schule oder aus Ihrem Elternhaus nicht kennen.

Des Weiteren verlernen Sie innerhalb des Sozialisations-Prozesses Verhaltensweisen und Denkmuster, die in Ihrem jetzigen Entwicklungsstand nicht nützlich sind. Zu den Werten, die ihre Bedeutung während der tertiären Sozialisation verlieren, gehören Marotten aus der Teenager-Zeit. Einige Verhaltensweisen nehmen Teenager an, weil die Mehrheit der sozialen Gruppe sie vorlebt. Im Berufsleben erhält dieses „Cool-sein“ keine Bedeutung. Daher legen Sie diese Fertigkeiten ab.

 

Der tertiären Sozialisation als Anpassungs-Prozess kommt eine hohe Relevanz zu. Sie übernehmen in Ihrem Beruf oder beim Gründen Ihrer Familie spezielle Aufgaben und Pflichten. Hier erbringen Sie Leistungen, die für eine funktionstüchtige Gesellschaft sorgen. Daher stellt die Personalisation für Ihr Umfeld einen wichtigen Faktor dar.

Die tertiäre Sozialisation durch Freunde und Bekannte

Auch Freunde spielen bei der tertiären Sozialisation eine wichtige Rolle. Anders als bei der sekundären Sozialisation bezieht sich diese Sozialisations-Phase nicht auf die einzelne Person, sondern auf die Gruppe.

Hierbei beeinflussen Sie und Ihre Mitmenschen sich gegenseitig. Beispielsweise ändert die Tat eines einzelnen Individuums Ihre Einstellung zum Leben oder eine spezielle Verhaltensweise von Ihnen. Während der Personalisation besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Sie von Ihren Kindern lernen. Besonders im technischen Sektor orientieren sich Jugendliche schneller als ihre Eltern. Hierbei handelt es sich um eine retroaktive Sozialisation.

 

Die Theorien der Personalisation

Laut dem Psychologen Hurrelmann besteht die tertiäre Sozialisation nicht als abgeschlossene Verinnerlichung. Der gesamte Prozess der Sozialisation bildet eine Entwicklung der Subjektivität.

Diese Identität erlangen Sie nach einer Auseinandersetzung mit den sozialen Strukturen. Daraus resultiert die eigentliche Beteiligung an den gesellschaftlichen Abläufen. Da die meisten Einflüsse von außen kommen, bewirken Sie die Sozialisation nicht aktiv. Das Trichtermodell der Sozialisation zeigt den Prozess daher als passiven Vorgang.

Im Gegensatz dazu bezeichnet Erikson die tertiäre Sozialisation als eine psycho-analytische Entwicklungs-Theorie. Hierbei stellt der Sozialisations-Prozess das Bewältigen von Entwicklungs-Aufgaben dar. Während Sie als Individuum bei der primären und sekundären Sozialisation Hilfe erhalten, sind Sie bei der tertiären Sozialisation auf sich allein gestellt. Somit besteht das Ziel dieses Vorgangs in dem Erwerb verschiedener Rollen.

 

Redaktion: M.Foerster, veröffentlicht von  Anna Nilsson
Quellen-Literatur-Verweise:
http://www.psychology48.com/deu/d/tertiaere-sozialisation/tertiaere-sozialisation.htm
Buch: Geragogik: Das sozialgerontologische Konzept von Ludger Veelken

Motiv  © rendeeplumia – Fotolia.com

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