Elternzeit für Väter

2 Monate Elternzeit für Väter

Die beliebten 2 Monate Elternzeit für Väter – Ist das Kind erst auf der Welt, möchtest du ihm ein guter Vater sein. Du denkst also daran, Elternzeit zu beantragen. Ist diese Entscheidung für Väter eine Chance oder beeinträchtigt sie die Karriere? Keine einfache Frage. Doch es lohnt für jeden Papa, sich einmal näher damit auseinanderzusetzen.

Deine Frau ist schwanger und du bald Papa. Oftmals gehen beide einem Beruf nach. Aus diesem Grund überlegt ihr gemeinsam, wer sich um das Baby kümmert. Das Wohl des Kindes verlangt möglichst viel Betreuung durch die Eltern in den ersten Jahren seiner Entwicklung.

Papa & Baby

Papa & Baby Urheber: ondrooo / 123RF.com

 

Du wirst Vater – Elternzeit ist wichtig!

Der Gesetzgeber führte unter anderem aus diesem Grund die Elternzeit ein. Diese können Vater und Mutter untereinander aufteilen. Finanzielle Unterstützung erhalten sie durch das Elterngeld, das zwei Drittel des monatlichen Nettoeinkommens, aber mindestens 300 Euro ausmacht. Die monatliche Höchstgrenze beträgt 1.800 Euro. Väter nehmen gern die gesetzlich abgesicherte 2 Monate Elternzeit für Väter in Anspruch.

Möchtest du deiner Frau direkt nach der Geburt zur Seite stehen und vom ersten Tag an bei deinem Kind sein, beantrage die Elternzeit für den Vater frühzeitig. Spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin deines Kindes muss der Arbeitgeber den Antrag vorliegen haben.

 

Elternzeit – Väter im Konflikt – Chance oder Karriereknick?

Du als Vater wünschst dir, viel Zeit mit deinem Kind verbringen zu können. Gleichzeitig macht dir die bevorstehende Entscheidung bezüglich der Inanspruchnahme der Elternzeit als Vater Sorgen. Du möchtest in deinem Betrieb nicht als „Hausmann“ gelten, der lieber Windeln wechselt, als Entscheidungen zu treffen. Du befürchtest, wichtige Veränderungen im Betrieb nicht mitzubekommen. Deine Karriere droht beendet zu sein, wenn du dich auf die 2 Monate Elternzeit für Väter einlässt.

Diese und ähnliche Einwände bringen laut der Forsa-Studie „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ 41 Prozent der abhängig arbeitenden Väter vor. 40 Prozent der Väter hätten gern mehr Zeit für ihre Kinder, trauen sich aber nicht, ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie einzuschränken.

 

Mini-Elternzeit – eine Alternative?

Matthias Lindner arbeitete mehrere Jahre als Bereichsleiter Genderpolitik bei der Gewerkschaft Verdi und gründete das Bundesforum Männer mit. Der Süddeutschen Zeitung gegenüber beantwortete er Fragen bezüglich des Themas dieses Artikels. Lindner befürwortet die Inanspruchnahme der Elternzeit durch den Vater. Er empfiehlt, die Zeit kurz zu halten. 2 Monate Elternzeit für Väter gilt in den Unternehmen als gängige Praxis.

Ein Karriereknick sei bei einer Mini-Elternzeit selten zu befürchten. Splittet der Vater diese Zeit auch noch auf, so fiele seine Abwesenheit am Arbeitsplatz kaum auf. 73 Prozent der Männer beschränken die Elternzeit auf höchstens zwei Monate. Mehr Schwierigkeiten beim Wiedereintritt befürchten zurecht diejenigen, die mehr als ein halbes Jahr aus ihrem Beruf aussteigen. Dies betrifft Frauen und Männer gleichermaßen.

 

Elternzeit als Vater – eine berufliche Chance?

Die Beobachtung zeigt es: Steigt ein Vater kurzzeitig zugunsten seiner Familie aus dem Arbeitsleben aus, bewerten dies viele Arbeitgeber als positiv. Das Kümmern um die Familie zeigt Sozialkompetenz. Je nach Einstellung Ihres Chefs erhöht sich Ihr Ansehen und somit die Option, nach Ihrer Elternzeit als Vater Karriere zu machen. Die Arbeitgeber passen sich der Entwicklung des zumindest zeitweisen Rollentausches an. Sie denken um, denn ein Mitarbeiter mit ausgeglichener Work-Life-Balance arbeitet motivierter als ein Vater mit Schuldgefühlen seiner Familie gegenüber.

 

Pro & Kontra im Überblick

Vorteile:

  • persönlicher Gewinn durch verstärkte emotionale Bindung zum Kind
  • bessere Karrieremöglichkeiten der Frau (sinnvoll, wenn die Frau einen besser bezahlten Arbeitsplatz besitzt)
  • Entlastung der Frau
  • Erwerb von Sozialkompetenz
  • Teilzeittätigkeit bis zu 30 Wochenstunden möglich (bei mehr als 15 Arbeitnehmern im Betrieb und mindestens 6-monatiger Betriebszugehörigkeit)
  • Nebentätigkeit möglich
  • finanzielle Vorteile beim Elterngeld
  • Kündigungsschutz ab Anmeldung der Elternzeit
  • mehr Verständnis für die Mutter

 

Nachteile:

  • Ansehensverlust bei Arbeitgeber und Kollegen durch Übernahme einer „Frauenrolle“
  • eventuelle Mobbingversuche
  • Benachteiligung bei Beförderungen
  • verpasste Weiterbildungen
  • spätere finanzielle Nachteile durch Karriereknick

 

 

 

Elternzeit der Väter stärkt Partnerschaft

Die überwiegende Anzahl der Männer in Elternzeit nehmen diese gleich zu Beginn ihres Vaterdaseins in Anspruch. Dies ermöglicht dir, deine Frau während der ersten Zeit mit dem Baby zu unterstützen. Andere helfen ihrer Frau mit der Elternzeit zum Ende hin, um ihr den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Erfahrungen zeigen, dass sich deine Partnerschaft durch eine Inanspruchnahme der Elternzeit in der Regel verbessert. Die Aufgaben und Nöte einer Mutter verstehst du im Anschluss wesentlich besser. Väter übernehmen nach den vielfältigen Erfahrungen in ihrer Elternzeit mehr Aufgaben im Haushalt. Deine Frau fühlt sich verstanden und das Arbeiten zu Hause im Team macht doppelt Spaß.

Bist du unschlüssig, ob du dich für oder gegen eine Elternzeit als Vater entscheiden solltest? Weißt du nicht, wie du und deine Frau die Elternzeit aufteilen? Hole dir Rat bei den Elterngeldstellen.

Heute können wir mit Recht einen der größten Erfolge in der Familienpolitik der letzten Jahre mit der Elternzeit für Väter und dem Elterngeld beimessen. Elternzeit für Väter, zwei Monate und 65 % Einkommen: Was am Anfang so verlockend klingt, hat seine Tücken. Oftmals stellen nämlich die Ämter eine ganz andere Rechnung auf, als sie noch zuhause auf dem Küchentisch schwarz auf weiß auf dem Papier stand. Wer sich mit dem Gedanken trägt, die Elternzeit für Väter für zwei Monate oder für ein Jahr zu beantragen, der sollte zweimal nachrechnen und genau hinschauen.

Eine Voraussetzung für alle Väter, die Elterngeld beziehen, ist die Elternzeit. Das ist den Angaben des Bundeselterngeldgesetztes zu entnehmen. Dabei spielt es noch nicht einmal eine Rolle, ob es sich beim Papa um einen erwerbstätigen Arbeitnehmer oder Selbständigen Handeln. Selbst Auszubildende und Studenten können ebenso wie Erwerbslose und Mitbürger aus dem Ausland genau dieses Elterngeld beziehen, vorausgesetzt sie stammen aus einem der EU Mitgliedstaaten.

 

Das sind die wichtigsten Punkte zum Elterngeld für Väter:

  • Mindestens sieben Wochen vor Antritt der Elternzeit, muss diese auch beim Arbeitgeber angemeldet werden.
  • Ob es sich nun um zwei Monate oder ein Jahr handelt: Die 7 Wochen gelten als bindende Frist.
  • Väter in der Elternzeit dürfen bis maximal 30 Stunden in der Woche arbeiten.
  • Das Elterngeld im Monat kommt auf maximal 1800 € und bis zu 67 % des Erwerbseinkommens direkt nach der Geburt.
  • Erwerbstätigen steht es frei zu entscheiden, wer von beiden die Elternzeit und damit auch das Elterngeld in Anspruch nimmt.
  • Anspruch auf das Elterngeld hat derjenige, der in der Woche die überwiegende Kinderfürsorge übernimmt und nicht mehr als 30 Stunden arbeitet.

 

Entwicklung der Elternzeit für Väter in der Bundesrepublik

Mittlerweile gibt es seit mehr als zehn Jahren das Elterngeld für Väter in Kombination mit der Elternzeit. Heute behandeln die Ämter das Elterngeld als Lohnersatzleistung. Vorab hatte man es den Sozialleistungen zugeordnet. Dennoch nahmen nur 1,5 % der Männer den zugebilligten Erziehungsurlaub überhaupt in Anspruch. Damals nutzten die Väter ihre Möglichkeiten Überstunden abzubummeln, die Arbeit zu reduzieren oder Urlaub zu nehmen, um genügend freie Zeit für die Familie zu haben.

Wusstet ihr eigentlich? Bereits in der DDR gab es Elterngeld. Schon damals war es Vätern möglich, das Babyjahr in Anspruch zu nehmen. Tatsächlich war damit zum damaligen Zeitpunkt ein viel geringerer bürokratischer Aufwand verbunden als heute.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist von regionalen Unterschieden auszugehen, obwohl mittlerweile 34 % aller Väter das Elterngeld und Elternzeit für sich in Anspruch nehmen. Immerhin kommen die Papas mittlerweile auf ein gutes Drittel der Elternteile, die die Partnermonate für sich nutzen. Wobei die Elternzeit für Väter in Höhe von zwei Monaten zumeist als verlängerter Urlaub bewertet wird, um die Zeit nach der Geburt so intensiv wie möglich mit den Kindern zu genießen. In Bayern gönnen sich die meisten Väter, nämlich nur dreiviertel, die zwei Monate Elternzeit. Wohingegen in Bremen gut ein Zehntel der Väter ein ganzes Jahr bei ihren Babys zuhause bleiben.

 

Wann beginnt die Elternzeit für Väter?

Grundsätzlich ist mit dem Beginn der Elternzeit ab der Geburt des Kindes zu rechnen. Bei den Mamas macht es das Ende des Mutterschutzes aus. Damit verbunden ist acht Wochen vor der Geburt eine Art besonderer Kündigungsschutz, der über die gesamte Zeit der Elternzeit seinen Bestand hat. Umso wichtiger ist es, die Elternzeit frühestmöglich anzumelden, um sich abzusichern.

 

Wie viel Elternzeit bleibt den Vätern?

Die Elternzeit darf über drei Jahre lang andauern. Wobei es nur für die ersten 14 Lebensmonate Elterngeld gibt. So sollten die Partner von Anfang an offen über die finanziellen Verhältnisse sprechen, um sich nicht zu verkalkulieren. Darüber hinaus ist es auch möglich, einen Teil der Elternzeit auf einen späteren Zeitpunkt zu übertragen. Das ist bis zum achten Lebensjahr des Kindes möglich. Dennoch muss der Chef dieser Übertragung zustimmen. Die Mindestdauer der Elternzeit beträgt zwei Monate.

  • Die genaue Anmeldung der Elternzeit und die Aufteilung erfolgen schriftlich. Andernfalls verfällt der Anspruch.
  • Seit dem 1.7.2015 ist nach den Regeln von Elterngeld plus sogar die Möglichkeit gegeben, die Elternzeit auf insgesamt drei Abschnitte aufzuteilen.
  • Eines bleibt jedoch gleich: Der Arbeitgeber muss seine Zustimmung geben.

Als Alternative zur alleinigen Elternzeit für Väter für zwei Monate oder ein Jahr können Mama und Papa auch überlappend oder sogar zeitgleich ihre Elternzeit nehmen. Möchten sich beide mit der Kinderbetreuung und der Elternzeit abwechseln, kann diese jeweils pro Elternteil nur auf zwei Zeitabschnitte aufgeteilt werden. Dennoch kann die Elternzeit des einen nicht auf das Konto des anderen übertragen werden.

 

Was passiert, wenn in der Elternzeit ein Kind geboren wird?

Hier kommt es nicht zu einer Unterbrechung der Elternzeit, so dass die neue Elternzeit ansetzt, wenn die alte aufgehört hat. Tatsächlich ist es möglich, bei den kurzen Geburtenfolgen bis zu sechs Jahre Elternzeit zu nehmen.

 

Wie Väter ihre Elternzeit erleben?

Auch wenn sich die zentralen Anteile der Elternzeit heute verschoben haben, wird immer noch deutlich, dass sich die Väter als die Ernährer der Familie für das Wohl und die finanzielle Versorgung zuständig fühlen. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass der Anteil der berufstätigen Frauen enorm angewachsen ist. Erst eine gesunde finanzielle Basis, die dank der Elternzeit für Väter in einem Jahr oder für zwei Monate abgesichert ist, sorgt für familiäre Entspannung. Schließlich ist die enge Bindung zu Beginn des Lebens des eigenen Kindes eine der wichtigsten Momente, damit ein festes und enges Band entsteht.

 

Wissenswertes:

www.derneuemann.net/mehr-alleinerziehende-vaeter

Redaktion: Foerster, Anthofer, Bartholome,  Anna Nilsson,  Motiv © detailblick – Fotolia.com

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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