Elternzeit für Väter

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Die beliebten 2 Monate Elternzeit für Väter – Ist Ihr Kind erst auf der Welt, möchten Sie ihm ein guter Vater sein. Sie denken daran, Elternzeit zu beantragen. Ist diese Entscheidung für Sie als Vater eine Chance oder beeinträchtigt sie Ihre Karriere?

Ihre Frau ist schwanger und Sie bald Papa. Sie gehen beide einem Beruf nach. Aus diesem Grund überlegen Sie gemeinsam, wer sich um das Baby kümmert. Das Wohl des Kindes verlangt möglichst viel Betreuung durch die Eltern in den ersten Jahren seiner Entwicklung.Elternzeit für Väter

2 Monate Elternzeit für Väter

 

Sie werden Vater – Elternzeit ist wichtig!

Der Gesetzgeber führte unter anderem aus diesem Grund die Elternzeit ein. Diese können Vater und Mutter untereinander aufteilen. Finanzielle Unterstützung erhalten sie durch das Elterngeld, das zwei Drittel des monatlichen Nettoeinkommens, aber mindestens 300 Euro ausmacht. Die monatliche Höchstgrenze beträgt 1.800 Euro. Väter nehmen gern die gesetzlich abgesicherte 2 Monate Elternzeit für Väter in Anspruch.

 

Die Siebenwochenfrist nicht verpassen

Möchten Sie Ihrer Frau direkt nach der Geburt zur Seite stehen und vom ersten Tag an bei Ihrem Kind sein, beantragen Sie die Elternzeit für den Vater frühzeitig. Spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin Ihres Kindes muss der Arbeitgeber den Antrag vorliegen haben.

 

Elternzeit – Väter im Konflikt – Chance oder Karriereknick?

Sie als Vater wünschen sich, viel Zeit mit Ihrem Kind verbringen zu können. Gleichzeitig macht Ihnen die bevorstehende Entscheidung bezüglich der Inanspruchnahme der Elternzeit als Vater Sorgen. Sie möchten in Ihrem Betrieb nicht als „Hausmann“ gelten, der lieber Windeln wechselt, als Entscheidungen zu treffen. Sie befürchten, wichtige Veränderungen im Betrieb nicht mitzubekommen. Ihre Karriere droht beendet zu sein, wenn Sie sich auf die 2 Monate Elternzeit für Väter einlassen. Diese und ähnliche Einwände bringen laut der Forsa-Studie „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ 41 Prozent der abhängig arbeitenden Väter vor. 40 Prozent der Väter hätten gern mehr Zeit für Ihre Kinder, trauen sich aber nicht, ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie einzuschränken.

 

Mini-Elternzeit – eine Alternative?

Matthias Lindner arbeitete mehrere Jahre als Bereichsleiter Genderpolitik bei der Gewerkschaft Verdi und gründete das Bundesforum Männer mit. Der Süddeutschen Zeitung gegenüber beantwortete er Fragen bezüglich des Themas dieses Artikels. Lindner befürwortet die Inanspruchnahme der Elternzeit durch den Vater. Er empfiehlt, die Zeit kurz zu halten. 2 Monate Elternzeit für Väter gilt in den Unternehmen als gängige Praxis. Ein Karriereknick sei bei einer Mini-Elternzeit selten zu befürchten. Splittet der Vater diese Zeit auch noch auf, so fiele seine Abwesenheit am Arbeitsplatz kaum auf. 73 Prozent der Männer beschränken die Elternzeit auf höchstens zwei Monate. Mehr Schwierigkeiten beim Wiedereintritt befürchten zurecht diejenigen, die mehr als ein halbes Jahr aus ihrem Beruf aussteigen. Dies betrifft Frauen und Männer gleichermaßen.

 

Elternzeit als Vater – eine berufliche Chance?

Die Beobachtung zeigt es: Steigt ein Vater kurzzeitig zugunsten seiner Familie aus dem Arbeitsleben aus, bewerten dies viele Arbeitgeber als positiv. Das Kümmern um die Familie zeigt Sozialkompetenz. Je nach Einstellung Ihres Chefs erhöht sich Ihr Ansehen und somit die Option, nach Ihrer Elternzeit als Vater Karriere zu machen. Die Arbeitgeber passen sich der Entwicklung des zumindest zeitweisen Rollentausches an. Sie denken um, denn ein Mitarbeiter mit ausgeglichener Work-Life-Balance arbeitet motivierter als ein Vater mit Schuldgefühlen seiner Familie gegenüber.

 

Pro & Kontra im Überblick

Vorteile:

  • persönlicher Gewinn durch verstärkte emotionale Bindung zum Kind
  • bessere Karrieremöglichkeiten der Frau (sinnvoll, wenn die Frau einen besser bezahlten Arbeitsplatz besitzt)
  • Entlastung der Frau
  • Erwerb von Sozialkompetenz
  • Teilzeittätigkeit bis zu 30 Wochenstunden möglich (bei mehr als 15 Arbeitnehmern im Betrieb und mindestens 6-monatiger Betriebszugehörigkeit)
  • Nebentätigkeit möglich
  • finanzielle Vorteile beim Elterngeld
  • Kündigungsschutz ab Anmeldung der Elternzeit
  • mehr Verständnis für die Mutter

 

Nachteile:

  • Ansehensverlust bei Arbeitgeber und Kollegen durch Übernahme einer „Frauenrolle“
  • eventuelle Mobbingversuche
  • Benachteiligung bei Beförderungen
  • verpasste Weiterbildungen
  • spätere finanzielle Nachteile durch Karriereknick

 

 

Elternzeit der Väter stärkt Partnerschaft

Die überwiegende Anzahl der Männer in Elternzeit nehmen diese gleich zu Beginn ihres Vaterdaseins in Anspruch. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihre Frau während der ersten Zeit mit dem Baby zu unterstützen. Andere helfen Ihrer Frau mit der Elternzeit zum Ende hin, um ihr den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Erfahrungen zeigen, dass sich Ihre Partnerschaft durch eine Inanspruchnahme der Elternzeit in der Regel verbessert. Die Aufgaben und Nöte einer Mutter verstehen Sie im Anschluss wesentlich besser. Väter übernehmen nach den vielfältigen Erfahrungen in Ihrer Elternzeit mehr Aufgaben im Haushalt. Ihre Frau fühlt sich verstandener und das Arbeiten zu Hause im Team macht doppelt Spaß.

Sind Sie unschlüssig, ob Sie sich für oder gegen eine Elternzeit als Vater entscheiden sollten? Wissen Sie nicht, wie Sie und Ihre Frau die Elternzeit aufteilen? Holen Sie sich Rat bei den Elterngeldstellen.

 

Wissenswertes:

www.derneuemann.net/mehr-alleinerziehende-vaeter

Redaktion: Foerster, Anthofer, Bartholome,  Anna Nilsson,  Motiv © detailblick – Fotolia.com

wer wir sind

Mario, vom Netpapa Team

Als begeisterter Vater und Herausgeber von Netpapa.de einem der größten deutschsprachigen Vätermagazinen, freue ich mich, Dir gemeinsam mit anderen Autoren viele hilfreiche Themen vorstellen zu können. Unsere Redaktion besteht aus Journalisten, Erziehern, Pädagogen und Mediziner aber vorallem sind wir Väter.


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