Durchfall bei Babys (12Monate)

Was hilft bei Durchfall bei 1-jährigen Babys?

Babys verlieren bei Durchfall sehr viel Flüssigkeit, sodass es schnell zu einem bedrohlichen Zustand kommen kann. So sollten sich Eltern vorab informieren, wie sie bei Erbrechen und Durchfall richtig reagieren. In diesem Ratgeber gehen wir der Frage auf den Grund: Was hilft bei Durchfall bei 1-jährigen Babys?

 

Wann hat mein Baby Durchfall?

Durchfall beim Baby

Durchfall beim Baby Urheber: stefanolunardi / 123RF

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat im Bereich Kindergesundheit einen wirklich schönen Ratgeber herausgebracht, der uns immer dann hilft, wenn wir als Eltern nicht weiter wissen. Frischgebackene Mamas und Papas bekommen sehr schnell mit, dass die Konsistenz in der Windel unterschiedlich ausfällt. Dennoch sind die meisten in der Lage, Durchfall auf Anhieb an seinem üblen Geruch und an seiner sehr dünnen und flüssigen Konsistenz zu erkennen.

Im Prinzip ist von Durchfall auszugehen, wenn über 5 Mal sehr dünner Stuhl am Tag in der Windel landet. Bei Kleinkindern über einem Jahr reichen 3 Mal am Tag schon aus, um von Durchfall zu reden.

Grundsätzlich verlieren die Kleinen beim Durchfall nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Salz. Unbehandelt führt dies unweigerlich zu einer Austrocknung. Reagieren Eltern viel zu spät, kann die Situation schnell zu einem lebensbedrohlichen Zustand werden.

 

 

Die häufigsten Ursachen von Durchfall bei 1-jährigen Babys

  • Zumeist sind Viren, Bakterien und Infektionskrankheiten an dem unangenehmen Durchfall Schuld.
  • So haben sich die Kleinen eine Darminfektion eingefangen, die häufig auf Noroviren und Rotaviren zurückführt.
  • Diese Bakterien werden zumeist über die Schmierinfektion weitergegeben.
  • Das bedeutet: Berühren wir ganz beiläufig einen Schalter, ein Geländer oder eine Türklinke, auf der sich die gefährlichen Bakterien befinden und kommt unsere Hand in Kontakt mit dem Mund unseres Babys, geben wir die Viren und Bakterien mit Leichtigkeit weiter.

 

Eine weitere Möglichkeit der Ansteckung bieten verunreinigte Lebensmittel, die ebenfalls die gefährlichen Keime übertragen. Aber nicht nur verunreinigte, sondern auch verdorbene Nahrung führt zu einem Mageninfekt, der in Form von Durchfall zum Ausbruch kommt. Leiden unsere Babys unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln, gilt der Durchfall bei 1-jährigen Babys als eine der häufigsten Symptome.

 

Zumeist leiden die Kleinen nur über ein bis zwei Tage an dem flüssigen bzw. dünnflüssigem Stuhl. Dauert der Durchfall länger, handelt es sich um eine schwerwiegende Infektion, der sie unbedingt nachgehen sollten.

 

Was wir tun können, bei Durchfall bei 1-jährigen Babys?

Zunächst einmal kontrollieren wir die Körpertemperatur, um Fieber und eine gefährliche Infektion auszuschließen. Erhöhte Temperatur, Durchfall und Erbrechen gelten als die häufigsten Krankheitsanzeichen für ein Virus. Hier kann nur noch der Kinderarzt mit Medikamenten weiterhelfen.

Gerade 1-jährige Babys und Kleinkinder müssen bei Durchfall jede Menge trinken. Stellen Sie unbedingt sicher, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit angereicherten Salzen gewährleistet ist. Sie werden Ihr Baby nicht dazu bekommen, auf einmal mehr zu trinken. Hilfreicher wäre es, die Flüssigkeitszufuhr auf mehrere Portionen über den Tag hinweg aufzuteilen.

 

Typische Anzeichen für eine Austrocknung Ihres Babys:

  • weiße Haut, die an Spannung verliert,
  • sehr trockener Mund,
  • kaum noch Urin in der Windel,
  • tiefere Atmung,
  • Abgeschlagenheit und Schläfrigkeit.

 

Was tun bei Durchfall bei 1-jährigen Babys: Stillen oder Flaschennahrung?

Gerade wenn Sie Ihr Baby noch stillen, sollten Sie dies bei Durchfall auf keinen Fall unterbrechen. Sie geben an Ihr Kind Immunkörper ab, die bei einer Erkrankung oder einem Infekt helfen. Füttern Sie Ihr Baby mit der Flasche, pausieren Sie mit der Säuglingsmilch und setzen stattdessen Kamillen Tee oder Fencheltee ein. Geben Sie Ihrem Baby am besten alle 6-8 Stunden die Flasche. Reichern Sie überdies den Tee mit einer leichten Prise Salz und ca. einem Teelöffel Traubensaft an, um auch den Nährstoffverlust auszugleichen. Alternativ dazu eignet sich auch schwarzer Tee, wenn er sehr dünn gekocht wurde. Nehmen Sie keinesfalls mehr als zwei gestrichene Teelöffel Zucker auf jeweils 100 ml Tee. Auf keinen Fall sollten Sie den Magen Ihres Babys unnötig reizen und über die nächsten 4 Stunden hauptsächlich auf Flüssignahrung setzen.

 

Brühe und Obstsäfte mit Kalium

Ebenso wirkungsvoll sind Obstsäfte mit Kalium angereichert – hier kommt gerade Aprikosensaft und Bananensaft bei den Kleinsten sehr gut an. Aber auch mit gesalzenen Brühen ist es möglich, den Nährstoffverlust auszugleichen und Ihr Kind mit den notwendigen Vitaminen, Vitalstoffen und Elektrolyten zu versorgen.

 

Hygiene: Wie Sie richtig Hände waschen?

Gerade wenn Ihr Kind unter Durchfall leidet, sollten Sie lieber einmal öfter am Tag gründlich die Hände waschen. Hygiene ist eine Voraussetzung, um Keime und Bakterien aus dem Haus zu verbannen. Nicht nur nach dem Wechseln der Windeln und nach dem Toilettengang, sondern vor jedem Essen sollte jedes Familienmitglied gründlich mit Seife die Hände waschen und auch die Zwischenräume der Finger nicht auslassen. Achten Sie penibel auf diese Hygiene-Regel und Sie werden sehen, Bakterien haben in Ihrem Haus schon bald keine Chance mehr.

 

Durchfall – Wann einen Kinderarzt aufsuchen?

Babys und Neugeborene neigen oftmals zu Durchfall. Schließlich befinden sich ihr Immunsystem und der gesamte Organismus mitten in der Entwicklung und sind noch nicht vollends ausgereift.

So sollten Eltern nicht immer gleich in Panik verfallen und unsere oben genannten Hinweise befolgen, um den schlimmsten Gefahren aus dem Weg zu gehen. Dennoch gibt es Anzeichen, die keine Zweifel offenlassen: Sie sollten sofort einen Kinderarzt aufsuchen.

  1. Ihr Baby hat hohes Fieber und Bauchschmerzen.
  2. Sie schaffen es nicht, dass Ihr Baby trinkt.
  3. Sie spüren eine sehr angespannte Bauchdecke bei Ihrem Baby.
  4. Dünnflüssiger Durchfall hält bei 1-jährigen Babys über 6 Stunden an und bei Kleinkindern über 12 Stunden.
  5. Bei gestillten Kindern kommt es zu einer weißen Stuhlfarbe.
  6. Parallel zum Durchfall erbricht Ihr Baby.

 

Perfekte Vorbereitung für den Kinderarzt

In diesen Fällen steigt das Risiko eines gefährlichen Infekts, der schnellstmöglich von einem Kinderarzt behandelt werden sollte. Versuchen Sie sich, so viele Beobachtungen wie möglich zu merken. Schließlich spielt es eine Rolle, ob die Kleinen Husten oder Schnupfen haben, welche Farbe der Stuhl hat, ob sie erbrochen haben oder starke Bauchkrämpfe erleiden. Im Zweifelsfall ist es immer besser, mit Beschwerden wie Durchfall bei 1-jährigen Babys schnell zum Kinderarzt zu gehen, um jeglichem Gesundheitsrisiko aus dem Wege zu gehen.

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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