Insektenstich-Entzündung: Blutvergiftung durch einen Insektenstich

Kann eine Blutvergiftung durch einen Insektenstich entstehen?

Die Folgen eines Insektenstichs

Die Stiche von Mücken, Wespen und Bienen gehen mit zahlreichen unangenehmen Effekten einher. Beispielsweise bemerken die Betroffenen eine Rötung der Haut und einen schmerzhaften Juckreiz. Kratzen sie die entsprechende Stelle, kommt es zu einer Entzündung. Ebenfalls möglich ist eine Blutvergiftung durch einen Insektenstich. In der Fachsprache heißt das Phänomen Sepsis.

Der Nachweis erfolgt über Bakterien, die sich in der Wunde ansammeln. Die Blutvergiftung ist sich für die Patienten lebensgefährlich, sofern keine frühzeitige Behandlung stattfindet. Die Betroffenen erkennen die Sepsis beispielsweise an roten Streifen, die von der Einstichstelle abgehen. Bemerken sie diese, suchen sie ihren Hausarzt auf.

Blutvergiftung bei Insektenstich

Insektenstiche Urheber: litrtlon / 123RF

Blutvergiftung durch einen Insektenstich

Kommt es zu einer Blutvergiftung durch einen Insektenstich, erkennen die Betroffenen charakteristische Symptome. Dazu zählen als Beispiele Hautausschlag, Fieber und Tachykardie. Hierbei handelt es sich um einen beschleunigten Herzschlag. Zu Beginn der Blutvergiftung leiden die Patienten an einem schlechten allgemeinen Gesundheitszustand.

Aufgrund der anfänglich unspezifischen Anzeichen kann es erst verspätet zu der Diagnose „Sepsis“ kommen. Aus dem Grund bewährt es sich für die betreffenden Personen, die Einstichstelle im Auge zu behalten. Bilden sich an dieser rote, strahlenförmige Hautirritationen, deutet das auf die Blutvergiftung hin.

 

Insektenstiche und die Sepsis

Stechen Insekten in die Haut, entstehen unter Umständen zahlreiche Nebenwirkungen. Speziell gehen die Einstiche mit Rötungen und einer Schwellung des umliegenden Gewebes einher. Kratzen die Patienten den Insektenstich auf, entzündet sich die Wunde. Erreger dringen in die verletzte Stelle ein und schwächen im schlimmsten Fall die körpereigene Immunabwehr der Betroffenen. In der Folge leiden sie beispielsweise an einer Blutvergiftung durch einen Insektenstich.

 

Welche Folgen ziehen Insektenstiche nach sich?

Entzünden sich die Insektenstiche, resultiert der Umstand hauptsächlich aus dem Aufkratzen der juckenden Stelle. Vorwiegend Kinder neigen dazu, die betroffenen Hautareale wund zu scheuern. Sie leiden im Schnitt häufiger an entzündeten Insektenstichen als erwachsene Menschen. Durch das Kratzen bilden sich offene Wunden, in die verschiedene Erreger eindringen. Dadurch entsteht eine Insektenstich-Entzündung. Sie zeichnet sich durch spezifische Merkmale aus. Die Patienten erkennen in der Einstichstelle Eiter. Zudem kommt es zum Anschwellen der Lymphknoten im Bereich der vom Stich betroffenen Extremität oder des Halses.

 

Bei einem entzündeten Insektenstich zeigen sich die Schmerzen und die Schwellung stärker als bei normalen Einstichen. Des Weiteren bemerken die Leidenden eine signifikante Rötung des jeweiligen Dermatoms. Ohne eine Behandlung treten durch die Entzündung folgende Krankheitsbilder auf:

  • eine oberflächliche Hautentzündung (Impetigo),
  • eine Inflammation des Bindegewebes (Phlegmone),
  • die Haarwurzelentzündung (Follikulitis),
  • die Entzündung der Lymphbahnen (Lymphangitis)
  • und eine Blutvergiftung durch einen Insektenstich.

 

Um die negativen Folgen zu verhindern, suchen die Patienten mit einem entzündeten Insektenstich besser ihren Hausarzt auf. Speziell bei Kindern erhält eine zeitnahe Behandlung Priorität, um langfristige Folgeschäden zu verhindern.

 

Warum entsteht die Blutvergiftung durch einen Insektenstich?

Die Sepsis entwickelt sich aus einem entzündeten Insektenstich heraus. Die Mediziner weisen die Blutvergiftung anhand der in die Wunde eingedrungenen Erreger – in der Regel sind es Bakterien – nach. Die gesundheitliche Komplikation tritt vergleichsweise häufig auf. In den USA stieg die Anzahl der Betroffenen auf drei von 1.000 Personen an. Vorwiegend leiden männliche Patienten an der Blutvergiftung. Das belegt die Studie „The Epidemiology of Sepsis in the United States from 1979 through 2000“. Sie stammt von Greg S. Martin et al. und erschien im Jahr 2003.

Eine Blutvergiftung durch einen Insektenstich kommt seltener vor. Jedoch besteht bei dem Phänomen gleichermaßen Lebensgefahr für die Patienten. Vermutet der behandelnde Arzt eine durch den Insektenstich ausgelöste Sepsis, veranlasst er eine Blutuntersuchung. Er bringt die Art der eingedrungenen Erreger in Erfahrung und wählt im Anschluss die wirksamsten Medikamente für den Erkrankten. In der Vielzahl der Fälle resultiert die Blutvergiftung aus einer bakteriellen Infektion. Aus dem Grund erhalten die Betroffenen Antibiotika, welche die Vermehrung der Erreger stoppen und diese abtöten.

 

 

Die Phasen der Sepsis – Blutvergiftung durch einen Insektenstich

Bei der Blutvergiftung präsentieren sich die spezifischen Symptome nicht von Beginn an. In der Frühphase der gesundheitlichen Komplikation bemerken die Patienten allgemeine Krankheitsanzeichen. Dazu gehören ein schlechter Allgemeinzustand, eine erhitzte Haut und Hautausschlag. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Patient folgende Symptome entwickelt:

  • eine erhöhte Körperkerntemperatur von über 38 Grad Celsius,
  • Untertemperatur (weniger als 36 Grad Celsius) bei Kindern und Senioren,
  • Verwirrtheit,
  • Hyperventilation,
  • eine graue oder blasse Hautfarbe.

 

Abhängig vom Ort des entzündeten Insektenstichs entstehen weitere Sepsis-Symptome. Beispielsweise kommt es zu Einschränkungen der Lungenfunktion. Dazu zählt die Kurzatmigkeit. Zudem bilden sich Infektionen im Zentralen Nervensystem, die sich in Form von Kopfschmerzen und einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit der Augen zeigen. Schwere Blutvergiftungen führen ohne eine Behandlung zum Versagen einzelner Organe. Den Prozess beschreibt der Autor Karl Werdan et al. in seinem Buch: „Sepsis und MODs“. Greift die Blutvergiftung auf die Leber über, entsteht beispielsweise die Gelbsucht. In der Fachsprache nennt sie sich Ikterus.

Des Weiteren verschlechtert sich in Folge der Sepsis die Durchblutung. Das geschieht, da das Blut leichter gerinnt. In den sich verengenden Kapillaren entstehen kleine Blutgerinnsel. Dadurch erhalten Körpergewebe und Organe weniger Sauerstoff, sodass die Sepsis zu einem plötzlichen Organausfall führt.

 

Quellen:

Buch: K. Werdan, H.P. Schuster, U. Müller-Werdan – Sepsis und MODs

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa022139

 

wer wir sind

Anna Nilsson Fach-/Medizinjournalistin

Anna Nilsson, als Medizinjournalistin und Autorin ist Sie verantwortlich für den Gesundheitsbereich auf Netpapa.de.


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