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Väter im Konflikt: Neue Studie 2023 zeigt veränderte Rollenbilder

Am 6. Februar wurde die Studie VAPRO mit dem Titel „You don’t need to be Superheroes“ als Kooperation der Technischen Universität Braunschweig mit der Fachhochschule Kiel veröffentlicht. 2200 Väter im Alter zwischen 17 und 67 Jahren nahmen teil. Zur wichtigsten Aufgabe von Vaterschaft erklärten die Teilnehmer den Ausdruck von Zuneigung. Spielen wurde als wichtigste und liebste Aufgabe identifiziert. Lediglich 10% der Befragten gaben an, mehr Aufgaben der Kinderversorgung zu übernehmen als das andere Elternteil.

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Väter in Deutschland sagen, dass es ihnen am wichtigsten ist, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und ihnen Zuneigung zu zeigen. Die Väter, die 85% der Zeit arbeiten, sagen, dass es schwierig ist, Zeit für die Familie zu finden, weil sie auch gesellschaftliche Erwartungen erfüllen müssen.

Die 85 Prozent in Vollzeit arbeitenden Väter erleben dabei einen Rollenkonflikt zwischen Beruf, Familie und gesellschaftlichen Erwartungen. Dies kommt einer sozialwissenschaftlichen Studie zu. Sie untersuchte Themen wie Vaterschaftsverständnis, Gleichberechtigung zwischen den Eltern, die (Un-)Vereinbarkeit von Beruf, Familie und „Community“ sowie die Polarisierung von Vaterschaft in den sozialen Medien.

Eine große Anzahl der Befragten gab an, dass ihr Beruf das Vatersein beeinflusst hat und von diesen Vätern empfanden rund 70% die Einflussnahme als ungünstig. Die Studie hat zudem fünf Arten der Ungleichberechtigung in den Familien identifiziert. Diese reichten von einer Wochenendgleichberechtigung, über eine gerechte Entscheidung für eine ungleich-berechtigte Aufteilung, bis hin zu einer glücklichen, besonnenen Gleichberechtigung.

Es gibt einen neuen Aspekt, denn Väter widmen sich einer zunehmenden Menge an nicht bezahlter Care-Arbeit und Tätigkeiten im Ehrenamt. Dies verursacht eine Reihe von Problemen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz der Tatsache, dass Väter nach wie vor weniger Zeit und Energie in den Haushalt und familienbezogene Aufgaben investieren als der andere Elternteil, geben 100% von ihnen an, dass sie ihren eigenen Vorstellungen von Vaterschaft nicht gerecht werden können.

Die VAPRO-Studie, die zweieinhalb Jahre andauerte, basierte auf einer Online-Umfrage von 2.200 Vätern. Dabei wurden über 50 Interviews geführt und Instagram-Accounts von Väterbloggern befragt, außerdem flossen die Meinungen von Pflegevätern, Vätern in Co-Parenting-Konstellationen und homosexuelle Väterpaare ein.

Die Studie ist unter https://doi.org/10.24355/dbbs.084-202212130928-0 zu finden.

 

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