Wie mache ich mein Kind glücklich + 15 Tipps

Wie Kinder Glück empfinden und glücklich sind

Glückliche Kinder Copyright: evgeny atamanenko, bigstockphoto

Eltern wünschen ihren Nachkommen natürlich nur das Beste. Kinder hüpfen und toben herum. Der Spielplatz ist ihr Schloss, das Zimmer ihr eigenes Reich und das Spielzeug ihr heiliger Gral. Ihre Schätze teilen sie im besten Fall mit ihren Geschwistern oder Freunden. Neben Gesundheit und Liebe ist das Empfinden von Glück für das Kind  das wichtigste, dass wir unserem Nachwuchs mit auf den Weg geben. Glück kann als Zufriedenheit, Geborgenheit und Angenommenheit empfunden werden – Aber, wie wird mein Kind nun glücklich, zufrieden und ausgeglichen?

Gemeinsame Zeit schafft es das Dein Kind glücklich ist

Kleine Geschenke erheitern das Gemüt. Sind materielle Dinge wie Spielzeug, Handy und teure Games der richtige Weg zum glücklichen Empfinden und Zufriedenheit? Im Grunde genommen erkaufst Du damit Liebe.

Wahres Glück ist ein innerer Zustand der nicht materielle Sachen erstellbar ist. Dein Kind ist zufrieden, wenn die Familie etwas gemeinsam unternimmt. Es genießt die Zeit, in der Ihr die Natur erlebt, gemeinsam baut, zusammen spielt, lacht und herumalbert. Zugehörigkeit, Glück und Sicherheit erfährt es durch Zeit die du mit ihm verbringst, vielleicht auch durch wiederkehrende Rituale wie ein gemeinsames Familienfest oder Eis essen nach dem Training.

Deinem Nachwuchs die notwendige Bestätigung geben

Ein Lob zeigt Deinem Kind, wie sehr Du es liebst. Das muss nicht zwangsläufig aufgrund einer herausragenden Leistung erfolgen. Selbst bei kleinen Dingen zeigst Du mit bestätigenden Worten, dass Du ohne jede Bedingung ein stolzer Vater bist. Das macht Dein Kind ausgeglichen und zufrieden.

gemeinsam viel Zeit verbringen und auf seinen Intuition hören

Lernen, mit Gefühlen umzugehen, führt zum Glück

Ein unbeschwerter Alltag ist nahezu unmöglich. Armut, Scheidung, Umzug, schlechte Noten oder Krankheiten gehören zu den vielen Ereignissen, mit denen die Kleinen kämpfen.

Dennoch finden sie einen kreativen Weg, mit den Situationen umzugehen. Damit Dein Kind zufrieden bleibt, ist Deine Unterstützung wichtig. Ein guter Umgang mit Gefühlen ebnet den Weg zum ausgeglichenen, glücklichen Erwachsenen. Bist Du emotional und körperlich für Deinen Nachwuchs da, fühlt es sich geborgen und geliebt.

Beständigkeit führt zu einem ausgeglichenen Kind

Ein liebevolles, bestätigendes Miteinander ist der Schlüssel dazu, Dein Kind glücklich zu machen. Durch eine enge Beziehung zu einer oder zwei fühlt sich der Nachwuchs sicher.

Tauscht er sich mit Dir, Deiner Partnerin oder einem anderen Familienmitglied aus, lernt es, Wünsche anderer zu erkennen und Gefühle auszudrücken. Das ist wichtig für den späteren gesellschaftlichen Umgang. Auf diese Weise entwickeln Heranwachsende ihre Persönlichkeit. Der Gefühlsaustausch ist wesentlich für:

  • das Aneignen moralischer Werte,
  • abstraktes Denken und
  • Kreativität.

Forderst und förderst Du Dein Kind mit kleinen Aufgaben, lernt es, sich einzubringen. Das können kleine Einkäufe sein, etwas Gartenarbeit oder Hilfe im Haushalt. Dadurch fühlt sich Dein Nachwuchs als wertvoller Teil der Gemeinschaft.

Sicherheit ist ein wichtiger Teil der Eltern-Kind-Beziehung

Als Vater verantwortest Du, dass Dein Nachwuchs sicher und körperlich unversehrt ist. Drogen, Alkohol und Nikotin sind für Deine Partnerin während der Schwangerschaft tabu.

Hilf ihr, auf diese Mittel zu verzichten. Danach ist eine umfassende Gesundheitsfürsorge wichtig. Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung unterstützen das Befinden. Sportliche Aktivität fördert das Gemeinschaftsgefühl genauso wie ein hervorragendes Körperbewusstsein. Seelische Entwürdigungen, körperliche Bestrafung oder andere Misshandlungen richten dauerhafte Schäden in der Seele und am Körper des Nachwuchses an. Sie stören in beträchtlichem Maß die Entwicklung Deiner Kinder.

Das Kind wird ausgeglichen durch Erziehung zur Selbstständigkeit

Die Entwicklung ist individuell unterschiedlich. Kinder sind einzigartig. Jedes von ihnen weist verschiedene Begabungen auf. Junge Menschen schätzen es, wenn Du diese förderst. Das bedeutet nicht zwangsläufig einen strengen Trainingsplan für kleine Akrobaten oder Geigenspieler.

Missbrauche die Talente Deines Kindes nicht für Deine Zwecke. Gib ihm oder ihr die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen. Achte dabei auf altersgemäße Beschäftigungen. Drängst Du Deine Kinder zu früh zu erwachsenen Verantwortlichkeiten schadet das in gleichem Maß wie übermäßiges Verhätscheln.

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Klare Regeln, Strukturen und Grenzen weisen den Weg

Kleinen Kindern erscheint die Welt chaotisch. Vertraute Tagesabläufe und Grenzen bieten Unterstützung sowie Schutz. Sie sind wichtig für die Unversehrtheit. Früher oder später loten Heranwachsende ihre Grenzen aus. Ein Kind ist zufrieden, wenn es mutige Taten vollbringt sowie eigene Erfolgserlebnisse erzielt.

Wenn die Eltern als Bezugspersonen nicht mehr reichen

Mit zunehmendem Alter kommen neue Personen hinzu, denen Dein Nachwuchs vertraut. Verwandte, Bekannte, Freunde oder die Nachbarn bringen neuen Input in ihre Lebenswelt. Sie lernen andere Lebensstile und Sichtweisen kennen. Freunde sind ausschlaggebend für eine Neuorientierung und die beginnende Abnabelung. Dein Kind ist ausgeglichener, wenn Du es ziehen lässt.

Das Beste geben, um eine schöne Kindheit zu gestalten

Wie wird mein Kind glücklich, zufrieden und ausgeglichen? Das ist die Frage, die sich jeder Vater regelmäßig stellt. Was kannst Du tun, damit Dein Kind glücklich wird? Es ist einfach. Gibt ihm so viel Liebe, wie Du kannst. Unternehmungen mit der Familie und kleine Rituale fördern den Zusammenhalt.

Sorge für die Sicherheit des Nachwuchses. Gib ihm oder ihr genug Freiheit, um sich zu erproben. Erfülle den Heranwachsenden nicht sofort jeden Wunsch. Vorfreude will gelernt sein! Als Bezugsperson bist du von Beginn an der beste Buddy. Gibst Du Dein Bestes, wirst Du mit einem glücklichen Kind belohnt.

Echtes Interesse und Einlassen auf die Bedürfnisse deines Kindes

Kinder glücklich machen, so geht das, Papa!

Du liebst deine Kinder, doch niemand ist perfekt und auch du zweifelst hin und wieder an deinen Erziehungsmethoden? Du stellst dir öfter die Frage, wie du deine Kinder glücklich machen kannst? Wir haben 15 Tipps für den (oft gar nicht so leichten) Alltag als Papa.

1. Setze klare Grenzen im Alltag

Es klingt widersprüchlich, doch tatsächlich leben Kinder glücklicher, wenn sie klare Grenzen kennen. Sie wissen, dass ihre Eltern sich um sie Sorgen. Ein Eltern-Kind-Beziehung ohne alle Regeln gibt dem Nachwuchs das Gefühl, es spielt nie eine Rolle, was er tut, da Mama und Papa sich nicht für ihn interessieren.

2. Plane jeden Tag Zeit für dein Kind ein

Das ist oft leichter gesagt als getan, das weiß jeder gestresste Vater nur zu gut. Täglich mit deinen Kleinen zu spielen, ist selten möglich. Um Kinder glücklich zu machen, braucht es das aber auch nicht. Wichtiger sind die kleinen Gesten, wie das „Hast du gut geschlafen?“ am Morgen oder ein kurzes Gespräch über den Kita- oder Schulalltag. Bist du nicht zuhause, kann ein Anruf zeigen, dass Du ehrliches Interesse hast.

3. Plane Aktivitäten in der Freizeit

An einem freien Tag kannst du deine Kinder glücklich machen, indem vorab ein fester Plan für gemeinsame Aktivitäten geschmiedet wird. Geht es ins Kino oder zur Eisdiele? Wollt ihr zusammen Lego aufbauen oder eine Spielzeugabteilung im Warenhaus durchstöbern?

4. Kleine Überraschungen mit großer Wirkung

Natürlich kann man Kinder glücklich machen, wenn zu Geburtstag oder Weihnachten große Herzenswünsche erfüllt werden, doch im Alltag sind es die kleinen Überraschungen, die Kinderherzen berühren: die Schokolade auf dem Kopfkissen oder ein bisschen Taschengeld außer der Reihe.

5. Kleine Rituale für mehr Sicherheit

Du kennst den Spruch, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist? Daran ist viel Wahres, denn Routine gibt uns Menschen das Gefühl von Vertrautheit und damit Sicherheit. Das beginnt bereits im Kindesalter, wenn die Jüngsten sich an Rituale wie Essenszeiten, den Trickfilm zur festen Sendezeit etc. gewöhnen. Um Kinder glücklich zu machen, braucht es feste Abläufe. Dabei kannst du schöne, kleine Rituale wie das Schlaflied am Abend oder ein gemeinsames Kartenspiel jeden Samstag schaffen.

6. Kinder brauchen Berührungen

Ein Küsschen vor dem Schlafen, eine herzliche Umarmung beim Abholen vom Kindergarten – es gibt viele Momente, wo Eltern ihre Kleinen an sich drücken. Vor allem die Kleinsten brauchen diese Liebe, um behütet heranzuwachsen. Mit der Pubertät nimmt das Bedürfnis nach Berührungen im Zuge des Abkapselns zwar ab, doch es gibt kaum einen Sohn oder eine Tochter, die eine stolze Umarmung zur bestandenen Prüfung nicht gern hat (es aber aus Coolness vielleicht nicht zeigt).

7. Hab immer ein offenes Ohr

Kinder glücklich zu machen, bedeutet in jedem Alter, ihren kleinen und großen Sorgen zuzuhören. Das kann gerade nach einem harten Arbeitstag für dich schwer sein, doch es stärkt die Familienbande ungemein.

8. Akzeptiere schwierige Phasen

Sobald die Pubertät beginnt, wird es für Väter und Kinder schwer. Du kannst dich selbst und deine Kinder glücklich machen, indem du diese Phase des Lebens akzeptierst. Auch du hast sie durchlebt.

9. Gestatte deinem Kind, eigene Fehler zu machen

Natürlich wollen alle Eltern ihre Kinder vor bösen Fehlern im Leben bewahren. Für Vergehen mit schweren Folgen ist das auch richtig, doch Alltagsfehler gehören zum Heranreifen. Kinder glücklich zu machen, darf nicht bedeuten, ihnen die Chance auf Fehler und das Lernen daraus zu nehmen!

10. Vermeide Missverständnisse durch klare Ansagen

Viel Konfliktpotenzial entsteht, wenn Menschen aneinander vorbeireden. Manchmal will man zu sehr die Gefühle des anderen schonen oder eine unangenehme Situation vermeiden und spricht um den sprichwörtlichen heißen Brei herum. Klare Ansagen bringen aber auf lange Sicht klarere Verhältnisse und sorgen für eine bessere Familienatmosphäre.

11. Glücklich sein bedeutet auch, gesund zu sein

Naschen und gemütliches Fernsehen sind schön und dürfen zwischendurch gern sein, doch um Kinder langfristig glücklich zu machen, musst du auch auf ihre körperliche Fitness achten. Damit Übergewicht und seine Folgen nicht drohen, darfst du auch mal Nein zum Öffnen der nächsten Chipstüte sagen und zu sportlichen Ausflügen motivieren.

12. Argumente statt Macht

An dieser Stelle wird es etwas abstrakt. Gemeint ist, dass du bei einem Verbot nicht einfach „Weil ich es sage“ antworten sollst, wenn dein Kind dich nach einer Begründung fragt. Natürlich hast du als Vater mehr Macht, aber um deine Kinder glücklich zu machen, ist es viel besser, Ansagen mit klaren Argumenten zu erklären. Das mildert nicht nur die akute Trotzreaktion ab, sondern regt so manchen Teenager auch zum Nachdenken an.

13. Gib ein faires Vorbild ab

Ob sie es zugeben oder nicht, Kinder orientieren sich in jeder Lebensphase an den Eltern. Daher solltest du vor den Jüngsten keine Kraftausdrücke verwenden und zu jeder Zeit einen gesunden Umgang mit Mitmenschen, Dingen wie Alkohol etc. vorleben.

14. Zeige deinem Kind Vertrauen

Es ist zugegeben ein schwieriger Balanceakt, doch Eltern sollten den Heranwachsenden zeigen, dass sie ihnen Dinge zutrauen. Das kann bedeuten, sie das das erste Mal alleine auf die Rutsche steigen zu sein, oder später das Festsetzen, wie lange Party gemacht werden darf. Halten sie sich an Vereinbarungen, hast du nicht nur deine Kinder glücklich gemacht, sondern auch dich selbst.

Und der letzte Tipp ist etwas, was viele Väter gern vergessen:

15. Geh nicht zu hart mit dir selbst ins Gericht

Niemand wird als perfekter Papa geboren. Bleibst du locker, gestehst Fehler ein und liebst dein Kind aufrichtig, lebst du vor, was es bedeutet, ein ehrlich bemühter Mensch zu sein: Diese Lektion wird dein Sohn oder deine Tochter ein Leben lang begleiten!

 

Quellen und Studien:

  1. Max-Planck-Institut Studie: Späte Kinder machen glücklich weiter zur Studie